Ärgernis hohe Gebühren beim Geld abheben im Ausland

Geld abheben kann im Ausland teuer werdenWer gerne auf Reisen geht oder beruflich im Ausland sein wird, muss beachten, dass die meisten der deutschen Hausbanken hohe Gebühren für das Geld abheben im Ausland per EC-Karte beaufschlagen, insofern eine Abhebung in dem jeweiligen Reiseland überhaupt möglich ist.

Pro Abhebung an einem Geldautomat außer Landes werden in der Regel zwischen 3,50 und 10 € + teilweise ein prozentueller Anteil des Betrages berechnet – je nach Bank. Wenn also 50 € abgehoben werden, zahlt man schnell 10% nur an Gebühren. Diese Gebühren werden nicht nur außerhalb, sondern auch innerhalb Europas erhoben. Während des Abhebevorganges wird man vom Geldautomat nicht immer ausreichend über diese zusätzlichen Kosten informiert.

Bemerkt wird die Berechnung der teuren Transaktionsgebühren oftmals erst, nachdem der Kontoauszug zurück in der Heimat überprüft wurde. Aus Sicherheitsgründen achtet man gerade auf Reisen darauf, nicht allzu viel Bargeld bei sich zu tragen. Darüber freut sich die Bank – denn bei jeder Abhebung wird die Transaktionsgebühr erneut erhoben und die Bank kassiert. So kommt schnell ein Betrag zusammen, der nicht für den Auslandsaufenthalt eingeplant war. Für Leute, die öfters unterwegs sind, ist die EC-Karte daher nicht die ideale Lösung, um sich auf Reisen mit dem nötigen Bargeld zu versorgen.

Auslandseinsatzentgelt bei Kreditkarten

Von den meisten Kreditkarten-Anbietern wird eine Transaktionsgebühr berechnet, sobald man die Kreditkarte im Ausland nutzt. Im Gegensatz zu den meisten EC-Karten wird bei vielen Kreditkarten zusätzlich zur Abhebegebühr ein prozentualer Anteil des abgehobenen Betrages berechnet. Ein gängiger Standard sind zwischen 1 und 4 Prozent.

Außerhalb der EU greifen viele Banken den Kunden noch tiefer in die Tasche und erheben zusätzliche Gebühren in Form des Auslandseinsatzentgeltes. Auf diese Weise kommen während Aufenthalten im Ausland erhebliche Kosten auf den Reisenden zu. Eine offensichtlich gute Alternative stellen sogenannte Reise-Kreditkarten dar, mit welchen weltweit gebührenfrei Geld in der jeweiligen Landeswährung abgehoben werden kann. Diese Reise-Kreditkarten sind auch als Debit- oder Prepaid-Karten erhältlich.
 

Kostenfreie Kreditkarten im Ausland nutzen

Kreditkarten weisen weltweit die meisten Akzeptanzstellen auf. Mit ihnen lässt sich bargeldlos einkaufen oder Bargeld abheben. Wer plant auf Reisen zu gehen, hat die Möglichkeit, eine Kreditkarte zu nutzen, mit der gebührenfrei Geld in der Landeswährung abgehoben werden kann. Dadurch wird die Reisekasse nicht zusätzlich belastet und es bleibt mehr Geld für den Urlaub.

Auch bei bankfremden Geldautomaten inner Landes entfallen die lästigen Gebühren, was ein weiteres Plus darstellt. In der aktuellen Auflistung findet man Anbieter, deren Kreditkarten oder Girokarten das gebührenfreie Abheben im In- und Ausland ermöglichen. Weitere Kriterien für die Aufnahme in die Liste sind kostenfreie Kontoführung, Nutzungsmöglichkeit als Zweitkonto sowie sicheres Online-Banking.

