Geld abheben in Guinea


Gebührenfrei Geld abheben in GuineaGuinea befindet sich seit Jahren in einem innenpolitischen und humanitären Krisenzustand. Eine Reise nach Guinea wird derzeit ausschließlich für dringend benötigte medizinische oder entwicklungspolitische Mitarbeiter empfohlen, da das Land von offenen, blutigen Bandenkriegen beherrscht wird, innenpolitisch weitgehend außer Kontrolle ist, und bis heute immer noch Fälle der Ebola-Epidemie auftreten.

Vor diesem Hintergrund liest sich eine Reisebeschreibung dieses paradiesisch gelegenen Landes fast schon grotesk: Einsame Sandstrände, gesäumt mit Palmen und klarem Wasser bieten in Friedenszeiten die Möglichkeit, nach Herzenslust die Seele baumeln zu lassen und die Einsamkeit abseits der Touristenmassen zu genießen. Deutlich lebhafter geht es in dem ehemaligen Fischerdorf Conraky zu. Heute stellt das ehemalige Dorf als größte Stadt des Landes die Hauptstadt dar.

Neben dem Nationalmuseum, welches vor allem afrikanische Kunstobjekte ausstellt, lohnt sich ein Besuch der Faysal Moschee, die auch die größte Moschee im Westen von Afrika ist. Von der HochebeneFouta-Djalon bietet sich ein atemberaubender Anblick auf die umliegende Landschaft. Im Guinée Forestière Nationalpark gibt es die Möglichkeit, aus nächster Nähe Waldelefanten zu beobachten. Sollte man an dem Tag kein Glück haben und die Dickhäuter erspähen, kann man alternativ dazu selbst auf den Elefantenpfaden durch den Regenwald wandern.

Auch wenn eine Reise nach Guinea derzeit nur streng organisiert von wenigen staatlichen oder humanitären Einrichtungen stattfinden kann, ist es unabdingbar, sich vor der Reise über die Bargeldversorgung und Zahlungsmodalitäten vor Ort zu informieren. Da aus Sicherheitsgründen nicht empfohlen wird, das gesamte Reisebudget als Bargeld mitzunehmen ist es erforderlich, sich rechtzeitig um die Bargeldversorgung bzw. geeignete Zahlungsmittel zu kümmern, um sich während des Aufenthaltes in Guinea mit der notwendigen Menge an Landeswährung versorgen zu können. Informationen dazu und vieles mehr rund ums Thema Bargeldversorgung, Akzeptanz von Geldkarten, Umtausch von Euro in Landeswährung, bargeldlose Zahlung,, sowie einige wichtige Hinweise zum sicheren Umgang mit Geldmittel in Guinea ist in folgendem Beitrag zusammengefasst.

 

Guinea-Franc (GNF) – die Landeswährung

Die Landeswährung und somit offizielles Zahlungsmittel von Guinea ist der Guinea-Franc, unterteilt in 100 Centimes. Guinea-Franc ist in Münzen und Banknoten erhältlich, deren Stückelung aus der folgenden Tabelle zu entnehmen ist:

Münzen: 1, 5, 10, 25 Guinea-Franc
Scheine: 100, 500, 1000, 5000 Guinea-Franc

Die Einfuhr sowie Ausfuhr der Landeswährung ist untersagt. Fremdwährung kann hingegen unbeschränkt eingeführt werden, unterliegt jedoch der Deklarationspflicht. Die Ausfuhr beschränkt sich auf die Betragshöhe, die bei der Einfuhr deklariert wurde.

