Geld abheben in Myanmar


Gebührenfrei Geld abheben in MyanmarMyanmar gehört zu den Reiseländern mit hoher politischer Brisanz. Für Teile des Landes herrschen immer wieder Einreiseverbote, weil immer noch in einigen Gebieten Kämpfe rebellierender Gruppen ausgetragen werden. Touristen sind aber nicht Ziel dieser Ausschreitungen und können sich relativ sicher frei im Land bewegen. Trotzdem sollte man unbedingt die vom Auswärtigen Amt empfohlenen Sicherheitshinweise beachten.

Myanmar gewinnt trotz allem zunehmend an Bedeutung als Reiseziel in Asien. Die kulturellen und landschaftlichen Schätze Myanmars locken vor allem Rucksack-Reisende und Entdecker in das touristisch noch wenig erschlossene Land. Bevor man das gastfreundliche Land bereist, sollte man sich über die Gegebenheiten vor Ort informieren. Hierzu gehört auch, dass die Bargeldversorgung während der Reise sichergestellt wird. In Myanmar gelten in puncto Währung, Geld und Zahlungsmittel Besonderheiten, die unbedingt zu berücksichtigen sind. Der folgende Bericht beantwortet Fragen zur Reisekasse und verrät, wie sich die hohen Gebühren beim Geld abheben in Myanmar vermeiden lassen. Außerdem erhält man wichtige Hinweise zum sicheren Umgang mit Geld und den geltenden Bestimmungen in Myanmar.

 

Myanmars Landeswährung – Der Kyat

Landeswährung Kyat MyanmarDer myanmarische Kyat stellt die offizielle Landeswährung dar. Aufgrund des niedrigen Wertes der Währung ( 1 € = ca. 1300 Kyat ) erhält man beim Eintauschen von Euro oder US-Dollar ganze Bündel an Geldscheinen, was zunächst für etwas Verwunderung sorgen kann. Mancherorts lässt sich aber auch in US-Dollar, Euro oder Singapur-Dollar bezahlen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Banknoten absolut neuwertig erscheinen. Beschädigte oder eingerissene Scheine werden in der Regel abgelehnt.

Ein relevanter Punkt, der bei US-Dollar als Zahlungsmittel beachtet werden muss, ist das Alter der Banknoten und die Seriennummer. Scheine, die vor 1996 gedruckt wurden sowie Scheine, deren Seriennummer mit „CB“ beginnt, werden in Myanmar generell nirgendwo akzeptiert. In Myanmar besteht ein wahrer Kult um die Schönheit von Banknoten, was einem Reisenden aus Mitteleuropa sehr befremdlich vorkommt. Nicht selten werden mitgebrachte Banknoten von einem Bankmitarbeiter mithilfe einer Lupe untersucht, bevor diese in Kyat umgetauscht werden.

In Umlauf befindliche Geldscheine und Münzen:

Münzen 1, 5, 10, 25, 50 und 100 Pya
Banknoten 1, 5, 10, 15, 20, 45, 50, 90, 100, 200, 500, 1000, 5000 und 10000 Kyat

 

Geld einwechseln in Myanmar

Ein vorheriges Umtauschen in die Landeswährung Kyat entfällt, da die Währung hierzulande erst von den Banken bestellt werden müsste. Ohnehin wären die Wechselkurse bedeutend schlechter als bei den Banken oder Wechselstuben in Myanmar. Euro oder US-Dollar lassen sich bereits bei der Ankunft an einem internationalen Flughafen in die Landeswährung tauschen. In diesem Fall wird ein Umtausch am Flughafen bei Ankunft sogar empfohlen, da ein günstiger Wechselkurs in den Hotels oder Banken in Myanmar, im Gegensatz zu den meisten Reiseländern, nicht gewährleistet ist.

Vom Geldwechsel auf offener Straße oder bei Privatpersonen wird dringend abgeraten, da die Kriminalitätsrate in Bereichen der Raub- und Diebstahldelikte in Myanmar sehr hoch ist.

Wie bereits erwähnt, ist darauf zu achten, dass sich die Banknoten in einem einwandfreien Zustand befinden müssen, um sie eintauschen zu lassen. Geld sollte immer an den offiziellen Bankschaltern oder Wechselstuben getauscht werden, da Hotels einen wesentlich schlechteren Umrechnungskurs anbieten. Ein vorheriger Vergleich der tagesaktuellen Wechselkurse der in Frage kommenden Umtauschstellen kann bares Geld sparen.

Überall beim Geld wechseln in Myanmar gilt: Je größer der Schein desto besser der Umrechnungskurs. Klingt komisch, entspricht aber der Realität in Myanmar. Mit einer 100-Dollar Banknote erhält man einen günstigeren Umrechnungskurs als mit kleineren Scheinen. Reiseschecks werden in Myanmar nicht akzeptiert und stellen daher keine Alternative für eine brauchbare Reisekasse dar.

 

Bargeldlose Bezahlung in Myanmar

Die bargeldlose Bezahlung hat sich welt eit als bequeme und sichere Form der Zahlung etabliert. Nicht so in Myanmar. Hier zählt vielerorts noch die alte Weisheit: Nur Bares ist Wahres. Kreditkarten und EC-Karten werden als Zahlungsmittel ausschließlich in großen Hotels und neuen Shopping Malls akzeptiert. In Restaurants, Supermärkten oder besonders in den ländlichen Regionen Myanmars stößt man sehr oft auf Verwunderung, sobald per Karte bezahlt werden möchte. Daher sollte bei Ausflügen in ländliche Gebiete stets ausreichend Bargeld in Landeswährung mitgeführt werden.

