Geld wechseln bei Auslandsreisen


Beim Geld wechseln im Ausland muss besonderes Augenmerk auf die Wechselkurse gelegt werdenAndere Länder – andere Sitten – andere Währungen. So könnte man die bekannte Redewendung erweitern. Nicht erst seit dem Massentourismus ist das Geld wechseln in fremde Währungen ein wichtiges Thema bei der Reisevorbereitung und während des Auslandaufenthaltes. Seit der Einführung des Euros als einheitliche Währung innerhalb der Europäischen Währungsunion haben es zumindest Reisende innerhalb der teilnehmenden 19 Staaten leichter, denn der Geldwechsel entfällt. Doch immer mehr Menschen zieht es in die Ferne, in Länder mit anderen Währungen und oftmals komplizierten Zollbestimmungen.

Wer den Urlaub – oder auch die Geschäftsreise – außerhalb der Eurozone verbringt, muss sich mit Geld wechseln in Fremdwährungen beschäftigen. Weltweit gibt es über 160 verschiedene Währungen. Währungen eines anderen Landes nennt man auch „Devisen“. Auch innerhalb Europas – aber außerhalb der Eurozone – gibt es Fremdwährung, z. B. das englische „Pfund Sterling“ oder die schwedischen „Kronen“.

Das Thema Geld wechseln bei Auslandsreisen wirft viele Fragen auf: Soll ich lieber bei der heimischen Hausbank vor der Reise Geld wechseln oder erst im Reiseland? Wie sind die Zollbestimmungen? Wo bekomme ich einen fairen Kurs? Wie hoch sind die Wechselgebühren? Klar, diese Fragen sind nicht für alle Staaten und Währungen pauschal beantwortbar und müssen im Detail individuell für das jeweilige Reiseland recherchiert werden. Dennoch gibt es einige Tipps, wie man sich im Rahmen der Reisevorbereitung in puncto Geld wechseln vorbereitet. Mit etwas Geschick kann man einige Prozent der Ausgaben einsparen und die Reisekasse dementsprechend entlasten.

Möglichkeiten zum Geld wechseln

Geld wechseln bei der Hausbank vor der Abreise

Auch wenn in den meisten Fällen das Geld wechseln vor Ort oder die bargeldlose Zahlung günstiger ist, bringt es bei der Ankunft am Zielort Vorteile, eine überschaubare Menge Bargeld in Landeswährung im Gepäck zu haben, beispielsweise für ein Taxi oder den Koffertransport.

Sinn macht das Geld wechseln vor dem Reiseantritt auch, wenn man berechtigte Sorge hat, vor Ort nach der Ankunft zeitnah kein Wechselbüro vorfinden zu können. Dies gilt besonders für touristisch weniger bekannte Reiseziele mit kleineren Flughäfen, die keine Wechselmöglichkeit bieten.

Im Hinterkopf behalten sollte man auch die Tatsache, dass es einige Tage dauern kann, bis die heimische Bank Bargeld in ausländischer Währung liefern kann. Da im Zeitalter der Kartenzahlung der direkte Geldwechsel von Bargeld zu Bargeld immer mehr in den Hintergrund gerät, halten – gemäß dem Angebot/Nachfrage-Prinzip – in der Regel nur die großen Bankfilialen gängige Währungen vorrätig.

 

Geld wechseln im Reiseland

Am Flughafen
In den meisten Fällen gibt es an jedem internationalen Flughafen mindestens eine Wechselstube, die dem ankommenden Reisenden Geldwechsel zu einem akzeptablen Kurs anbieten kann. Für die ersten Stunden nach der Ankunft wird in vielen Fällen Bargeld benötigt, z. B. für die Fahrt mit dem Taxi vom Flughafen zum Hotel, für kleine Snacks oder für die Toilette. In der Praxis sind die Wechselstationen an großen Flughafen meist günstig und berechnen aktuelle Wechselkurse, allerdings werden auch Gebühren fällig.

Im Hotel
Die meisten größeren Hotels oder auch die Rezeptionen großer Ferienwohnanlagen verfügen in gängigen Reiseländern über einen Wechselservice. Jederzeit an der Hotelrezeption Geld in Landeswährung zu wechseln scheint bequem. Allerdings werden in Hotels oftmals hohe Gebühren und ein schlechter Wechselkurs angeboten.

