Geld abheben in Serbien


Gebührenfrei Geld abheben in SerbienMitten im Zentrum der Balkanhalbinsel liegt Serbien. Die zahlreichen Flüsse und Seen bieten zu der sonst grünen Landschaft eine willkommene Abwechslung. In einem der fünf Nationalparks, den 20 Naturparks oder auch in einem der ungefähr 590 Naturschutzgebiete schlägt das Herz eines jeden Naturfreundes höher.

Dank der über 1000 kalten sowie warmen Mineralquellen und den über 53 Thermalbädern bietet Serbien auch für den Erholungssuchenden ein abwechslungsreiches Programm. In der lebhaften Metropole Belgrad, die auch das kulturelle Zentrum des Landes ist, findet sich unter den architektonisch beeindruckenden Bauwerken auch ein erstaunlich erlebnisreiches Nachtleben.

Serbien gehört nicht zu den überteuerten Reisezielen Europas, trotzdem ist es notwendig zu wissen, wie man während der Reise die Bargeldversorgung während des Aufenthaltes aufrechterhalten kann ohne sich bei der Endabrechnung über unnötige Gebühren ärgern zu müssen. Da vor der Mitnahme größerer Summen Bargeld auf Reisen grundsätzlich gewarnt wird, sollte man sich ebenfalls gründlich über die Alternativen in Form von EC-Karten, Kreditkarten und Reiseschecks erkundigen. Alles hierzu sowie kompakte Informationen zu den Themen Zahlungsmittel, Landeswährung, Geldumtausch, Gebühren und deren Umgehung, außerdem einige sicherheitsrelevante Tipps für die Reise nach Serbien kann man im folgenden Beitrag nachlesen.

 

Serbischer Dinar (RSD) – die Landeswährung

In Serbien ist die Landeswährung und zugleich offizielles Zahlungsmittel der Serbische Dinar, unterteilt in 100 Para. Seit 2008 ist die 50 Para Münze aus dem Zahlungsverkehr genommen worden und die Unterteilung somit eigentlich bedeutungslos. Der Serbische Dinar ist in Münzen und Banknoten erhältlich wie aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich:

Münzen: 1, 2, 5, 10, 20 Serbische Dinar
Scheine: 10, 20, 50, 100, 200, 500, 1000, 2000 Serbische Dinar

Die Einfuhr der Landeswährung ist nur bis zu einem Gegenwert von 10.000 Euro gestattet. Beträge die darüber liegen, müssen bei einer ausländischen Bank gekauft werden und nachweisbar sein durch einen entsprechenden Beleg. Werden Serbische Dinar mit Devisen gleichzeitig ausgeführt, darf der Gegenwert 10.000 Euro nicht übersteigen. Fremdwährung darf unbegrenzt eingeführt werden, muss aber ab einem Gegenwert von 10.000 Euro beim Zoll deklariert werden. Die hier erhaltene Quittung sollte unbedingt bis zur Ausreise zur eventuellen Vorlage aufbewahrt werden.

 

Geld wechseln in Serbien

Um einen besseren Wechselkurs zu erhalten ist es empfehlenswert, erst vor Ort Bargeld in Landeswährung umzutauschen. Ein Umtausch in die Landeswährung ist ratsam, denn der Euro ist als offizielles Zahlungsmittel nicht zugelassen. Möglichkeiten zum Geldwechsel bestehen in einer Menjacnica, der serbischen Wechselstube oder auch in der Bank. Je nach Bank und Region können die Öffnungszeiten variieren.

Die Kernöffnungszeit liegt aber in der Regel von montags bis freitags zwischen 08:00 bis 19:00 Uhr, sowie samstags von 08:00 bis 12:00 Uhr. Unabhängig von Öffnungszeiten der Banken kann man mit einer EC- oder Kreditkarte rund um die Uhr an geeigneten Geldautomaten Bargeld abheben in Serbien.

 

Reiseschecks einlösen in Serbien

In Serbien werden Reiseschecks, unabhängig davon in welcher Währung sie ausgestellt sind, nicht akzeptiert. Um dennoch flexibel in seiner Reisekasse sein zu können, sollte man mindestens eine Kreditkarte oder EC-Karte als zusätzliches Zahlungsmittel mit sich führen.

