Transportmöglichkeiten auf Reisen


Mobilität im Urlaub

*Die Qual der Wahl*
Transportmittel auf ReisenJede Reise beginnt sprichwörtlich mit dem ersten, wichtigsten Schritt, raus aus dem vertrauten Zuhause, hin zum Ort seiner Wahl, sie beginnt mit dem Transport an den gewünschten Urlaubsort oder an die erste Zwischenstation einer Rundreise – je nach Reiseart. Das erste Erlebnis des lang ersehnten Urlaubs ist der Weg dorthin. Eine der ersten und wichtigsten Fragen bei der Reiseplanung ist zurecht die nach dem geeigneten Transportmittel: Auto oder Flugzeug, Fernbus, Schiff oder doch lieber Bahn?

Eines vorab: Die Antwort gibt es nicht. Genauso wenig existiert ein Patentrezept zur Entscheidungsfindung, dafür hängen zu viele Faktoren an diesem Entschluss. Was für den einen vollkommen unwichtig ist, ist für den anderen unverzichtbar. Die Transportmittelwahl für eine Reise enthält viele Variablen, z.B.:
 

  • Logistische Vorgaben (Flughafennähe, Ausbau des Straßennetzes etc.)
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  • Preis-Leistungs-Verhältnis der angebotenen Alternativen.
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  • Gesetzliche Limitierungen (z.B. die Gültigkeit des deutschen Führerscheins im Ausland).
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  • Begrenzte Verfügbarkeit von Angeboten (besonders bei kleinen Staaten und wenig frequentierten Reisezielen).
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  • Jahreszeitliche und klimatische Bedingungen (speziell bei Fahrrad- Motorrad- oder Wanderurlaub).
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  • Der Faktor Zeit spielt bei vielen Reisen eine Rolle, so macht z.B. ein Wochenendtrip nach London ausschließlich per Flugzeug einen Sinn, während beim dreiwöchigen Strandurlaub in Spanien durchaus eine länger dauernde Zugfahrt attraktiv sein kann und außerdem deutlich mehr Erlebniswert und Bequemlichkeit bietet als ein Flug.
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  • Die individuellen Ansprüche des Reisenden. Dies ist das wichtigste Kriterium. So hat eine vierköpfige Familie bei der Reiseplanung andere Randbedingungen als ein Student, der eine Erlebnistour plant. Ein Geschäftsreisender hat während der (An)reise das Ziel, ein Backpacker den Weg im Fokus.

 
Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren steht dem Reisenden trotzdem in den meisten Fällen bei der Reiseplanung mehr als nur eine Alternative an Transportmittel zu Verfügung. In den folgenden Abschnitten bieten wir einen faktischen Überblick über die einzelnen Möglichkeiten, die grundsätzlich zum Erreichen eines Reiseziels zur Verfügung stehen – gespickt mit einigen nützlichen Tipps und Anregungen.

 

Das Auto

*Beliebt, gewohnt und flexibel*

Über die Hälfte der deutschen Urlauber fährt laut Angaben des ADAC mit dem Auto in den Urlaub. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Durchgehende Mobilität am Urlaubsort, keine Gepäckbeschränkung, selbstbestimmte Fahrtroute, Fahrtzeiten und Pausen, Unabhängigkeit von Fahrplänen etc. Dagegen steht das eigene Risiko, die mangelnde Bequemlichkeit, der Stress des Fahrers, die Sicherheit des Autos am Reiseort, versteckte Kosten und vieles mehr. Ist die Entscheidung für das Auto als Transportmittel gefallen, so beinhaltet dies im Vergleich zu anderen Transportmitteln – wie z.B. dem Flugzeug – deutlich mehr Vorbereitung. Beachten muss der Autoreisende unter anderem:
 