 

Geld wechseln in Guinea

Ein Umtausch in die Landeswährung vor Reisebeginn erübrigt sich, denn die Einfuhr des Guinea-Franc ist verboten. Umtauschmöglichkeiten stehen jedoch in Guinea in einigen Hotels sowie den großen Banken im Land zur Verfügung. In der Regel haben Banken von montags bis freitags morgens zwischen 08:30 Uhr bis 12:30 Uhr sowie nachmittags von 14:30 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet. Vom Umtausch sollten die Wechsel- und Einlöse-Belege unbedingt aufbewahrt werden, um diese bei der Ausreise auf Verlangen vorlegen zu können. Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass die Beträge vom Geldwechsel richtig in das Deklarationsformular eingetragen wurden. Durch das Ausfuhrverbot der Landeswährung empfiehlt es sich, nur nach Bedarf in den Guinea-Franc umzutauschen. Auf die Mitnahme von ausreichend Bargeld ist zu achten, da keine Geldautomaten zum Geld abheben in Guinea zur Verfügung stehen.

 

Reiseschecks einlösen in Guinea

Die Mitnahme von Reiseschecks in der Reisekasse als zusätzliches Zahlungsmittel sollte bei einer Reise nach Guinea überdacht werden. Reiseschecks bieten zwar den Vorteil, dass sie im Falle eines Verlustes direkt ersetzt werden, aber erfahren generell einen weltweiten Rücklauf. Ebenso ist in Guinea zu beachten, dass beim Einlösen von Reiseschecks sehr hohe Gebühren von bis zu 14 Prozent anfallen. In kleineren Geldinstituten kann es sogar vorkommen, dass noch höhere Aufschläge fällig werden. Wer dennoch nicht auf die Mitnahme von Reiseschecks verzichten möchte, sollte diese am besten auf Euro oder US-Dollar ausstellen lassen. Im Allgemeinen ist bei einer Reise nach Guinea darauf zu achten, dass ausreichend Bargeld mitgeführt wird und sich zumindest eine Kreditkarte in der Reisekasse als zusätzliches Zahlungsmittel befindet.

 

Bargeldlose Bezahlung in Guinea

Kreditkarten werden zur bargeldlosen Bezahlung in Guinea weitestgehend akzeptiert. Ob das gebuchte Hotel Kreditkarten als Zahlungsmittel akzeptiert, kann bereits bei der Buchung abgeklärt werden. Wird die Kreditkarte für bargeldlose Zahlungen genutzt, wird eine Gebühr seitens des Kreditkarteninstituts zwischen 1 und 4 Prozent des verfügten Betrags berechnet. Für eine Auskunft zur genauen Gebührenhöhe sollte man sich direkt an das zuständige Kreditkarteninstitut wenden. Um die Gebühr für den Auslandseinsatz zu umgehen und auch um bei Zahlungen der Rechnungen weitaus flexibler zu sein, sollte in Guinea immer auf ausreichend Bargeld in der Reisekasse geachtet werden.

Geld abheben in Guinea per EC-Karte

Mit einer EC-Karte ist es nicht möglich Geld abzuheben in Guinea. Deswegen empfiehlt es sich vor allem auf eine ausreichende Bargeldreserve in der Reisekasse zu achten. Dennoch ist eine EC-Karte zumindest bei den Reisevorbereitungen nicht unnütz. Aufpassen sollte man bei bankfremden Geldautomaten. Hierbei wird oftmals eine Extragebühr der Bank berechnet, die sich zwischen 5 und 10 Euro bewegen kann. Weitaus kostengünstiger ist es beim Benutzen eines bankfremden Geldautomaten die Kreditkarte zum Geld abheben zu verwenden. Unabhängig welcher Geldautomat aufgesucht wird, wird innerhalb der Länder, die den Euro als Landeswährung haben, keine Auslandseinsatzgebühr fällig. Ist man zudem im Besitz einer gebührenfreien Kreditkarte, ist es sogar möglich weltweit gebührenfrei Geld abzuheben. Weitere Informationen lassen sich aus dem nächsten Abschnitt entnehmen.