In Wechselstuben
In Wechselstuben erhält man in der Regel einen Geldwechsel zu fairen Gebühren. Allerdings sollte es sich um ein seriöses, offizielles Wechselbüro handeln. Von kleinen, privaten Wechselstellen sollte man aus Sicherheitsgründen Abstand nehmen. Von Reiseanbietern oder in Reiseforen werden Adressen seriöser Wechselstuben mit entsprechenden Bewertungen veröffentlicht.

Bei Privatpersonen
Geld bei Privatpersonen zu wechseln ist grob fahrlässig, illegal und gefährlich! Auch wenn Privatpersonen an der Straßenecke „Schnäppchen“ anbieten in Form von vermeintlich guten Kursen und geringfügigen Gebühren, so besteht das Risiko, Falschgeld oder geklaute Scheine zu erhalten. Deshalb: Finger weg vom Geldwechsel auf der Straße!

 

Geld online wechseln

Reisende, die nicht auf Bargeld in der jeweiligen Landeswährung des Reiselandes verzichten möchten, können bei sogenannten Fintech-Dienstleistern über deren Webseiten mit wenigen Klicks online Geld wechseln. So bietet beispielsweise die Firma Travelex 41 verschiedene Fremdwährungen zum Kauf an. Bei Summen bis zu 2499 Euro wird die Fremdwährung direkt an die gewünschte Adresse geliefert, höhere Beträge müssen in einem der Flughafenbüros von Travelex persönlich abgeholt werden.

 

Einlösen von Reiseschecks

Geld wechseln durch den Verkauf von Reiseschecks war über Jahrzehnte eine Art „Sonderform“ des Geldwechsels und galt als sicher und seriös. Der Verkauf von Reiseschecks wurde in Deutschland Ende 2015 eingestellt. Da Reiseschecks unbegrenzt gültig sind, können sie immer noch an bestehenden Akzeptanzstellen eingelöst werden. Da Reiseschecks quasi wie Bargeld behandelt werden, kann man vielerorts direkt bezahlen, als Rückgeld bekommt man Bargeld in Landeswährung.

Planung des Geldwechsels in der Reisevorbereitung

“Eine gute Vorbereitung ist der halbe Sieg”. Diese Fußballerweisheit ist durchaus übertragbar auf die Prozedur der Reisevorbereitung. Wer sich schon bei der Urlaubsplanung eingehend über Umtauschmöglichkeiten und alternative Zahlungsoptionen informiert, kann bares Geld sparen. Wir empfehlen folgende Vorgehensweise:

 

Hilfsmittel Währungsrechner

Um sich einen Überblick bezüglich der Währung und die Entwicklung der Wechselkurse zu beschaffen, eignet sich ein Währungsrechner. Dadurch bekommt man schon vor der Reise ein Gefühl für den aktuellen Wert der jeweiligen Landeswährung. Bei langfristig geplanten Reisen kann man die Kursentwicklung über mehrere Wochen beobachten und Trends erkennen.

Unser Tipp: Schon in dieser Phase der Reiseplanung ergibt sich eine Sparmöglichkeit: Angenommen, die Landeswährung des Reiselandes fällt aktuell stark gegenüber dem Euro, so kann man in dieser „Tiefphase“ z. B. die Hotelrechnung oder den Mietwagenvertrag begleichen. Steigt der Kurs jedoch, so ist es sinnvoll mit der Begleichung von Rechnungen oder dem Umtausch von Devisen zu warten.

 

Auswahl des Reiselandes

Es gibt Reiseländer, deren Währung so schwach ist, dass Bargeschäfte manchmal in Fremdwährungen durchgeführt werden. US-Dollar, aber auch Euro, sind in solchen Staaten durchaus gern gesehene Devisen, mit denen man zu günstigen Kursen auch bar zahlen kann. So konnte man beispielsweise in Kuba jahrelang mit US-Dollar bezahlen.

 

Wechselkurse der Währung beobachten

Wechselkurse von Währungen unterliegen starken SchwankungenMöchte man vor der Abreise bei der heimischen Bank Geld wechseln, so ist es ebenso wichtig, den tagesaktuellen Wechselkurs der Bank im Blick zu haben, um dann zu einem günstigen Zeitpunkt zu wechseln.

Die weltweiten Devisenmärkte sind in den letzten Jahren deutlich dynamischer geworden. Das bedeutet, Umrechnungskurse schwanken sekündlich. Innerhalb kurzer Zeit kann der Wechselkurs um mehrere Prozent steigen oder sinken, insbesondere nach der Veröffentlichung wirtschaftlich relevanter Daten wie den Arbeitslosenzahlen eines Landes. Mit einem ausreichenden Planungszeitraum kann man so einen günstigen Zeitpunkt für den Umtausch abpassen.

