Geld abheben in Madagaskar


Währung, Geld und Zahlungsmittel in MadagaskarBedeckt von einer 20 Meter dicken, roten Erdschicht wird Madagaskar auch „Rote Insel“ genannt. Touristisch noch wenig erschlossen, bietet sie dennoch dem neugierigen Reisenden nach Madagaskar ein Erlebnis, das lange im Gedächtnis bleibt. Die Heimat der Lemuren lässt Sonnenhungrige an den palmengesäumten Badestränden die Zeit vergessen, passionierte Taucher können bei einem der Tauchgänge zu den farbenprächtigen Korallenriffe in eine andere Welt abtauchen. Zahlreiche Nationalparks bieten dem Abenteurer oder Individualtouristen genügend Abwechslung, die einmalige Flora und Fauna der Insel zu entdecken.

Die traumhaften Badeinseln Sainte Marie oder Nosy Be sind einen Ausflug in jedem Fall wert. In der Hauptstadt Antananarivo erwartet den Touristen die einmalige Lage der Stadt und ein beeindruckender Ausblick. Wie in dem Lagerfeuer-Lied „Wir lagen vor Madagaskar“ fühlt sich der Urlauber im dortigen Piratenmuseum. Dies und vieles mehr gibt es zu erkunden in Madagaskar, deshalb gehört nicht nur ein guter Reiseführer ins Gepäck, sondern auch eine, den individuellen Ansprüchen entsprechend, möglichst gut gefüllte Reisekasse. Welche Zahlungsmittel für die Reise geeignet sind und vieles mehr zum Thema Umtausch in Landeswährung, Akzeptanz von Kreditkarten, Gebühren und Möglichkeiten deren Einsparung, sowie einige sicherheitsrelevante Tipps für die Reise nach Madagaskar ist in den folgenden Abschnitten zusammengefasst.

 

Malagasy Ariary (MGA) – die Landeswährung Madagaskars

Die offizielle Landeswährung und zugleich Zahlungsmittel von Madagaskar ist der Ariary, unterteilt in 5 Iraimbilanja. Der Ariary ist in Münzen und Banknoten erhältlich, wie aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich:

Münzen: 1, 2, 4, 10, 20 Ariary
Scheine: 100, 200, 500, 1000, 2000, 5000, 10.000 Ariary

Die Einfuhr der Landeswährung ist auf 500.000 Ariary beschränkt, Fremdwährung kann hingegen ohne Beschränkung eingeführt werden. Eine Deklarationspflicht besteht jedoch ab einem Gegenwert von 7.500 Euro. Die Ausfuhr beschränkt sich maximal auf den bei der Einfuhr deklarierten Betrag.

 

Geld wechseln in Madagaskar

Euro oder US-Dollar werden überall in Madagaskar problemlos in Banken, offiziellen Wechselstuben, Hotels oder am Flughafen umgetauscht. Deswegen erübrigt sich auch ein vorheriger Umtausch in Landeswährung vor der Reise bei der Hausbank. Es ist empfehlenswert, nur so viel umzutauschen, wie man realistisch benötigt, denn ein Rücktausch der Landeswährung ist nicht möglich. Eine grobe Kostenabschätzung vorab kann vor Verlusten schützen. Auf eine kleine Stückelung der Scheine sollte geachtet werden, um eventuellen Problemen bei der Herausgabe von Wechselgeld vorzubeugen, denn Bargeld ist in Madagaskar fast überall Mangelware.

Banken können von montags bis freitags zwischen 08:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 15:30 Uhr aufgesucht werden. Vom Geldwechsel auf dem Schwarzmarkt wird dringend abgeraten. Die Gefahr, hierbei Opfer eines Betruges oder von Geldfälschern zu werden ist viel zu hoch. Wer offiziell Kosten sparen möchte, sollte dies nicht in der Unterwelt versuchen, sondern im Internet bei der Auswahl einer gebührenfreien Kreditkarte.

 

Reiseschecks einlösen in Madagaskar

In Banken und größeren Hotels kann man Reiseschecks, die auf Euro oder US-Dollar ausgestellt sind, umtauschen. Möchte man Reiseschecks als alternatives Zahlungsmittel nutzen, sollte man die Kaufquittungen dabei haben. Ohne sie ist ein Umtausch nicht möglich.

 

Bargeldlose Bezahlung in Madagaskar

Die bargeldlose Bezahlung funktioniert in Madagaskar mit einer Visa-Karte am besten, sie erfährt überall im Land die höchste Akzeptanz. EC-Karten sind für das Bezahlen in Madagaskar nutzlos, sie werden nirgendwo akzeptiert. Am häufigsten ist eine bargeldlose Zahlung mit einer Kreditkarte in den gehobenen Hotels der Hauptstadt, Reiseagenturen oder den Filialen von Air Madagaskar möglich. In anderen Städten hält sich die Möglichkeit der bargeldlose Zahlung per Kreditkarte sehr in Grenzen. Die bargeldlose Zahlung mit der Karte ist äußerst praktisch, modern, unkompliziert und bequem, hat aber einige limitierende Faktoren in der Nutzung. Einer davon sind die teilweise hohen Gebühren, die von den Anbietern der gängigen Kreditkarten erhoben werden. Ausnahmen bilden die sogenannten Reisekreditkarten, bei denen einige Anbieter keine Gebühr für den Auslandseinsatz der Karte berechnen.