 

Bargeldlose Bezahlung in Serbien

Für bargeldlose Bezahlungen in Geschäften, Restaurants oder anderen Akzeptanzstellen stellt die Kreditkarte mit Abstand das geeignetste Zahlungsmittel dar. Sie wird fast überall zum Zweck der bargeldlosen Zahlung akzeptiert.
Bei Verwendung der Kreditkarte zum Zweck der bargeldlosen Zahlung, sollte man vorab wissen, dass das Kreditkarteninstitut eine Gebühr für den Einsatz der Karte an einem ausländischen Automaten berechnet. Dieses Auslandseinsatzentgelt liegt zwischen 1 und 4 Prozent des Rechnungsbetrages und ist abhängig vom abgeschlossenen Kreditkartenvertrag.

Es wird empfohlen, sich vor Reisebeginn nach Serbien über die genaue Höhe des Auslandseinsatzentgelts zu informieren, um böse Überraschung auf der Kreditkartenabrechnung am Ende der Reise zu vermeiden. Informationen hierüber kann man dem Kreditkartenvertrag entnehmen oder auch direkt bei dem zuständigen Kreditkarteninstitut erfragen oder diese in den Unterlagen des Kartenvertrags nachlesen.

Geld abheben in Serbien per EC-Karte

An Geldautomaten, die das Maestro-Zeichen tragen, ist es problemlos möglich mit seiner EC-Karte Geld abzuheben in Serbien. Vorteilhafterweise befindet sich an den meisten Geldautomaten dieses Zeichen. Aufpassen sollten Besitzer einer V-Pay-Karte. Mit diesem Kartenformat ist Geld abheben in Serbien generell nicht möglich. Auch zum Zweck der bargeldlosen Zahlung wird diese in Serbien nirgendwo akzeptiert, Besitzer einer solchen Karte sollten sich vor Reisebeginn nach einem alternativen Zahlungsmittel für die Reisekasse erkundigen.

Empfehlenswert ist hierbei eine Kreditkarte, denn mit ihr kann nicht nur Geld abgehoben werden, sie kann ebenfalls für bargeldlose Zahlung genutzt werden. Beim Geld abheben mit der EC-Karte ist zu beachten, dass die Hausbank für jede Bargeldabhebung ein Auslandseinsatzentgelt berechnet. Je nach Bank und abgeschlossenem Vertrag kann die Gebühr zwischen 5 und 10 Euro je Abhebung variieren.

 

Geld abheben in Serbien per Kreditkarte

Mit den gängigen Kreditkartenformaten Visa oder MasterCard ist es in Serbien überall möglich Geld abzuheben. Benötigt wird hierfür nur die gültige PIN. In der Regel berechnet das Kreditkarteninstitut für jede Abhebung per Kreditkarte eine Auslandseinsatzgebühr, die sich je nach Kreditkartenvertrag zwischen 1 und 4 Prozent der verfügten Summe bewegt. Die Summe dieser Gebühren kann am Ende jeder Reise als schmerzliche Summe in der Ausgabenspalte der Reisebilanz stehen, muss aber nicht: Bei einigen Online Anbietern sind sogenannte Reisekreditkarten erhältlich, mit denen weltweit gebührenfrei Bargeld in Landeswährung abgehoben werden kann ohne für den Einsatz der Karte Gebühren bezahlen zu müssen.

In Traveller-Kreisen haben sich sogenannte Reise-Kreditkarten bewährt, mit denen sich weltweit gebührenfrei Bargeld in der jeweiligen Landeswährung abheben lässt. Mittlerweile stellen einige Banken diese Kreditkarten kostenlos bereit. Es fallen weder Kosten für die Beantragung der Karte, noch für das Geld abheben weltweit im Ausland oder für den Bezug von Bargeld an inländischen Fremdbanken an. Auf diese Weise lassen sich diese lästigen Gebühren komplett vermeiden.