 

Zeit einplanen

Geld wechseln vor der Reise sollte nicht zu kurz vor Reiseantritt erfolgen. In manchen Fällen – besonders bei seltenen Währungen und größeren Summen – hat die heimische Bank die ausländische Währung nicht in der Filiale vorrätig und muss diese erst bestellen. Dies kann einige Tage dauern. Empfehlenswert ist ein Anruf mit konkreter Anfrage bei der Bankfiliale.

 

Informationen einholen

Bei einer geplanten Reise kann man sich im Internet oder über den Reiseanbieter über die Möglichkeit des Geldwechsels vor Ort informieren. Für viele größere Reiseziele existieren Seiten und Informationsbroschüren, in denen die entsprechenden Möglichkeiten des Geldwechselns aufgeführt sind.

Unser Tipp: Geld wechseln im Hotel vor Ort ist in der Regel ungünstiger als in professionellen Wechselstuben. So ist es sinnvoll, sich nach Wechselstuben vor Ort zu erkundigen.

 

Währungs-Apps installieren

Wer im Rahmen der Reisevorbereitung das Smartphone mit Reise-Apps ausstattet, sollte eine Währungsrechner-App nicht vergessen, um während der Reise den tagesaktuellen Kurs immer im Blick haben zu können.

Währungs-Apps für Android

Währungs-Apps für IOS

 

Alternativen checken

Wer mit Kreditkarte oder Girocard (EC-Karte) in der Reisekasse unterwegs ist, hat alternativ zum direkten Wechsel von Bargeld zu Bargeld auch die Möglichkeit, an geeigneten Automaten und Kartenterminals mit der Karte Geld in der jeweiligen Landeswährung abzuheben. Im Falle der Girocard (EC-Karte) und bei den meisten Kreditkarten fällt auch hier eine Gebühr, das sogenannte Auslandeinsatzentgelt an. Hier gilt es abzuwägen, welche Möglichkeit letztlich die günstigere ist.

 

Kostenlose Reisekreditkarte beantragen

Im Gegensatz zum direkten Bargeldwechsel und dem gebührenpflichtigen Geld abheben mit gängigen Karten kann man mit Reisekreditkarten einiger Anbieter kostenlos Geld in Landeswährung abheben – und dies in fast allen Ländern weltweit. Für Reisende die im Besitz einer kostenlosen Kreditkarte sind, lohnt sich das gebührenpflichtige „bar zu bar-wechseln“ nicht.
 

 

Was für eine Rolle spielen Zollbestimmungen?

Reisen innerhalb der EU

Das EU-Recht auf Freizügigkeit ermöglicht jedem Bürger der Europäischen Union, sich innerhalb der EU auch finanziell frei zu bewegen und genauso als freier Bürger behandelt zu werden, wie als Bürger des heimischen Mitgliedstaats. Dazu gehört auch das grenzenlose Reisen mit den damit verbundenen Vorteilen. Für bestimmte Waren kann es aber Einschränkungen geben, unter anderem für die Ein- und Ausfuhr von Bargeld.

Wer mit Barmitteln und gleichgestellten Zahlungsmitteln im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr innerhalb der EU unterwegs ist, muss diesen Betrag den Kontrolleinheiten des Zolls auf Befragen mündlich anzeigen. Dies bedeutet, für Beträge bis zu 10.000 Euro besteht keine Deklarationspflicht, trotzdem muss bei einer Stichprobenkontrolle an den offenen EU-Grenzen auf Nachfrage der Geldbetrag offengelegt werden.

Als Barmittel gelten: Bargeld, wie z. B. Scheine und Münzen, die aktuelle gültige Zahlungsmittel sind, oder Banknoten und Münzen, die keine gültigen Zahlungsmittel sind, aber noch in eine gültige Währung umgetauscht werden können (z. B. Deutsche Mark, Österreichische Schilling– hier ist ein Umtausch in Euro noch möglich).

Für Wertpapiere, Sparbriefe etc. gelten dieselben Regelungen.

