Geld abheben im Senegal


Gebührenfrei Geld abheben im SenegalDas eher kleine Land Senegal im Westen Afrika erlangte vor allem Bekanntheit bei Motorsportfans durch die Rallye Paris-Dakar. Dabei bietet der Senegal eine Vielfalt, die sich auch ohne motorisierten Untersatz entdecken und erleben lässt.

Zu einem Erlebnis der besonderen Art gehört der Salzsee Lac Retba. Durch seinen extrem hohen Salzgehalt kann man auf ihm schwimmen, genau so wie im Toten Meer. Während der Trockenzeit bietet der See jedoch ein Naturschauspiel der Extraklasse: Das Wasser färbt sich rosarot. In den Nationalparks von Senegal sorgt eine artenreiche Tierwelt, riesige Mangrovengebiete, Wälder und Wasserstraßen durch wunderbare Landschaften für spannende Erlebnisse und bleibende Eindrücke.

Zu Fuß und ganz ohne Auto geht es auch auf der Insel Gorée vorwärts. Das zum UNESCO Weltkulturerbe gehörende Eiland hat weder Straßen aus Asphalt noch Autos, die auf ihnen fahren könnten. Entspannung und Ruhe findet man zudem an den Stränden vom Senegal, die mit zu den besten Afrikas gehören.

Für eine Reise nach Senegal ist eine durchdachte Urlaubsplanung unabdingbar. Rechtzeitig vor Reisebeginn sollte man sich eingehend darüber zu informieren, wie man problemfrei und ohne unnötige Zusatzkosten die Bargeldversorgung während des Aufenthaltes sicherstellen kann. Wissenswertes zum Thema Zahlungsmittel, Reisekreditkarten, Landeswährung, Umtauschmöglichkeiten, Kartenzahlung, Einsparung unnötiger Gebühren sowie und einige sicherheitsrelevante Hinweise ist in den folgenden Abschnitten zusammengefasst.

 

CFA-Franc (XOF) – die Landeswährung Senegals

Die Landeswährung und somit zugleich offizielles Zahlungsmittel von Senegal ist der CFA-Franc, unterteilt in 100 Centimes. CFA-Franc ist in Münzen und Banknoten erhältlich wie aus der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

Münzen 1, 5, 10, 25, 50, 100, 200, 500 CFA-Franc
Banknoten 1000, 2000, 5000, 10.000 CFA-Franc

Die Einfuhr der Landeswährung ist unbeschränkt möglich, die Ausfuhr wiederum nur bis zu einem Betrag von 20.000 CFA-Franc. Berücksichtigen sollte man, dass die Einfuhr von Fremdwährungen nur bis zu einem Gegenwert von 1 Million CFA-Franc und die Ausfuhr nur bis zu einem Gegenwert von 500.000 CFA-Franc deklarationsfrei ist. Alle Beträge darüber müssen angemeldet werden. Belege vom Umtausch sollten immer gut aufbewahrt werden, um bei einer Ausreise mit bei der Einfuhr deklarierten Beträgen einen Verwendungsnachweis vorzeigen zu können.

 

Geld wechseln im Senegal

Ein vorheriger Umtausch bei der Hausbank ist unnötig, denn in die Landeswährung lässt sich vor Ort problemlos umtauschen. Für den Umtausch stehen offizielle Wechselstuben und Banken zu Verfügung. Dabei wird der Euro in Banken grundsätzlich immer zu einem festen Kurs gewechselt.

Die Öffnungszeiten der Banken im Senegal sind in der Regel von montags bis freitags zwischen 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr sowie 14:30 Uhr und 16:30 Uhr. Manche Banken haben sogar samstags von 08:30 Uhr bis 11:00 Uhr geöffnet. Vollkommen unabhängig von den Banköffnungszeiten kann auch ein Geldautomat in Dakar aufgesucht werden, um sich mit der Landeswährung zu versorgen.

 

Reiseschecks einlösen im Senegal

Die Mitnahme von Reiseschecks sollte bei einer Reise nach Senegal überdacht werden. Diese werden generell im Senegal als Zahlungsmittel akzeptiert, allerdings ist in der Praxis das Einwechseln von Reisechecks ausschließlich in Dakar ohne Probleme mögliche Probleme in den Banken umgetauscht, jedoch nur in Dakar. Aufgrund der hohen, anfallenden Gebühren für das Einlösen der Reiseschecks, rentiert sich die Mitnahme eher weniger. Bereits mit Bargeld, einer EC- und mindestens einer Kreditkarte ist die Reisekasse für jede Zahlungssituation im Senegal ausreichend gut vorbereitet.