Auch für Reisende, die bereits im Besitz einer Kreditkarte sind, eignet sich die Reisekreditkarte als ergänzendes Zahlungsmittel in Serbien, da generell auf Reisen ins Ausland zur Mitnahme von mindestens zwei Geldkarten geraten wird. Sollte eine der Karte bei Verlust oder Diebstahl temporär gesperrt werden, kann man gegebenenfalls auf die Zweitkarte ausweichen, um die Bargeldversorgung für den Rest der Reise aufrecht zu erhalten. Kosten entstehen dabei nicht, denn diese Karten sind auch in der Anschaffung kostenfrei.
Das im Kartenvertrag implizierte Konto ist ebenfalls kostenlos. Für diese Konten werden weder eine Kontoführungsgebühr noch eine Bereitstellungsgebühr für die Geldkarte erhoben. Da die Konten derjenigen gelisteten Anbietern keinen monatlichen Zahlungseingang erfordern, eignen sie sich ideal als Zweitkonto oder Reisekonto. Zu einer Übersicht der Banken, die eine solche Kreditkarte kostenfrei anbieten, gelangt man über den untenstehenden Link.
 

 
In wenigen Minuten lässt sich der Antrag für eine solche Reisekreditkarte online ausfüllen. Wichtig ist, dass man eine Bearbeitungsdauer von ungefähr zwei Wochen nach Antragstellung einrechnet. Von den zugelassenen Möglichkeiten der Identifizierung ist das Postident-Verfahren die bekannteste und auch einfachste und übliche Methode. Dies kann in einem Gang zusammen mit dem Absenden des Antrags an der nächstgelegenen Postfiliale erledigt werden. Benötigt wird hierfür ausschließlich ein gültiger Reisepass oder Personalausweis. Nach erfolgreicher Bonitätsprüfung wird dann die Kreditkarte auf dem Postweg zugeschickt. Aufgrund der Vielzahl von Vorteilen stellt eine dieser Reisekreditkarten eine sinnvolle Ergänzung für jeden dar, der unnötige Gebühren sparen möchte.

 

Sicherheit beim Geld abheben in Serbien

Serbien gehört zu den sicheren Reisezielen Europas. Ausnahme bieten die Grenzgebiete Südwestserbiens, dort wird immer noch von Ausschreitungen der albanisch stämmigen Bevölkerung berichtet. Für nähere Informationen steht das Auswärtige Amt zur Verfügung. Beim Geld abheben in Serbien gelten die weltweit gültigen prophylaktische Maßnahmen: Die PIN immer verdeckt einzugeben und – wenn schriftlich notiert – getrennt von der zugehörigen Karte aufbewahren! Auch ein ungeübtes Auge erkennt beim näheren Hinsehen Manipulationen am Karteneingabegerät, meistens in Form von nachträglich angebrachten Aufsätzen am Kartenlesegerät. Beim geringsten Hinweis darauf lohnt sich die Mühe, einen anderen Automaten aufzusuchen. Wenn möglich sollte man zum Geld abheben einen Automaten wählen, der an einem hellen und einsehbaren Ort steht. Das Geld sollte nach dem Abheben sofort verstaut werden, wenn möglich direkt am Körper. Nicht aktuell benötigtes Bargeld und Wertsachen sind am sichersten im Hotelsafe oder in der jeweiligen Unterkunft des Vertrauens deponiert.

Für den Fall eines Verlustes oder Missbrauch der Karte kann ein der internationale Sperr-Notruf kontaktiert werden. Zur Nummer gelangt man über den nachfolgenden Link. Durch den Anruf wird die Karte sofort gesperrt und man verhindert somit einen eventuellen finanziellen Schaden. Berücksichtigt man die wenigen aber sehr wichtigen Hinweise zur Sicherheit der Zahlungsmittel und zur Kosteneffektivität der Reisekasse, so kann man dem wohlverdienten Urlaub, oder auch die anstehende Dienstreise nach Serbien entspannt entgegenblicken und im Idealfall durch den Erwerb einer der oben aufgeführten Reisekreditkarten, einige unnötige Kosten einsparen.

 

 

 
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