Geld abheben in Indien


Gebührenfrei Geld abheben in IndienIndien ist mit über einer Milliarde Einwohner das bevölkerungsreichste Land Südasiens. Indien ist geographisch in 5 Regionen eingeteilt, darunter der weltberühmte Himalaya mit den höchsten Gipfeln der Welt. Hier befindet sich auch die politisch umstrittene Region Kaschmirs. Eine Reise ins ferne Indien bedarf einer durchdachten und vor allem frühzeitigen Reisevorbereitung. Wer aus beruflichen Gründen oder zwecks Urlaub eine Reise nach Indien plant, muss eine Reihe von Notwendigkeiten beachten, um sich auf einen reibungslosen Aufenthalt in Indien freuen zu können. Hierzu gehört neben einem Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig sein muss, und einer guten Auslandskrankenversicherung auch die Frage nach der Bargeldversorgung und den Zahlungsmodalitäten in Indien.

Größere Mengen an Bargeld mit sich zu führen wird grundsätzlich auf Reisen aus Sicherheitsgründen nicht empfohlen. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit reicht oft aus, um einem Urlaub oder einer Dienstreise gleich zu Beginn einen bitteren Beigeschmack zu verleihen.

Im folgenden Beitrag erfährt man Wissenswertes zu relevanten Themen rund ums Geld und den damit verbundenen Gebühren, Sicherheit von Geldautomaten, bargeldlose Bezahlung in Indien und vieles mehr zur effektiven Reisevorbereitung und Kostenabschätzung. Über einen Link sind Anbieter gelistet, die für das Geld abheben in Indien keine zusätzlichen Kosten berechnen. Wie genau dies realisierbar ist, sowie einige Tipps zum wichtigen Thema Sicherheit beim Geld abheben kann man in den folgenden Kapiteln nachlesen.

 

Die Landeswährung in Indien – Rupie (INR)

Übersicht Banknoten Indische RupienDas offizielle Zahlungsmittel stellt die indische Rupie dar, welche in 100 Paise unterteilt ist. Da Indien in Zukunft Bargeld abschaffen möchte, wurden die 500 und 1000 Rupien Scheine für ungültig erklärt. In Umlauf befindliche Banknoten und Münzen lassen sich der Tabelle finden.

Münzen: 5, 10, 20, 25 oder 50 Paise sowie 1, 2, 5, 10 Rupien
Scheine: 5, 10, 20, 50, 100 Rupien

Die aktuellen Wechselkurse von Euro in indische Rupien lassen sich dem Währungsrechner unten entnehmen.

 

Euro in Rupien einwechseln

Aus dem Grund, dass indische Rupien weder ein- noch ausgeführt werden dürfen, erübrigt sich die Frage ob es sinnvoll ist, schon vor Reisebeginn von Euro in Rupien zu tauschen. Nicht nur in Indien, generell erhält man den günstigeren Umtauschkurs fremder Währungen meistens im Reiseland selbst.

In Indien stehen zum Umtausch in Landeswährung Bankschalter und Wechselstuben bereit, die sich schon bei der Ankunft an den internationalen Flughäfen finden lassen. Wechselstuben bieten in der Regel etwas bessere Umrechnungskurse als die Banken. Die Quittung des eingetauschten Geldes sollte unbedingt aufgehoben werden, da sie bei einem eventuellen Rücktausch in die Ausgangswährung vorgelegt werden muss.

 

Einfuhr von Fremdwährungen nach Indien

Wer sein Geld in bar nach Indien einführen möchte, muss den Geldbetrag ab einem Gegenwert von 5.000 US-Dollar am Zoll deklarieren. Dies gilt auch für Reiseschecks. Beträge unterhalb dieser Grenze können ohne besondere Anmeldung ins Land mitgeführt werden.

 

Reiseschecks oder Travelerschecks in Indien

Wer Reiseschecks nach Indien mitnehmen möchte, sollte diese in US-Dollar ausstellen lassen, da Schecks die in Dollar ausgestellt sind, grundsätzlich in Indien größere Akzeptanz erfahren. Zum Eintauschen der Reiseschecks sucht man idealerweise eine Bank auf. Es besteht zwar auch die Möglichkeit, sich die Reiseschecks in größeren Hotels eintauschen zu lassen, allerdings wird dort oft eine Service-Pauschale von bis zu 10 % des umgetauschten Betrages in Landeswährung erhoben.

 

Bargeldlose Bezahlung in Indien

Indien ist in puncto bargeldloser Bezahlung ein Pionier Südasiens. Aufgrund einer Regierungskampagne gegen Schwarzgeld wurden 2016 die 500 und 1000 Rupien Scheine für ungültig erklärt. Ein Großteil der Bevölkerung bezahlt Rechnungen per Smartphone-App. In den touristischen Gegenden ist es möglich, per Kreditkarte und mancherorts auch per EC-Karte zu zahlen. Beachtet werden müssen hier die hohen Auslandseinsatzgebühren der deutschen Banken, die in der Regel mit 1-4% des verfügten Betrages zu Buche schlagen.