 

Bargeldlose Bezahlung im Senegal

Auch im Senegal besteht die Möglichkeit bargeldlos zu zahlen, jedoch beschränkt sich die Akzeptanz von Kreditkarten eher auf Restaurants und Hotels des gehobenen Standards. Nutzt man die bequeme Zahlungsform der Kartenzahlung, muss man beachten, dass das zuständige Kreditkarteninstitut für diese Transaktion ein Auslandseinsatzentgelt für die Verwendung der Karte an einem ausländischen Automaten erhebt. Zwischen 1 und 4 Prozent des Rechnungsbetrags sind die Regel. Für genauere Informationen hierzu sollte man sich direkt an sein Kreditkarteninstitut wenden. Das erteilt eine verbindliche Auskunft über die Höhe der Gebühr für den Auslandseinsatz.

Um diese Extragebühren zu umgehen, kann man alternativ Kreditkarte zum Geld abheben im Senegal verwenden und die Rechnung anschließend bar begleichen. Aber Vorsicht: Auch beim Geld abheben an geeigneten Automaten fallen bei der Nutzung gängiger Kreditkarten Auslandseinsatzgebühren an. Ausnahmen sind Reisekreditkarten einiger Anbieter, dazu mehr in den nachfolgenden Kapiteln.

 

Geld abheben im Senegal per EC-Karte

In der Hauptstadt Dakar stehen vereinzelt Geldautomaten zur Verfügung, an denen man mit der EC-Karte Geld in Landeswährung abheben kann. Bereist man Gegenden außerhalb der Hauptstadt, sollte man sich zuvor mit ausreichend Bargeld ausrüsten. Zu berücksichtigen ist, dass die EC-Karte das Maestro- oder Cirrus-Zeichen trägt, denn V-Pay-Karten werden generell in Senegal nicht akzeptiert. Besitzer einer solchen Karte sollten sich unbedingt für die Reise in den Senegal ein alternatives Zahlungsmittel zum Geld abheben in Dakar zulegen, im Idealfall eine Kreditkarte, damit es zu keinen Problemen mit der Bargeldversorgung während der Reise kommt. Die Kreditkarte bietet ein hohes Maß an Flexibilität im Rahmen der im Senegal gegebenen Möglichkeiten des Geldabhebens.

Bei der Nutzung der EC-Karte zum Geld abheben wird – ähnlich wie bei Kreditkarten – von der zuständigen Hausbank ein Auslandseinsatzentgelt berechnet. Die genaue Höhe lässt sich bei der zuständigen Hausbank erfragen, in der Regel liegt diese Gebühr für den Auslandseinsatz zwischen 5 und 10 Euro. Dieser Fixbetrag wird bei jeder Abhebung fällig, und kann sich im Laufe der Reise mit der Anzahl der Abhebungen zu einer unangenehm hohen Summe addieren. Dies kann durch den Einsatz einer gebührenfreien Reisekreditkarte vermieden werden.

 

Geld abheben im Senegal per Kreditkarte

Geldautomaten an denen man mit der Kreditkarte Geld abheben kann im Senegal stehen ausschließlich in der Hauptstadt Dakar und dort nur vereinzelt zur Verfügung. Die höchste Akzeptanz erfährt hierbei die Visa. In aller Regel berechnet das Kreditkarteninstitut für den Einsatz der Karte an einem bankfremden Automaten ein Auslandseinsatzentgelt zwischen 1 und 4 Prozent des jeweils abgehobenen Betrags. Dies kann sich bis im Laufe der Reise zu einem unnötig großen Loch in der Reisekasse entwickeln. Unnötig deshalb, weil einige wenige Anbieter sogenannter Reisekreditkarten auf dem Markt sind, deren Anbieter weltweit keine Gebühren für den Einsatz der Karten an einem bankfremden Automaten berechnen.

Diese wenigen Online- und Direktbanken bieten eine kostenlose Kreditkarte an, mit der sich gebührenfrei Geld abheben lässt im Senegal. Die Funktion beschränkt sich jedoch nicht nur auf das afrikanische Land, sondern ist weltweit nutzbar. Falls trotzdem eine Gebühr während der Transaktion berechnet wird, kann diese durch Vorlage des Beleges zurückverlangt werden.Diese Kreditkarten sind ohne Jahresbeiträge in Kombination mit einem ebenfalls kostenlosen Girokonto erhältlich. Für dieses Konto werden keinerlei monatliche Zahlungseingänge gefordert, es ist somit ideal als Reisekonto oder Zweitkonto für zu Hause.