 

Geld abheben in Guinea per Kreditkarte

Auch mit einer Kreditkarte ist es nicht möglich, in Guinea an einem dafür geeigneten Automaten Bargeld abzuheben. Jedoch ist auch die Kreditkarte ein hilfreiches Zahlungsmittel in der Reisekasse. Neben der Möglichkeit sie zum bargeldlosen Bezahlen einzusetzen, kann sie zusätzlich bei den Reisevorbereitungen helfen. Mit einer Kreditkarte kann an jedem Geldautomaten innerhalb der Länder, die den Euro als Landeswährung haben, gebührenfrei Geld abgehoben werden. Außerhalb dieser Länder wird oftmals eine Auslandseinsatzgebühr zwischen 1 und 4 Prozent berechnet.

Nur einige wenige Onlinebanken bieten eine sogenannte Reisekreditkarte an, die in der Anschaffung kostenfrei ist und, mit der es möglich ist, die normalerweise vom Anbieter berechneten Auslandseinsatzgebühren einzusparen. Diese Anbieter erheben keinerlei Gebühren für den Einsatz der Reisekreditkarte an Geldautomaten im Ausland sowie an inländischen Fremdbanken. Die gelisteten Banken bieten eine kostenfreie VISA- oder MasterCard in Kombination mit einem ebenfalls kostenfreien Girokonto an, das bequem als Reise- oder Zweitkonto geführt werden kann, da kein monatlicher Zahlungseingang erforderlich ist. Auf diese Weise lässt sich bei jeder Auslandsreise bares Geld sparen, dass sonst bei der Hausbank gelandet wäre. Da auch im Inland keine Gebühren für den Einsatz an Fremdbanken veranschlagt werden, kann diese Karte auch nach der Reise bares Geld sparen.
 

 
Auch im Zeitalter des Internets brauchen wichtige Dinge eine gewisse Zeit. So dauert die gesamte Bearbeitungszeit vom Ausfüllen des Antrags über die Bonitätsprüfung bis zum Erhalt der Kreditkarte bis zu 10 Tage. Diese Zeitspanne sollte man einkalkulieren und den Antrag rechtzeitig vor Reisebeginn nach Guinea abschicken.

 

Sicherheit beim Geld abheben in Guinea

Guinea gehört zu den gefährlichen Reiseländern. Bandenkriminalität und Überfälle, sogar Raubmorde gehören zum traurigen Alltag Guineas. Tritt man nach durchdachter Risiko-Nutzen Abwägung, zum Beispiel als Arzt ohne Grenzen oder Mitarbeiter humanitärer oder entwicklungspolitischer Einrichtung trotzdem die Reise nach Guinea an, muss man sich konsequent die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes halten, um nicht Leib und Leben unnötig in Gefahr zu bringen.

Beim Verlassen des Hotels sollten alle Wertsachen und Zahlungsmittel, aber auch Reisedokumente im Hotelsafe aufbewahrt werden. Im Umgang mit Bargeld sollte man in der Öffentlichkeit vorsichtig sein, da die öffentliche Gewaltbereitschaft sehr hoch ist. Auch wenn in Guinea selbst keine geeigneten Geldautomaten zur Verfügung stehen, so sollte man bei der Anreise und auch in den umliegenden Ländern besonderes Augenmerk auf sicheres Geld abheben legen, verdeckte PIN Eingabe und getrennte Aufbewahrung von PIN und Karte sollten überall selbstverständlich sein. Die Nummer des internationalen Sperr-Notrufs sollte stets mitgeführt werden.

Ein Hinweis noch, der für alle Kreditkartenbesitzer im Urlaub relevant ist: Vor jeder Auslandsreise sollte der Kreditkartenanbieter unbedingt über den geplanten Auslandseinsatz der Karte informiert werden, da es sonst vorkommen kann, dass die Karte wegen Verdacht auf Kartenmissbrauch seitens des Anbieters aus Sicherheitsgründen gesperrt wird. Abschließend bleibt festzuhalten, dass der Aufwand einer sorgfältigen Liquiditätsplanung für den Auslandsaufenthalt ein geringer ist, verglichen mit dem Ärger und den Kosten, die so verhindert werden können.

 

 

 
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