  • Der Kfz-Versicherungsschutz muss während der Reise gewährleistet sein. Innerhalb der EU greift die gesetzliche Haftpflichtversicherung, aber Vorsicht: Die Mindestdeckungssummen variieren von Land zu Land. Außerhalb der EU sind die bestehenden Gesetzte bezüglich Kfz-Versicherungen von Land zu Land unterschiedlich. Wichtig ist deshalb: Unbedingt den Versicherungsschutz checken!
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  • Nutzt man das eigene Auto als Transportmittel zum Reiseziel, so ist der Diebstahlschutz ein sehr wichtiges Thema.
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  • Versteckte Kosten sind sozusagen die „blinden Passagiere“ der Reisekasse. Wer die Kosten für eine Autoreise kalkuliert, muss nicht nur Benzin, Maut etc. einberechnen, sondern auch Kosten für den Teileverschleiß und den Wertverlust, bedingt durch die gefahrenen Kilometer.
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  • Die eigene Belastbarkeit spielt bei jeder Autofahrt eine Rolle. Die Verantwortung, die auf dem Fahrer lastet, Staus, Unfallgefahren, Dauerbaustellen, Diebstahlgefahr etc. sind Faktoren, die jeder Reisende abklären muss, wenn er sich für die eigenen vier Räder als Transportmittel in Richtung Urlaub entscheidet.

 
Eine andere Variante, das Auto als Transportmittel für Reisen zu nutzen, ist die Fahrt in einem Mietwagen. Wer gar kein Auto oder nur ein Kleinwagen besitzt, oder aber das eigene Auto schonen will, muss auf das Auto als Transportmittel zum Urlaubsziel nicht verzichten, sondern kann sich zu bezahlbaren Preisen ein geeignetes Auto chartern. Unzählige Autovermieter und Reiseveranstalter offerieren vielfältige Angebote. Die Mietwagenbranche boomt. Die Nachfrage ist sehr groß, die Angebote dementsprechend auch. Große Autovermieter haben vom Sportwagen bis zur Familienkutsche ein breit gefächertes Angebotsspektrum, vor allem für Kurz- und Wochenendreisen, aber auch für längere Aufenthalte im Ausland.

Autoreisenden bietet sich außerdem die Möglichkeit, mit einem Wohnwagenanhänger die Unterkunft sozusagen gleich mit an Bord zu haben. Vorteil dieser Transportmöglichkeit ist, dass der Wohnwagen abgekoppelt werden kann und durch das Auto die Mobilität am Urlaubsort gewährleistet ist.

 

Das Wohnmobil

*Unterwegs zuhause*

Im Gegensatz zum Wohnwagen, der vom Auto abgekoppelt werden kann, dient das Wohnmobil in erster Linie als Transportmöglichkeit zum Campingplatz, es ist gleichzeitig das Transportmittel für die Unterkunft. Aber: Das Wohnmobil steht dann auch während der Reise nur beschränkt zur Verfügung: Der Aufwand, das Innere des Wohnmobils so zu sichern, dass es ausreichend gesichert ist, wird bei der Reiseplanung oft unterschätzt. Kurz mal vor dem Frühstück zum Bäcker fahren geht nicht so einfach wie bei der Variante Auto plus Wohnwagenanhänger. Unter den Campern ist es letztendlich Philosophiesache, welche der beiden Varianten die bessere Wahl ist.

 

Das Motorrad

*Transportmittel mit Easy-Rider-feeling*

Motorradfahren ist für echte Biker mehr als ein Transportmittel für Reisen, es ist fast schon eine eigene Lebensphilosophie. Den Traum der großen Freiheit auf zwei Rädern träumen viele Menschen. Obwohl das Unfallrisiko über das Zehnfache höher ist als beim Autofahren, so nutzen jedes Jahr tausende Menschen das Motorrad als Transportmittel der Wahl in Richtung Urlaubsort.