 

Reisen außerhalb der EU

Große Mengen Bargeld müssen beim Zoll angemeldet werdenDer Ministerrat EU verabschiedete am 12. Juli 2005 eine Verordnung zur Kontrolle von Bargeldbewegungen in die EU und bei Verlassen der EU. Diese Verordnung hat seit 15. Juni 2007 in allen Mitgliedstaaten Gültigkeit. Danach müssen Reisende, die in EU Staaten einreisen oder aus der EU ausreisen und Barmittel von 10.000 Euro oder mehr (ebenso den Gegenwert fremder Währungen oder anderen leicht konvertiblen Werten z. B. auf Dritte ausgestellte Schecks) mit sich führen, diesen Betrag bei den Zollbehörden anmelden. Die Zollbehörden haben aufgrund dieser Verordnung die Ermächtigung, natürliche Personen, deren Gepäck und gegebenenfalls Verkehrsmittel zu kontrollieren und nicht angemeldetes Bargeld sicherzustellen.

Den meisten Reisenden ist bekannt, dass Bargeld bei der Einreise anzumelden ist. Weniger bekannt ist jedoch, dass Bargeld auch bei der Ausreise angemeldet werden muss. Wer beispielsweise in Australien Urlaub macht und mit 15.000 Euro von Deutschland aus einreist, muss zwei Anmeldungen vornehmen: Die erste Anmeldung erfolgt an der deutschen Zollstelle und die Zweite an der Zollstelle in Australien. Besonders für die Anmeldung bei der Abreise ist es zeitsparend, sich vorab zu informieren, wo sich die Zollstelle befindet. An Flughäfen ist eine Anmeldung grundsätzlich vor der Sicherheitskontrolle abzugeben.

Die Anmeldung der Barmittel muss – bei der Ein- oder Ausreise – beim Zollamt erfolgen. Dies geschieht mittels dem standardisierten Anmeldeformular ZA 292. Dieses Formular ist auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen zu finden – sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache. Auch in den Zollämtern liegen diese Formulare aus. Die Zollverwaltung empfiehlt, das Anmeldeformular ZA 292 bereits ausgefüllt beim Zollamt abzugeben, so wird eine rasche Abwicklung gewährleistet. Die zuständigen Zollbeamten beantworten auftretende Fragen oder Unklarheiten und geben Hilfestellung beim Ausfüllen des Formulars.

Vor der Ein- oder Ausreise nach Deutschland, das bedeutet vor dem Passieren der Kontrollstelle, muss der Reisende mit dem ausgefüllten Formular den entsprechenden Schalter aufsuchen und dieses dort abgeben. Dort wird eine Kopie des Ausweises angefertigt, das Formular wird gestempelt und man erhält Kopie. Diese Anzeigepflicht besteht aus dem Grund, illegalen Geldbewegungen wie Geldwäsche und Finanzierung von Terrorismus vorzubeugen, ohne den freien Kapitalverkehr einzuschränken. Die Kopie muss gut aufbewahrt werden, um sie bei einer späteren Kontrolle eventuell vorzeigen zu können. So kann der Beweis erbracht werden, dass alle Geldmittel, die 10.000 Euro übersteigen, ordnungsgemäß angezeigt wurden. Reisende, die dieser Anzeigepflicht nicht nachkommen, begehen eine Ordnungswidrigkeit, diese wird entsprechend der jeweiligen Landesgesetzte geahndet.

Ausländische Währungen müssen mit dem Sortenkurs am Tag der Einreise in Euro umgerechnet werden.

Exkurs: Länder der Eurozone

Bei Reisen in einen dieser Staaten ist kein Geldwechsel notwendig:

Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien und Zypern

Wo kann ich im Ausland Geld wechseln?

Geld wechseln am Zielflughafen

An internationalen Flughäfen befinden sich seriöse Wechselstuben. Hier kann man bei der Ankunft bei Bedarf kleinere Mengen Bargeld wechseln für erste Ausgaben am Ankunftstag. Oft benötigt man Geld in Landeswährung für den Koffertransport, kleine Snacks oder den Taxitransfer zum Zielort.

Beim Geld wechseln am Flughafen besteht in der Regel keine Gefahr der „Abzocke“. Hier herrscht eine hohe Nachfrage, gleichzeitig aber auch große Konkurrenz. Aus diesem Grund können recht günstige Kurse angeboten werden.

Trotz fairer und aktueller Wechselkurse erheben Wechselstuben an Flughäfen teilweise höhere Gebühren als Wechselstuben am Zielort. Sie können Profit machen aufgrund der Tatsache, dass die ankommenden Reisenden bei der Ankunft oftmals keine Alternative haben und schnell Geld wechseln müssen.