Mit folgenden Karten lässt sich weltweit gebührenfrei Geld abheben

Karte

Anbieter

Jahresgebühr

Kontoführung

Vorteile

Beantragung

DKB Visa Card DKB ✓  VISA Card 0,- € ✓  Kostenlos Weltweit kostenlos an Automaten Geld abheben
Cashback-Programm
Guthabenverzinsung 0,6%
Sollzins Dispositionskredit nur 6,9%
Einfach per Online-Antrag

Consorsbank Visa Card Consorsbank ✓  VISA Card 0,- € ✓  Kostenlos Weltweit gebührenfrei Geld abheben
Kostenfreie Kartenzahlung im Euroraum
10-Cent-Gutschrift bei Kartenzahlung
Bis zu 100 € jährliche Premie
Einfach per Online-Antrag

ICS World Card ICS ✓  VISA Card 0,- € ✓  Kostenlos Weltweit gebührenfrei Geld abheben
Kein neues Girokonto erforderlich
Flexible Rückzahlung (auch Ratenzahlung)
Einfach per Online-Antrag

Wuestenrot Visa Card Wüstenrot ✓  VISA Card 0,- € ✓  Kostenlos Weltweit kostenfrei Geld abheben (24 x pro Jahr)
VISA Card auch als Prepaid erhältlich
100 € Bonus (Nutzung als Gehaltskonto)
Einfach per Online-Antrag

Comdirect Visa Card comdirect ✓  VISA Card 0,- € ✓  Kostenlos Weltweit gebührenfrei Geld abheben
Börsenhandel per Online-Banking
Bonus bei Gehaltseingang
Einfach per Online-Antrag

Aktualisiert am: 26.06.2016

Wichtige Tipps zur sicheren Nutzung von Kreditkarten auf Reisen

 

Konditionen und Kleingedrucktes beachten

Bei der heutigen Vielfalt an Banken, die auch Kreditkarten herausgeben, ist es schwer, den Überblick über die einzelnen Konditionen zu behalten. Daher ist es ratsam, sich vor dem Geld abheben im Ausland mit den Konditionen Ihrer Bank vertraut zu machen und das Kleingedruckte zu lesen. Manche Banken werben damit, keine Transaktionsgebühren für den Auslandsgebrauch zu erheben, berechnen dafür aber im Gegenzug ein höheres Auslandseinsatzentgelt von bis zu 3% des abgehobenen Betrages.

 

Verfügungslimits der Karten beachten

In der Regel wird jede Kreditkarte mit verschiedenen Limits bezüglich des Verfügungsrahmens ausgeliefert. Die gängigste Begrenzung ist das Tageslimit, welches einen bestimmten Betrag festsetzt, der maximal pro Tag abgehoben werden darf. Eine übliche Grundeinstellung der Kreditinstitute liegt hier bei einem Verfügungsrahmen von 500 Euro pro 24 Stunden. Wer einen exklusiven Urlaub auf die Malediven oder nach Dubai gebucht hat, kommt mit diesem Tageslimit schnell an seine Grenzen. Im Zweifelsfall ist es empfehlenswert, sich bei dem jeweiligen Kreditinstitut über die Konditionen des Tageslimits zu erkundigen und gegebenenfalls den Verfügungsrahmen für die Dauer des Auslandsaufenthaltes auf einen höheren Betrag setzen zu lassen.

 

Verfügungslimits der ausländischen Banken

Selbst wenn Sie das tägliche Verfügungslimit der eigenen Bank heraufgesetzt haben, gibt es teilweise Abhebungslimits bei den ausländischen Banken. Dies betrifft hauptsächlich Länder, die ein wesentlich niedrigeres Durchschnittseinkommen aufweisen, wie beispielsweise Thailand, die Philippinen oder Länder in Südamerika. Selbst wenn von Seiten der eigenen Bank wesentlich mehr Geld im Ausland abgehoben werden könnte, begrenzen die jeweiligen Landesbanken das Tageslimit. In solchen Fällen ist es ratsam, eine zweite Kreditkarte dabei zu haben, mit der man kostenfrei Geld abheben kann.