TIPP: Empfehlenswert sind getestete, Motorrad-taugliche Strecken, nicht nur für unerfahrene Biker haben solche Angebote deutliche Vorteile. Es handelt sich hierbei meist um ausgesuchte, landschaftlich attraktive Strecken abseits verstopfter Autobahnen und Innenstädten. Trotzdem ist das bestehende, nicht kalkulierbare Restrisiko deutlich höher als bei allen anderen gängigen Transportmitteln wie Auto, Bahn oder Flugzeug. Ob Einzel- oder Gruppenreisen mit dem Motorrad als Transportmittel, diese Entscheidung ist ebenfalls eher eine Sache des Lebensgefühls, eine vernünftige Abwägung der Vor- und Nachteile macht trotzdem immer Sinn. Ähnlich wie beim Auto sind auch beim Motorrad die oben genannten Punkte wie z. B. Versicherungsschutz, Sicherheit etc. rechtzeitig in die Reiseplanung mit einzubeziehen.

 

Das Flugzeug

*Reisen über den Wolken*

Das Flugzeug als Transportmittel für den Urlaub oder die Geschäftsreise ist schon lange zur bequemen Selbstverständlichkeit geworden. Der unumstrittene Vorteil des Fliegens ist die Überwindung großer Distanzen in kurzer Zeit. Auch der hohe Anteil an Inlandsflügen beweist, dass das Flugzeug auch als geeignetes Transportmittel für Städtereisen und Wochenendtrips immer attraktiver wird. Die Billigfluglinien haben besonders im Kurzstreckenbereich den Markt erobert. Wenn ein Wochenendausflug nach London und zurück gerade mal genauso viel kostet wie ein gutes Mittagessen, sind Flugreisen inzwischen sogar für den kleinsten Geldbeutel realisierbar.

Einige Gesellschaften bieten für Vielflieger besondere Rabattangebote für geflogene Kilometer, bequem in Kombination mit einer Kreditkarte. Bekanntestes Beispiel ist Miles&More.
Die Zeitersparnis und niedrige Kosten hat allerdings ihren Preis. Bequemlichkeit steht bei einer Flugreise meistens im Hintergrund. Abgesehen vom äußerst begrenzten Platzangebot in den Flugzeugen fallen Komfort und persönliche Dienstleistung wie z.B. Verpflegung oft dem harten Preiskonkurrenzkampf der Fluglinien zum Opfer.

Tipp in Sachen Kostenvergleich: Wer mit dem Flugzeug reist, muss ab dem Zeitpunkt der Ankunft selbst für Mobilität sorgen. Lediglich der Transfer zum Hotel ist oftmals inbegriffen. Stellt man also eine Kostenbilanz zum Vergleich der Transportmöglichkeiten auf, so muss man bei einer Flugreise die Ausgaben für die Transportmittel vor Ort, z.B. Bahn, Bus, Taxi, Mietwagen etc. dazurechnen. Erst dann lässt sich realistisch vergleichen, ob das Flugzeug im jeweiligen Einzelfall eine ernsthafte preisliche Alternative zum Auto ist.

 

Die Bahn

*Bequem und umweltfreundlich*
Der Zug kann dem Auto in der Beliebtheitsskala der Reisetransportmittel zwar nicht das Wasser reichen, trotzdem wird das Zugfahren in Zeiten zunehmend verstopfter Straßen und auch angesichts der Unfallstatistiken immer attraktiver. Es gibt eine Reihe günstiger Angebote für Inlandsreisen, Städtereisen, Rundreisen, sogar Weltreisen per Bahn sind möglich und bei speziellen Reisevermittlern sogar als Komplettpaket buchbar. Für lange Fahrten und gebuchte Gruppenreisen ist die Bahn oft die bessere Alternative zum Reisebus, da auf langen Strecken mehr Bewegungsfreiheit besteht. Aus diesem Grund gibt es – zumindest innerhalb der EU – spezielle, günstige Gruppentarife, geräumige Familienabteile etc.