An kleinen, nationalen Zielflughäfen gibt es in der Regel keine Wechselstation. Für diese Fälle bietet es sich an, vor der Abreise eine kleine Menge Bargeld für den Ankunftstag zu wechseln.

Spartipp: Flughäfen verfügen in der Regel über ein Kartenterminal. Wer über eine gebührenfreie Reisekreditkarte verfügt, ist klar im Vorteil. Mithilfe dieser Karten kann sich der Reisende die Gebühr beim „manuellen“ Geld wechseln in der Wechselstube sparen, denn am Kartenterminal des Flughafens kann gebührenfrei Geld in Landeswährung abgehoben werden.

 

Geld wechseln in seriösen Wechselstuben und Banken

Seriöse Wechselstuben sind ein sicherer Ort, Bargeld in Landeswährung zu wechseln. Je frequentierter ein Reiseziel, desto mehr Wechselstuben sind vor Ort. In weniger bekannten Urlaubszielen, an denen keine explizit ausgewiesenen Wechselstuben zu finden sind, existiert die Möglichkeit des Geldwechselns an Wechselschaltern von Banken.

In den meisten Urlaubsorten sind mehrere Wechselbüros vorhanden, sodass es sich lohnt, vorab die Wechselkurse und Gebühren der verschiedenen Anbieter zu vergleichen, um einen möglichst günstigen Kurs zu erhalten. Außerdem ist es sinnvoll, sicherheitshalber bei einem Umtausch im Ausland das erhaltene Bargeld in Landeswährung immer direkt am Schalter nachzählen. In vielen Ländern gibt es für wenige Euro-Scheine eine Menge Scheine in Landeswährung zurück, so können leichtgläubige Reisende unter Umständen betrogen werden.

Bedingt durch die harte Konkurrenz unter den Wechselstuben kann man davon ausgehen, dass faire Wechselkurse und adäquate Gebühren erhoben werden.

Wer geplant verreist, kann sich vorab nach Möglichkeiten des Geldwechselns erkundigen. Sowohl Reiseanbieter als auch Touristenseiten und Reiseforen veröffentlichen Listen seriöser Wechselstuben. Im Zeitalter der Internetbewertungen und Rezensionen lohnt sich eine Vorabrecherche, so können während der Reise unnötige Wege und Zeitaufwand erspart werden.

 

Geld wechseln in Hotels

Das Geld wechseln in Hotels ist aufgrund der Umrechnungskurse oftmals teurer als bei WechselstubenGeld wechseln im Hotel ist eine bequeme, aber in der Regel nicht die günstigste Variante. Die meisten Hotels – besonders in großen Tourismuszentren – bieten einen Geldwechsel in Landeswährung an. Im Gegensatz zu offiziellen Wechselstuben werden meisten höhere Gebühren und nicht die besten Wechselkurse angeboten. Grund hierfür ist, dass die Hotels selbst die Devisen auf Vorrat kaufen müssen. Bei Kursschwankungen müssen temporäre Kursverluste durch höhere Gebühren vom Kunden ausgeglichen werden.

Nicht nur Hotels, sondern auch große Anlagen von Ferienwohnungen und sogar Campingplätze bieten in vielen Fällen für ihre Kunden einen Währungswechsel an. Hier gilt analog zum Geld wechseln in Hotels: Vorsicht Gebühren! Wenn es sich vermeiden lässt, lohnt es sich in den meisten Fällen nach einer Alternative zu suchen, auch wenn dies mit einem Umweg verbunden ist.

Als Alternative zum Geldwechsel im Hotel bietet sich die bargeldlose Zahlung an. Aber auch hier können Gebühren entstehen, in Form von Auslandseinsatzentgelt und Bearbeitungsgebühren seitens der Bank.

Verfügt das Hotel über ein Kartenterminal, so ist es in vielen Fällen günstiger, sich am Automaten Bargeld in Landeswährung zu besorgen. Im Idealfall geschieht dies gebührenfrei mit einer kostenlosen Reisekreditkarte.

 

Geld wechseln durch Einlösen von Reiseschecks

Reiseschecks waren jahrzehntelang traditionell das Mittel der Wahl, um im Ausland an Bargeld in Landeswährung zu gelangen. Inzwischen sind Reiseschecks – bedingt durch den Siegeszug der Kreditkarten – sozusagen am Aussterben. Aber sie sind unbegrenzt gültig. Das bedeutet, vorhandene Reiseschecks können auch heute noch an vielen Akzeptanzstellen im Ausland eingelöst werden.