 

Vorsicht beim Geld abheben im Ausland

Je nach Reiseland ist es ratsam, während des Abhebens von Bargeld eine gewisse Vorsicht walten zu lassen. Es ist schon vorgekommen, dass Touristen am Bankomat beobachtet wurden, um kurz darauf ihres frisch abgehobenen Geldes beraubt zu werden. Daher wird empfohlen, möglichst bei Tageslicht an öffentlichen Plätzen Geld abzuheben und dieses dann rasch zu verstauen. Gerade in ärmeren Ländern mit einer höheren Kriminalitätsrate wie Südamerika oder Südafrika sind schon vermehrt Touristen direkt nach dem Geld abheben überfallen worden, weil sie auf offener Straße das abgehobene Geld nachgezählt haben. Natürlich sollte auch darauf geachtet werden, dass niemand die Eingabe des Pins beobachtet. Eine gewisse Vorsicht ist beim Geld abheben im Ausland also durchaus angebracht.

Vor Reiseantritt der Bank Bescheid geben!

Die meisten Kartenanbieter müssen über den Auslandseinsatz ihrer Kreditkarten informiert werden, bevor Geld im Ausland abgehoben wird, da die Karte sonst aus Missbrauchsverdacht automatisch gesperrt werden kann. Nichts ist ärgerlicher, als sich im Urlaub mit einer gesperrten Kreditkarte zu beschäftigen. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man vor dem Einsatz der Karte im Ausland bei dem Kreditinstitut anfragen, ob vor einer Reise Bescheid gegeben werden muss.

 

Karte bei Verlust umgehend sperren lassen

Sollte auf Reisen eine Kreditkarte abhanden kommen, ist es wichtig, sich umgehend mit dem Herausgeber der vermissten Karte in Verbindung zu setzen, um sie sperren zu lassen. Beim Erhalt der Kreditkarte erhält man eine Notfallnummer, unter der man die Kreditkarte sperren lassen kann. Es ist ratsam, sich diese Nummer gut zu notieren, damit sie im Falle eines Verlustes gleich zur Hand ist. Diebe können zwar mit der Karte kein Geld im Ausland abheben, da sie die Pin-Nummer nicht haben, dafür aber ausgiebig einkaufen. Deshalb im Verlustfall sofort die Karte sperren lassen. Im Idealfall besitzen Sie eine zweite Kreditkarte, mit der Sie Geld im Ausland abheben können. Ist dies nicht der Fall, bleibt die Möglichkeit sich per Western Union Geld von zu Hause schicken zu lassen.

 

Haftung im Verlustfall

Ab dem Zeitpunkt, ab dem Sie Ihre Kreditkarte als vermisst gemeldet haben und sie gesperrt wurde, können Sie für entstandene Schäden nicht mehr haftbar gemacht werden. Anders verhält sich das mit vorher entstandenen Verlusten, die vor der Sperrung erfolgten. Hier kann man als Bankkunde mit bis zu 150 Euro als Eigenbeteiligung haften. Bei einigen Banken ist man gänzlich von der Haftung befreit. Genaue Details dazu finden Sie in den AGB’s Ihrer Bank. Wichtig ist auf jeden Fall, den Verlust umgehend bei der Bank zu melden und die betreffende Karte sperren zu lassen.

 

Zweite Kreditkarte als Sicherheit

Da die gelisteten Banken keine Kontoführungsgebühr berechnen und die Konten bequem als Zweitkonto oder Reisekonto benutzt werden können, empfiehlt sich eine 2. Kreditkarte. Falls eine Karte nicht funktionieren sollte, zu Bruch geht oder verloren wird, besteht dann die Möglichkeit, einfach die andere kostenlose Kreditkarte zu benutzen, anstatt sich per Western Union Geld aus der Heimat schicken zu lassen, was im übrigen sehr teuer ist. Eine der beiden Kreditkarten lässt man dann während des Urlaubs im Safe des Hotels, oder gibt sie zusammen mit dem Reisepass an der Rezeption zur Verwahrung ab. Dadurch ist man auf der sicheren Seite und lässt sich durch eine verlorene Karte nicht den Urlaub ruinieren.

 

Bewertung: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
4,31 von 5 Punkten, bei 59 Stimmen.
Loading...Loading...
Infos teilen »Tweet about this on TwitterShare on Google+Share on FacebookEmail this to someone