Nutzt man die Bahn nicht im Rahmen einer Eisenbahnreise inklusive Schlafwagen á la Orientexpress, so endet mit der Einfahrt in den Bahnhof des Zielorts erst mal die Mobilität des Zugreisenden. Ähnlich wie bei der Flugreise – dort ist in der Regel der Transfer vom Flughafen zum Hotel inbegriffen – ist die Fortbewegung vor Ort aber Sache des Reisenden. Ob örtlicher Nahverkehr, Mietwagen, Taxi oder Fahrradverleih, es fallen zusätzliche Kosten an, außer man bewegt sich ausschließlich zu Fuß.
Vorsicht: Anders wie bei Hotels, die weltweit kategorisierte Standards besitzen, schwankt die Qualität der Züge außerhalb Europas sehr stark. Sich darauf vorzubereiten erspart unangenehme Überraschungen.

TIPP: Reisen unter dem Aspekt der Umweltbelastung wird in unserer Gesellschaft ein immer beliebteres weil wichtiges Thema. Auch die Bahngesellschaften haben darauf reagiert und bieten in einigen Regionen spezielle Fahrradwaggons an, in denen es – gegen einen Aufpreis – Transportmöglichkeit für Fahrräder gibt, meist in Form spezieller, geräumiger Waggons. Auf diese Weise kann man den Radius eines Fahrradurlaubs deutlich erweitern, was diese Reiseform äußerst attraktiv macht. Die Möglichkeit der Fahrradmitnahme ist aber noch lange nicht flächendeckend gegeben und beschränkt sich größtenteils auf ländliche Gebiete, die für Fahrradfahrer interessant sind. Im Bodenseekreis werden z.B. während der Fahrradsaison aufgrund der hohen Nachfrage sogar zusätzliche Züge zur Mitnahme von Fahrrädern in einzelnen Streckenabschnitten zu diesem Zweck eingesetzt.

Der Reisebus

*Entspannt reisen auch auf langen Strecken*

Auch in der heutigen Zeit erfreuen sich Busreisen ungebrochener Beliebtheit. Verstopfte Straßen, Stress, Umweltbelastung, alle diese Faktoren sind Argumente für den Bus als Transportmittel für den Urlaub. Der Standard seriöser Busunternehmer ist innerhalb der EU inzwischen sehr hoch. Betrachtet man den Bus als Transportmöglichkeit für Reisen, so unterscheidet man mehrere Varianten:
 

  • Der Bus ausschließlich als Transportmittel zum Zielort und zurück
    Unter diese Kategorie fallen gebuchte Fahrten mit Fernbussen, Reisebussen, aber auch mit überregionalen Linienbussen im regulären Linienverkehr.
    Wie bei anderen Transportmitteln kann man viele Vorteile und Nachteile kontrovers diskutieren. Fakt ist, dass die Preise von Fernbussen – auch europaweit – z.T. extrem niedrig sind und somit eine ernsthafte Alternative für Bahn oder Auto darstellen.
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  • Pauschale Busreisen
    Komplett organisierte Busreisen sind die Haupteinnahmequelle der meisten Busgesellschaften und werden in großer Anzahl und Vielfalt nicht nur von Busunternehmen, auch von großen Hotelketten und anderen Reiseunternehmen angeboten, die mit Busunternehmen kooperieren. Die Angebote reichen von der klassischen Kaffeefahrt über Städtereisen, Sprach- und Kulturreisen, Rundreisen, Wanderfahrten, bis hin zu speziellen Gruppenfahrten oder Konzertreisen. Das Angebotsspektrum ist erschlagend, umso wichtiger ist ein kritischer Vergleich bei der Reisevorbereitung.
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  • Bus als Transportmittel und Unterkunft zugleich
    TIPP: Der Bus als rollendes Hotel. Der Bus hat hier nicht nur die Funktion des Transportmittels, sondern dient während der Reise als mobile Unterkunft. Beliebt sind diese Bushotel-Touren besonders für Expeditionen und Rundreisen in fremden Kontinenten. Alles unter einem (Bus)dach, das Fahrzeug als mobiles Basislager und Unterkunft, keine zusätzlichen Übernachtungskosten, kein Stress beim Hotelwechsel und Transfer, also durch und durch effektiv, wenn auch nicht immer günstig und im Komfort nicht annähernd mit herkömmlichen Hotels vergleichbar.