Auf der Webseite der Bank findet man das Antragsformular, welches online ausgefüllt wird und anschließend ausgedruckt werden kann. Die Banken bieten verschiedene Möglichkeiten an, den Antrag zu identifizieren. Die gängigste Methode ist hierbei das Post-Ident-Verfahren, wofür ausschließlich ein gültiger Personalausweis oder Reisepass benötigt wird. Dies kann schnell und bequem gemeinsam mit der Absendung des ausgedruckten Antrags in einer Postfiliale erledigt werden.
 

 
Entscheidet man sich vor der Reise in den Senegal für eine dieser Karten, sollte unbedingt auf rechtzeitige Beantragung geachtet werden. In einem separaten Umschlag wird die PIN zugeschickt. Sobald beides eingetroffen ist, steht dem gebührenfreien Geld abheben nichts mehr im Weg. Eine Bearbeitungszeit von ca. 10 Tagen sollte man allerdings einkalkulieren.

Da Reiseexperten für alle Aufenthalte im Ausland aus Sicherheitsgründen generell die Mitnahme einer zweiten Geldkarte empfehlen, ist die Reisekreditkarte auch für Personen, die schon im Besitz einer gängigen Kreditkarte sind, ein kostenloses, ergänzendes Zahlungsmittel und beruhigendes Sicherheitspolster für Notfälle.

 

Sicherheit beim Geld abheben im Senegal

Senegal gehört zu den sicheren Ländern Afrikas. In der Hauptstadt Dakar existieren allerdings einige soziale Brennpunkte, die man als Fremder meiden sollte. Die Bevölkerung gilt als außerordentlich gastfreundlich. Trotzdem sollte man, besonders im Umgang mit Bargeld und Geldkarten wie überall auf Reisen eine besondere Vorsicht walten lassen. Verdeckte PIN Eingabe und die separate Aufbewahrung von PIN und zugehöriger Karte sollte Routine sein. Auf keinen Fall sollte man sich beim Geld abheben oder der Eingabe der PIN beobachten lassen. Wenn möglich sollte man zum Geld abheben einen Automaten wählen, der an einem hellen und einsehbaren Platz steht. Nicht aktuell benötigtes Bargeld und Wertsachen sind am sichersten im Hotelsafe oder in der jeweiligen Unterkunft des Vertrauens deponiert.

Für den Fall eines Verlustes, Diebstahls oder Missbrauchs der Karte gibt es eine schnelle Abhilfe: Es existiert ein internationaler Sperrnotruf. Durch den Anruf bei dieser Hotline wird die betroffene Karte unmittelbar gesperrt. Zur Nummer geht es über den nachfolgenden Link. Nur wer unverzüglich handelt, kann sich vor möglichen größeren finanziellen Schäden schützen. Generell wird auf Reisen die Mitnahme einer zweiten Geldkarte empfohlen, damit im Falle einer temporären Sperrung der Karte der Bargeldfluss während der verbleibenden Reisezeit aufrechterhalten werden kann.

Die Einhaltung dieser Maßnahmen ist ohne viel Aufwand realisierbar und kann den Reisenden eventuell vor großen finanziellen Verlusten bewahren. Rüstet man sich bzw. die Reisekasse nach gründlicher Recherche mit den nötigen und kosteneffizienten Zahlungsmitteln aus, kann man den Aufenthalt im Senegal – hoffentlich nicht nur in Geldangelegenheiten – entspannter genießen.

Ein Hinweis noch, der für alle Kreditkartenbesitzer im Urlaub relevant ist: Vor jeder Auslandsreise sollte der Kreditkartenanbieter unbedingt über den geplanten Auslandseinsatz der Karte informiert werden, da es sonst vorkommen kann, dass die Karte wegen Verdacht auf Kartenmissbrauch seitens des Anbieters aus Sicherheitsgründen gesperrt wird.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass der Aufwand einer gründlichen Liquiditätsplanung für den Auslandsaufenthalt ein geringer ist, verglichen mit dem Ärger und den Kosten, die so verhindert werden können.

 

 
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