 

Geld abheben in Myanmar per EC-Karte oder Kreditkarte

Erst im Jahre 2013 wurde Myanmar an das internationale Bankennetz angeschlossen und entsprechende ATM Geldautomaten aufgestellt. Seither lässt sich Geld per Kreditkarte oder EC-Karte abheben. Akzeptierte Kreditkarten sind VISA- und Mastercard. Bei EC-Karten muss vor Reisebeginn bei der Bank nachgefragt werden, ob diese auch für Myanmar freigeschaltet sind.

Je nach Bank werden bei Auslandsabhebungen sogenannte Transaktionskosten oder Auslandseinsatzgebühren in Höhe von 5 bis 10 Euro berechnet. Diese Summe wirkt auf den ersten Blick nicht erschreckend, kann sich aber mit steigender Anzahl der Abhebungen zu einem nicht zu vernachlässigenden Fehlbetrag in der Reisekasse addieren. Daher ist es sinnvoll, bei der Wahl der Kreditkarte darauf zu achten, dass der Anbieter diese Kosten für den Fremdeinsatz der Karte an ausländischen Geldautomaten nicht berechnet.

Die Lösung bieten sogenannte Reisekreditkarten. Diese kostenlosen Kreditkarten werden von einigen wenigen Onlinebanken angeboten. Sie sind sowohl im Erwerb als auch im Einsatz zum Geld abheben an Fremdbanken im In- und Ausland weltweit kostenlos. Diese Anbieter sind über den folgenden Link gelistet. In Traveller-Kreisen erfreuen sich diese Kreditkarten einer immer größer werdenden Beliebtheit, da weltweit auf jeder Reise eine nicht zu verachtende Summe Gebühren gespart werden kann. Auch für Personen, die bereits eine Kreditkarte besitzen, eignet sich die Reisekreditkarte aufgrund ihrer Breitbandigkeit als Ergänzung, auch für den Geldbeutel im Alltag.
 

 
Der Antrag ist unkompliziert gestaltet, wird online ausgefüllt und danach ausgedruckt. Mithilfe des Post-Ident-Verfahrens lässt sich der Identifizierungsvorgang des Antrags abschließen. Dies kann gemeinsam mit der Absendung des Antrags an der nächsten Postfiliale erledigt werden. Durch die Beantragung entstehen keinerlei Kosten. Impliziert ist bei den meisten Anbietern ein kostenloses Girokonto. Da für dieses Konto keinen monatlichen Zahlungseingang gefordert wird, eignet es sich ideal als Reisekonto oder kostenloses Zweitkonto für zuhause. Eine Bearbeitungszeit von bis zu zwei Wochen vom Tag der Antragstellung sollte allerdings einkalkuliert werden, um bei Reisebeginn über die neue Kreditkarte verfügen zu können.

Welche Geldautomaten sich in Myanmar für eine Bargeldabhebung in Landeswährung eignen, lässt sich an den daran angebrachten Logos der Kartenbetreiber erkennen. Am meisten Akzeptanz finden Kreditkarten von VISA und Mastercard. Die Menüführung lässt sich nach dem Einschieben der Karte auf Englisch anwählen.

Die Geldautomaten in Myanmar sind mit einem Tageslimit versehen, welches vom Automatenbetreiber vorgegeben wird. Dies sollte vor längeren Ausflügen in ländliche Gegenden berücksichtigt werden, da dort nur selten Geldautomaten vorzufinden sind. Daher sollte man sich bereits rechtzeitig in den Städten wie Yangon oder Mandalay mit ausreichend Bargeld bevorraten.

 

Sicherheit beim Umgang mit Geld

Myanmar gilt gemessen am pro Kopf Einkommen als ein armes Land. Daher sollte vermieden werden, mit übermäßigem Reichtum zu protzen. Die Einwohner Myanmars gelten als sehr gastfreundlich, weshalb besonders gutgläubige Urlauber auf kriminelle Geldwechsler hereinfallen. Die Schwarzhändler bieten einen unkomplizierten Eintausch von Euros oder Dollars in die Landeswährung an. In der Regel handelt es sich um eine Betrugsmasche, bei der Geld zu einem wesentlich schlechteren Umrechnungskurs getauscht wird als zuvor versprochen.

Der Geldumtausch in Landeswährung sollte aus oben genannten Gründen ausschließlich in Banken oder Wechselstuben vorgenommen werden. Geldautomaten sollte man nur tagsüber nutzen und Automaten an belebten Straßen, einsehbaren Wechselstuben oder großen Banken bevorzugen. Die getrennte Aufbewahrung von PIN und Karte sowie die verdeckte PIN Eingabe sollte Routine sein. Im Falle eines Verlustes oder Diebstahls sollte umgehend der Kartensperrnotruf kontaktiert werden. Zur Nummer gelangt man über den nachfolgenden Link. Durch den Anruf wird die betroffene Karte, nach Nennung der Kartennummer, sofort gesperrt, größere finanzielle Schäden können so eventuell verhindert werden. Voraussetzung ist, dass die Nummer des Sperr-Notrufs immer – getrennt von der Karte – mitgeführt wird.

Mit diesen wenigen, aber hilfreichen Informationen zur Sicherheit und einer Kombination geeigneter Zahlungsmitteln im Gepäck ist man für einen Urlaub oder eine Dienstreise nach Myanmar bestens vorbereitet. Weitere Hinweise zur Sicherheit findet man auch auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

 

 
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