 

Das Fahrrad

*Urlaub auch für die Umwelt*

In Sachen Umweltfreundlichkeit, gesundheitlichem Vorteil und „Fahrtpreis“ ist das Fahrrad als Transportmittel unschlagbar, allerdings nicht für jeden Urlauber, und für jede Reise geeignet, einige Voraussetzungen müssen gegeben sein:
 

  • Lange Touren erfordern körperliche Fitness, vom Schreibtischtäter zum Alpenradler in einer Woche geht nicht und kann gesundheitlich gefährlich werden. Wind und Wetter sollte dem Fahrradreisenden nichts ausmachen, er ist entsprechend darauf vorbereitet und genießt auch die ungemütlichen Seiten der Natur.
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  • Das Fahrrad muss – besonders bei langen Reisen – in einem technisch einwandfreien Zustand und auf den Fahrer abgestimmt sein, um unnötigen Kraftaufwand und Risiken zu vermeiden. Mit Muttis Dreigang-Einkaufsfahrrad macht eine Tour durch den Schwarzwald kaum Spaß.
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  • Um keine bösen Überraschungen zu erleben, macht es Sinn, die Strecke und die Unterkunftsmöglichkeiten vorher auszuarbeiten, nicht überall ist es ungefährlich und gleichzeitig landschaftlich attraktiv. Spezielle Internetportale für Fahrradreisende helfen dabei.

 
Reine Fahrradtouren bieten dem Reisenden in der entsprechend attraktiven Umgebung Naturnähe pur und Landschaft aus erster Hand. Naturfreunde haben die Möglichkeit, die Fahrradreise mit anderen Verkehrsmitteln zu kombinieren, um den Aktionsradius der Reise zu vergrößern. Aber: Ein Fahrrad wird in Deutschland bei der Mitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln in der Regel mit dem halben Fahrpreis oder dem Kindertarif berechnet. Nicht überall ist die Fahrradmitnahme gestattet, Gruppen müssen vorher angemeldet werden. Sowohl gesundheitlich als auch finanziell sind Fahrradreisen durchaus interessant, da die eigene Körperkraft den teuren Treibstoff ersetzt.

 

Zu Fuß

*Backpacking, Wandern & Co.*

Ob aus Geldmangel, aus innerer Überzeugung, Gründen der sportlichen Motivation oder einfach aus reiner Wanderlust: als Fußgänger die Welt zu erkunden, ohne Geld für all die bequemen aber teuren Transportmöglichkeiten ausgeben zu müssen, ist eine echte Herausforderung. Das Backpacking erfreut sich einer immer weiterwachsenden Fangemeinde. Zu Fuß von A nach B, entschleunigt in Zeiten der Hektik, langsam und bewusst erleben, während die Welt immer schneller wird, liegt immer mehr im Trend. Ob auf den nächsten Berg oder einmal um die Welt – alles ist möglich – aber eine Frage der Zeit und körperlichen Ausdauer.

Das sogenannte „Backpacking“ ist die Alternative zum Massentourismus, schon deutlich vor der englischen Namensgebung gab es Globetrotter und Weltenbummler. Mit dem Rucksack in die Welt hinaus war schon immer ein Traum vieler Menschen, vor allem die junge Generation. Doch ganz so einfach und romantisch ist es meistens nicht. Um nicht irgendwo in der Fremde große Probleme zu bekommen, gibt es einige wichtige Dinge zu wissen, vor allem wenn der Rucksackurlaub durch mehrere oder entlegene Länder geplant ist:
 