 

Geld abheben in Indien per EC-Karte

Grundsätzlich kann an den indischen Geldautomaten, die das entsprechende Maestro- oder Cirrus-Logo tragen, mithilfe einer EC-Karte Geld abgehoben werden. Aber Achtung: Je nach Bank werden hierbei hohe Auslandseinsatzgebühren für die Fremdnutzung der EC-Karte berechnet. In der Regel beträgt diese Gebühr zwischen 5 und 10 Euro. Die exakte Höhe dieser Gebühren kann man bei der zuständigen Hausbank erfragen oder in den Vertragsunterlagen einsehen.

Mehrmaliges Geld abheben ist während einer Indienreise aufgrund des täglichen Verfügbarkeitslimits unvermeidbar. In Anbetracht der dadurch entstehenden Kosten ist es sinnvoll, sich eine sogenannte Reisekreditkarte zuzulegen, mit welcher kostenfrei Geld in Landeswährung abgehoben werden kann.

 

Geld abheben in Indien per Kreditkarte

In den touristisch erschlossenen Gegenden Indiens sowie in Städten lassen sich problemlos Geldautomaten finden, an denen Geld abgehoben werden kann. Erkennen lassen sich geeignete Automaten an dem jeweiligen Logo des Kreditkartenbetreibers.

Die gängigsten Kreditkarten VISA und MasterCard, aber auch American Express und Diners Club erfahren in Indien beim Geld abheben die höchste Akzeptanz. Zusätzlich zur Auslandseinsatzgebühr wird beim Geld abheben in Indien per Kreditkarte noch eine Transaktionsgebühr berechnet, die sich in der Regel nach der Höhe des abgehobenen Betrages richtet. Zwischen 1 und 4 % sind der gängige Standard. Es gibt einige Anbieter, mit deren Reisekreditkarten ein kostenfreies Geldabheben in Indien und sogar weltweit möglich ist.

 

Kostenfreie Kreditkarten auf Reisen nutzen

Wie bereits erwähnt, verzichten einige Banken darauf, an der Reiseaktivität ihrer Kunden mitzuverdienen und bieten das weltweite Geldabheben per Kreditkarte gebührenfrei an. In Travellerkreisen erfreuen sich diese Kreditkarten einer immer größer werdenden Beliebtheit, da sie ohne jährliche Bereitstellungskosten erhältlich sind und man auf jeder Auslandsreise bares Geld spart.

Auch wenn der Name „Reisekreditkarte“ es nicht auf den ersten Blick verrät, entfallen auch im Inland, beim Geld abheben an Fremdbanken die Gebühren für die Fremdnutzung der Kreditkarte. Über den Link gelangt man zur Übersicht der Anbieter.
 

 

Mit einer Bearbeitungszeit von bis zu zwei Wochen bis zur Zusendung der Karte muss allerdings gerechnet werden. Entscheidet man sich vor der Reise nach Indien für eine dieser Reisekreditkarten, sollte unbedingt auf rechtzeitige Beantragung geachtet werden, damit man vom ersten Reisetag an die Vorzüge dieser Karte nutzen kann.

 

Sicherheit beim Umgang mit Geld in Indien

Ein Großteil der indischen Bevölkerung lebt in Armut. Es gibt dort sowohl großflächige Elendsgegenden im ländlichen Bereich, als auch viele soziale Brennpunkte in den Großstädten. Dadurch bedingt ist die Kriminalitätsrate sehr hoch. Hinzu kommt die hohe Bevölkerungsdichte Indiens. Grund genug für den Reisenden in Indien, besonders vorsichtig zu sein im Umgang mit Zahlungsmitteln, insbesondere beim Geld abheben an Geldautomaten. Besonders aufpassen muss man an belebten Plätzen und dunklen Gassen. In großen Shopping Malls sind die Geldautomaten in der Regel bewacht und relativ sicher.

Wertsachen und Geld sollten unterwegs grundsätzlich am Körper getragen werden. Selbstverständlich sollte sein, PIN und dazugehörige Karte nicht zusammen aufzubewahren und am Geldautomaten die PIN verdeckt einzugeben. Doch keine noch so sicher konzipierte Karte ist vor Missbrauch und Leichtsinn geschützt. Kommt es zu Verlust, Diebstahl oder Missbrauch der Karte, kann man einen extra eingerichteten internationalen Sperr-Notruf die EC- oder Kreditkarte sofort sperren lassen. Über den nachfolgenden Link gelangt man direkt zu dieser Nummer. Voraussetzung für schnelles Handeln ist, die Nummer des Sperr-Notrufs entweder auswendig zu wissen, oder versteckt notiert immer bei sich zu führen. Im Falle einer Kartensperrung ist es wichtig, für den Rest der Reise eine zusätzliche Geldkarte mitzuführen.

Zur eigenen Sicherheit sollte man vermeiden, öffentlich mit großen Scheinen zu hantieren und die Geldbörse auch in Hotels oder Restaurants offen liegen zu lassen, da dies schnell gefährliche Aufmerksamkeit erregen kann. Beim Besuch traditioneller Märkte oder bei Ausflügen ins Landesinnere sollte man immer darauf achten, Bargeld in kleinen Stückelungen bei sich zu haben. In kleinen Restaurants, auf Märkten sowie bei Taxifahrern können große Scheine oftmals nicht gewechselt werden. Weitere Sicherheitshinweise zu reisen nach Indien lassen sich auch auf der Seite des Auswärtigen Amtes zu Indien finden.

 

 
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