Geld abheben in Tunesien


Währung, Geld und Zahlungsmittel in Tunesien. Reisevorbereitung und  Informationen zur Vermeidung hoher AuslandseinsatzentgelteTunesien stellt neben Ägypten und Marokko eines der Länder Nordafrikas dar, die gerne auch von deutschen Touristen besucht werden. Aufgrund der aktuellen politischen Lage sollte man sich vor der Reise über die Seiten des Auswärtigen Amtes aktuelle Informationen einholen, ob die potenzielle Urlaubsregion zu den für Touristen gefährdeten Regionen gehört.

Als Reiseland bietet Tunesien dem Urlauber breitbandige Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung. Schon Karl May erwähnte in seinen Erzählungen den Ort Chott El Djerid auf der Insel Djerba. Von Salzwüsten bis Dattelplantagen, bizarre Bergmassive und sehenswerte Ruinen aus dem Byzantinerreich lassen für den neugierigen Besucher keine Langeweile aufkommen.

Doch nicht nur die Aktivitäten während des Aufenthalts in Tunesien sollten durchdacht geplant sein, auch die die Reisekasse sollte entsprechend ausgerüstet, d.h. mit den vor Ort akzeptierten Zahlungsmitteln bestückt sein. Nachfolgender Bericht gibt Antworten auf alle wichtigen Fragen zum Thema Zahlungsmittel, Geld abheben, Landeswährung, Kreditkarten Geldumtausch und nicht zuletzt zum Thema Sicherheit der Zahlungsmittel während für den Aufenthalt in Tunesien. Ein Focus gilt dabei auf die Problematik der anfallenden Gebühren beim Auslandseinsatz von Kreditkarten und deren Einsparung mittels einer kostenlosen Reisekreditkarte.

 

Landeswährung in Tunesien – Der Dinar (TND)

Die offizielle Landeswährung und zugleich Zahlungsmittel in Tunesien ist der Dinar, welcher in 1000 Millimes unterteilt ist. Folgende Geldscheine und Münzen sind im Umlauf:

Tunesische Münzen: 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Millimes / ½, 1 und 5 Dinar
Tunesische Scheine:  5, 10, 20, 30 und 50 Dinar

 

Geld umtauschen in Tunesien

Da man beim Umtausch von Euro in Dinar von den Deutschen Banken in der Regel einen schlechten Umrechnungskurs erhält, empfiehlt sich der Umtausch erst in Tunesien. Bereits bei der Ankunft am Flughafen lassen sich die gängigen Währungen wie Euro, Dollar, Pfund und weitere in Tunesische Dinar wechseln. Hierzu stehen Schalter von verschiedenen Banken bzw. Wechselstuben bereit.

Bei den Wechselstuben in Tunesien erhält man in der Regel den günstigsten Umrechnungskurs. Neben den Banken und Wechselstuben lässt sich auch in den großen Hotels Tunesiens Geld wechseln. Die tagesaktuellen Wechselkurse Umrechnungskurse kann man über den unterstehenden Link dem Währungsrechner entnehmen.

 

Ein- und Ausfuhr von Geld nach Tunesien

Eine gesetzliche Einfuhrgrenze an ausländischen Währungen besteht nicht. Beträge, die eine Höhe von 25.000 Dinar (etwa 12.500 €) übersteigen, müssen jedoch bei der Einreise auf einem Formular deklariert werden. Das gleiche gilt, wenn man Beträge über 5.000 Dinar (etwa 2.500 €) wieder ausführen will. Wer beispielsweise 5.000 € für den Urlaub eingeplant hat und später 3.000 € wieder mit nach Hause nehmen möchte, muss bei der Einreise die Summe von 5.000 € angeben. Eine Missachtung dieser Regelung kann zum Einzug der Gelder durch die Zollbehörde führen und stellt in Tunesien ein schweres Vergehen dar.

 

Geldautomaten in Tunesien

Besonders in den Touristenzentren wie Djerba, Hammamet oder Mahdia lassen sich problemlos Geldautomaten finden, an denen per VISA-Card, Mastercard oder auch Maestro-Karte Geld abgehoben werden kann. V-Pay Karten eignen sich für Tunesien nicht, da Tunesien kein Land der Europäischen Währungsunion ist und V-Pay Karten daher nicht akzeptiert werden.

Das Verfügungslimit an den Tunesischen Geldautomaten richtet sich zum einen nach dem Tageslimit, das durch Ihre Hausbank festgesetzt ist und zum anderen nach dem Verfügungslimit des entsprechenden Geldautomaten. Meistens liegt die Auszahlungsgrenze des Automaten niedriger, was häufigeres Abheben erfordern kann. Die Gebühren sind eines der wichtigen Punkte bei der Verwendung von Geldkarten im Ausland. Mehr dazu in den nachfolgenden Abschnitten.

 

Geld abheben in Tunesien per EC-Karte

Es besteht in den Touristenorten Tunesiens die Möglichkeit, sich per EC- oder Maestro-Karte  mit den nötigen Dinar einzudecken. Zu berücksichtigen sind dabei allerdings die hohen Auslandseinsatzgebühren, die bei Abhebungen in Tunesien per EC-Karte anfallen. In der Regel werden von den deutschen Hausbanken hierfür zwischen 5 € und 10 € berechnet, ein Fixbetrag, der bei jeder Abhebung ungeachtet der abgehobenen Summe anfällt. Am Ende der Reise kann sich das deutlich in der Abrechnung der Reisekosten bemerkbar machen.