  • Grundvoraussetzung sind gültige Reisedokumente für alle Staaten, welche man plant zu bereisen, vorliegen. Diese müssen während der gesamten Dauer gültig sein.
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  • Die Organisation der Reisekasse muss gut durchgeplant sein, Punkte wie kontinuierlichen Zugang zu Bargeld oder der Möglichkeit bargeldloser Transaktionen sollten vor dem großen Aufbruch abgeklärt sein.
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  • Das Thema Sicherheit sollte – besonders wenn man mit dem Rucksack unterwegs ist während der gesamten Reise, und auch schon bei der Reisevorbereitung oberste Priorität haben. Dazu zählt die eigene Unversehrtheit, aber auch die Sicherheit der Wertsachen, Dokumente, Kreditkarten etc.
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  • Der Versicherungsschutz ist bei jeder Reise besonders wichtig. Wer zu Fuß durch die Welt geht, ist allerlei Gefahren ausgesetzt, auch der spontanste Weltenbummler tut sich einen Gefallen, wenn er sich auch beim Trip durch die Freiheit ausreichend absichert.

 
Nur ganz eingefleischte Backpacker gehen aus Prinzip ausschließlich zu Fuß, zur Überwindung größerer Distanzen wird in der Regel auf andere Transportmöglichkeiten zurückgegriffen, entweder spontan, oder etappenweise im Voraus gebucht. Obwohl das klassische Trampen aus Gründen der Sicherheit nicht mehr annähernd so beliebt ist als früher, ist auch dies eine Möglichkeit zu reisen, die einschlägigen Gefahren dieser Transportmöglichkeit sind bekannt.

 

Das Schiff

*Unterwegs auf hoher See*

Um lange Strecken schnell zu erreichen hat das Flugzeug das Schiff seit Jahrzehnten abgelöst. In den wenigsten Fällen findet deshalb die Anreise zum Urlaubsort ausschließlich mit dem Schiff als Transportmittel vom Heimatort zum Reiseort statt. Bei Kreuzfahrten dient das Schiff zusätzlich als Unterkunft. Beliebt und außerordentlich nützlich sind die Fährbetriebe in den Flüssen und Binnengewässern. Das Übersetzten mit der Fähre ist oftmals enorm zeitsparender und weniger umständlich als der Weg über das Straßennetz. Vorsicht: Vor allem in der Hauptsaison sind Fährbetriebe oft überlastet, lange Staus an den Häfen und Wartezeiten sind die Folge – besonders bei Autofähren. Außerdem kann es wetterbedingt zu Ausfällen oder teilweise Sperrung der Linie kommen.

 

Die Kombination

*Die Mischung machts*

Die wenigsten Menschen sind in der glücklichen Lage, bei der Planung einer Reise nicht auf die Kosten achten zu müssen. Oft ist deshalb eine Kombination von Transportmitteln die günstigste Lösung. Beliebt weil günstig ist die Bahn-Flugzeug-Kombination von einem weiter entfernteren Startflughafen, oft entsteht leider einen Zeitverlust. Kombiniert man den Flug mit der Autoanreise, so entstehen – je nach Reisedauer – hohe Kosten für das Parken am Flughafen. Vorsicht: Während sogenannte „Zubringerflüge“ innerhalb Deutschlands oft im Reisepreis der Fluggesellschaft inbegriffen sind, so zahlt der Reisende die Fahrt mit der Bahn oft aus eigener Tasche.

Bei Pauschalreisen ist oft ein Kombinationspaket inbegriffen, nicht nur die Zubringerfahrt zum Flughafen, Transfer zum Hotel und Busfahrten am Reiseort zu Ausflugszielen. Die Flug-Mietwagen- Kombination ist ebenfalls sehr beliebt, eine schnelle Anreise kombiniert mit Mobilität vor Ort – ist eine gute Möglichkeit effektiven Reisens.

Bei aller Vielfalt an Transportmöglichkeiten hat der Reisende heutzutage dank zahlreicher Informationspools wie Vergleichsportalen und Rezensionen nicht nur die Qual der Wahl, sondern auch genügend Werkzeuge an der Hand, die günstigste Lösung zu finden…und da Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, kann ja auch die Planung des Reisewegs und der Transportmittel so richtig Spaß machen!

 

Nützliches für die Reiseplanung

 
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