Die Akzeptanzstelle vor Ort schlägt bei einer bargeldlosen Zahlung sehr oft eine Sondergebühr auf, die bei bis zu 3 Prozent liegen kann. Das zuständige Kreditkarteninstitut lässt sich die bargeldlose Transaktion ebenfalls etwas kosten. Mit 1 bis 4 Prozent Auslandseinsatzgebühr schlägt diese Gebühr bei jeder Zahlung zu Buche. Günstiger ist es deshalb, an den dafür geeigneten Automaten Bargeld in Landeswährung abzuheben und bar zu bezahlen. Mit Bargeld in der Reisekasse ist man in Madagaskar generell flexibler, da die bargeldlose Zahlung nicht in jedem Winkel des Landes möglich ist.

Geld abheben in Madagaskar per EC-Karte

Nicht nur beim Bezahlen ist die EC-Karte die ungünstigere Alternative. Auch beim Geld abheben in Madagaskar ist sie dem Reisenden wenig hilfreich. Es gibt zwar einen stetigen Anstieg an Geldautomaten in großen Städten, aber diese akzeptieren in der Regel keine EC-Karten. Vor Reisebeginn sollte man sich deshalb mindestens eine Kreditkarte zulegen, um den kontinuierlichen Bargeldzufluss in der Reisekasse zu gewährleisten. Unter Verwendung einer kostenlosen Reisekreditkarte umgeht man sogar die von den herkömmlichen Kreditkartenanbietern auferlegten Auslandseinsatzgebühren für die Fremdnutzung der Karte.

 

Geld abheben in Madagaskar per Kreditkarte

Die Anzahl der Geldautomaten in Madagaskar steigt stetig. Mit einer Visa-Karte hat man die größten Chancen, einen geeigneten Geldautomaten ausfindig zu machen, welcher diese zum Zweck des Geldabhebens in Landeswährung akzeptiert. Besitzer einer Mastercard können bisher nur an den Geldautomaten der BNI Bank Geld abheben. Der Auszahlungsbetrag pro Abhebung variiert zwischen 200.000 bis 400.000 Ariary. Auch hier ist, ähnlich wie bei der bargeldlosen Zahlung zu berücksichtigen, dass die Kreditkarteninstitute im Regelfall für den Einsatz der Kreditkarte zum Zweck des Geldabhebens in Madagaskar ein Auslandseinsatzentgelt berechnet. Die Gebühr für den Auslandseinsatz liegt im Regelfall zwischen 1 und 4 Prozent. Die genaue Höhe erfährt man aus den Vertragsunterlagen der jeweiligen Karte oder auf direkte Nachfrage beim Kreditkarteninstitut.

Nicht aber bei der Verwendung einer der Kreditkarten der Banken, welche in nachfolgendem Link zusammengestellt sind. Mit diesen Reisekreditkarten ist es möglich, in Madagaskar gebührenfrei Geld abzuheben. Die dort angebotenen Kreditkarten sind außerdem kostenfrei, der Antrag kann direkt und unkompliziert online ausgefüllt werden. In einigen Fällen ist die Eröffnung eines Kontos erforderlich, dieses ist ebenfalls kostenlos und kann als Reisekonto oder Zweitkonto im Alltag genutzt werden. Auch an deutschen Fremdbanken erheben diese Anbieter keine Gebühr für den Fremdeinsatz der Karte. Diese Kreditkarten bieten ausschließlich Vorteile, sie bieten somit eine intelligente Alternative für den Einsatz als Zahlungsmittel in Madagaskar.
 

 
Einplanen sollte man allerdings eine Bearbeitungsdauer von bis zu 10 Tage, bis die Reisekreditkarte nach erfolgreicher Bonitätsprüfung zugesendet wird und für die Reise einsatzbereit ist.

Sicherheit beim Geld abheben in Madagaskar

Bei aller Schönheit des Landes darf nicht vergessen werden, dass Madagaskar immer noch ein Drittweltland ist. Deshalb sollte man vor allem auf seine Wertsachen ein besonderes Auge haben. Die Fälle von Taschendiebstählen haben in letzter Zeit zugenommen. Besondere Vorsicht walten lassen beim Umgang mit Wertsachen und Ausweispapieren. Die Reisehinweise vom Auswärtigen Amt sind immer auf den aktuellen Stand und können über den unten aufgeführten Link aufgerufen werden.

Doch auch kostenlose und gebührenfreie Karten bleiben bei fahrlässigem Umgang nicht vor Verlust oder Missbrauch während der Reise verschont. Prophylaktisch kann man sich schützen, indem man darauf achtet, die PIN verdeckt einzugeben und diese getrennt von der zugehörigen Karte aufzubewahren. Kommt es dennoch zu Verlust oder Missbrauch, muss die betroffene Karte unverzüglich gesperrt werden. Dies geschieht durch einen Anruf beim internationalen Sperr-Notruf, der zu jeder Tages- und Nachtzeit an jedem Wochentag erreichbar ist. Über den nachfolgenden Link gelangt man direkt zu dieser Nummer. Voraussetzung dafür ist, die Nummer der Sperr-Notrufs entweder auswendig zu wissen, oder notiert bei sich zu führen.
Mit diesen Informationen und einer kosteneffektiven Kombination geeigneter Zahlungsmittel in der Reisekasse kann man sich auf eine spannende Reise in ein wunderschönes Land freuen.

 

 

 
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