Aufgrund der Tatsache, dass die Verfügungslimits der tunesischen Geldautomaten begrenzt sind, ist es unvermeidbar, während des Aufenthaltes in Tunesien häufiger Geld abzuheben, was sich wegen der hohen Gebühren negativ auf die Reisekasse auswirken kann.

 

Geld abheben in Tunesien per Kreditkarte

Zur Einsparung dieser Gebühr bietet sich eine der gebührenfreien Reisekreditkarten an, die über den nachfolgenden Link von einigen Banken und Online-Instituten kostenfrei angeboten wird. Diese Kreditkarte bieten, abgesehen vom weltweiten gebührenfreien Abheben von Geld in Landeswährung, noch eine Reihe weiterer Vorzüge: Die meisten Anbieter dieser Reisekreditkarten bieten gleichzeitig ein ebenfalls kostenloses Konto an. Da die Karten plus Konto nicht nur kostenlos erhältlich sind, und von den aufgelisteten Banken kein monatlicher Zahlungseingang erfordert wird, lässt sich das im Kartenvertrag implizierte Konto ideal auch als Zweit- oder kostenloses Reisekonto nutzen. Auch Online-Einkäufe oder Reisebuchungen könne bequem getätigt werden.

Auch an inländischen Fremdbanken erheben diese Anbieter keine Kosten für die Verwendung der Karte an Fremdbanken. Diese Tatsache qualifiziert die Reisekreditkarte über die Urlaubszeit hinaus zum kostensparenden Zahlungsmittel für den Alltag.
 

 
Praktischerweise und zeitgemäß kann ein Antrag direkt online ausgefüllt werden und muss anschließend nur noch ausgedruckt werden. Die Banken bieten verschiedene Identifizierungsmöglichkeiten an, angewandt wird in der Regel das Post-Ident-Verfahren. Hierfür wird nur ein gültiger Personalausweis oder Reisepass benötigt. Dieser Schritt kann, im Idealfall gemeinsam mit dem Absenden des Antrags, direkt in der Postfiliale durchgeführt werden. Nach Absenden aller Unterlagen sollte man durchschnittlich zehn Tage einplanen, bis die Kreditkarte auf dem Postweg zugesendet wird. Dieses Zeitfenster sollte man in die Reiseplanung für Tunesien unbedingt einbeziehen.

 

Bargeldloses Bezahlen in Tunesien

.Als bargeldlose Zahlungsmittel werden in Tunesien vor allem in den touristisch erschlossenen Gegenden hauptsächlich Kreditkarten von VISA und Mastercard akzeptiert. Auch Maestro-Karten werden vielerorts zur bargeldlosen Zahlung angenommen. Bezahlen lässt sich per Karte in allen großen Hotels, Restaurants und auch Einkaufsläden. Wer Ausflüge ins Landesinnere macht oder auf einem Bazar feilschen möchte, sollte allerdings rechtzeitig mit ausreichend Bargeld eindecken.

 

Vorsicht beim Umgang mit Geld in Tunesien

Tunesien ist ein Land mit hoher politischer Brisanz. Das Auswärtige Amt rät vor Reisen in entlegen, nicht hinreichend durch Militär oder Polizei gesicherte Gegenden ab. Nähere Informationen kann man auf den Seiten des Auswärtigen Amtes über unterstehenden Link erfahren.

Wie in allen Reiseländern ist beim Umgang mit Geld in Tunesien stets eine gewisse Vorsicht geboten. Deshalb ist es sicherer, Wertsachen oder Geldbörsen nie für andere sichtbar liegen zu lassen und nach Bedarf im Hotelsafe oder in der jeweiligen Unterkunft zu deponieren. Dies gilt auch für den Besuch in Restaurants oder beim Einkaufen. Zudem sollte es vermieden werden, mit Reichtum aufzufallen. Auffälliger Schmuck oder bündelweise Bargeld sollten nicht in der Öffentlichkeit zur Schau gestellt werden.

Verdeckte PIN Eingabe und getrennte Aufbewahrung von PIN und Karte sollte in Tunesien ebenfalls selbstverständlich sein. Nach Möglichkeit sollte man nicht nachts oder in dunklen Gassen Geld abheben oder die Geldbörse im Sichtbereich Fremder liegen lassen. Ein geeigneter Ort für größere Summen Bargeld ist der Hotelsafe.

Die Berücksichtigung dieser Sicherheitshinweise kann zwar das Risiko des Missbrauchs der Kreditkarte reduzieren, trotzdem kommt es auf Reisen immer wieder zu Verlust oder Diebstahl von Geldkarten. In diesem Fall hat oberste Priorität, die betroffene Karte sofort sperren zu lassen. Hierfür ist ein Sperr-Notruf eingerichtet, der rund um die Uhr an jedem Wochentag erreichbar ist. Nach Nennung der Kreditkartennummer wird diese dann sofort gesperrt. Zur Nummer geht es über den unten stehenden Link. Mit der Sicherheit im Rücken, auch im Urlaub stressfrei Geld abheben zu können, kann man die schönste Zeit des Jahres in Tunesien unbeschwert genießen.

Ein Hinweis noch, der für alle Kreditkartenbesitzer im Urlaub relevant ist: Vor jeder Auslandsreise sollte der Kreditkartenanbieter unbedingt über den geplanten Auslandseinsatz der Karte informiert werden, da es sonst vorkommen kann, dass die Karte wegen Verdacht auf Kartenmissbrauch seitens des Anbieters aus Sicherheitsgründen gesperrt wird. Abschließend bleibt festzuhalten, dass der Aufwand einer sorgfältigen Liquiditätsplanung für den Auslandsaufenthalt ein geringer ist, verglichen mit dem Ärger und den Kosten, die so verhindert werden können.

 

 
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