Reiseschecks können sowohl an Wechselstuben eingelöst, d. h. gegen Bargeld in Landeswährung eingetauscht werden. Sie können aber auch analog zu Bargeld als direktes Zahlungsmittel verwendet werden. Das Rückgeld erfolgt in Landeswährung. Beispiel: Man kauft in den USA mit einem 50 Euro Reisescheck ein Sandwich für 5 Dollar, so bekommt man abzüglich der Wechselgebühren das restliche Geld auch in Dollar zurück – also auch eine Art Währungswechsel.

Ein unschlagbarerer Vorteil von Reiseschecks ist: Sie sind versichert und werden bei Verlust oder Diebstahl sofort ersetzt. So eignen sie sich auch heute noch als sicheres Ersatzzahlungsmittel in der Reisekasse – unter der Voraussetzung, dass am Reiseziel Akzeptanzstellen vorhanden sind. Dies kann im Vorfeld im Rahmen der Reisevorbereitung recherchiert werden.

 

Geld wechseln bei Privatpersonen

Kurz und knapp: Dies ist keine Option, obwohl die Verlockung groß ist: Private Anbieter locken an der Straßenecke, vor Hotels oder am Bahnhof mit günstigem Geldwechsel, mit guten Kursen zu kleinen Gebühren. Hier gilt: Finger weg! Zu groß ist die Gefahr, betrogen zu werden – entweder mit Falschgeld oder z.T. durch die Berechnung extrem schlechter Kurse. In kleineren Gassen unsicherer Gegenden besteht zusätzlich die Gefahr des Raubüberfalls.

Diese Warnung gilt ebenso für kleine, private Wechselstuben, die keinen seriösen Eindruck erwecken. Ein vermeintlich günstiger Umtauschkurs wiegt das Risiko, ausgeraubt oder betrogen zu werden, nicht auf.

Beim Geldwechsel bei Privatpersonen erhält man in der Regel keine Quittung, das bedeutet, der Geldwechsel ist nicht nachvollziehbar. Dies kann bei der Ausreise Probleme geben, wenn restliches Geld in Landeswährung ausgeführt wird.

Das Thema Falschgeld ist aktueller denn je. Oftmals sind Blüten für den Laien nicht von echtem Geld unterscheidbar. Hier gilt: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! Der Besitz von Falschgeld ist strafbar. Je nach Reiseland kann ein leichtsinniger Geldwechsel sehr schnell mit hohen Strafen bis hin zum Gefängnisaufenthalt enden.

Exkurs: Was bedeuten die Schilder an Wechselstuben?

Die Bezeichnungen „We buy“ und „We sell“ an Schildern von Wechselstuben sorgen bei Reisenden oft für Verwirrung. Das bedeutet, auf diesen Schildern sind die Kurse aufgelistet, zu denen Wechselstuben Währungen an- oder verkaufen. Unter “We buy” steht dort der Kurs, zu dem die Wechselstube ausländische Währungen, beispielsweise Euro, einkauft.

Auf dem “We sell”-Schild ist der Kurs angegeben, zu dem die Wechselstube Auslandswährung verkauft. Dies ist der Fall, wenn der Reisende z. B. restliches Bargeld in Landeswährung noch im Reiseland zurück in Euro tauscht.

Wie finde ich die günstigsten Wechselkurse?

Wer außerhalb der Europäischen Währungsunion verreist, sollte beim Geldwechsel immer den aktuellen Wechselkurs im Blick haben, um beim Geld wechseln in die Landeswährung des Reiselandes keine Verluste hinnehmen zu müssen.

Exkurs: Was ist ein Wechselkurs?

Der Wechselkurs ist per Definition der Wert einer Währung, ausgedrückt in einer anderen Währung. Der Markt, auf dem dieser Preis entsteht, wird als Devisenmarkt bezeichnet. Der Wechselkurs (auch: Devisenkurs) ist also verantwortlich für den Vergleich zwischen verschiedenen Währungen, welche zueinander ins Verhältnis gesetzt werden.

Der Wechselkurs reguliert also den Preis beim Wechseln einer ausländischen Währung in eine inländische Währung oder andersherum (nominaler Wechselkurs). Er gibt auch Aufschluss über die Kaufkraft und Wettbewerbsfähigkeit (realer Wechselkurs) eines Staates.

Je nach Stabilität ist jede Währung täglichen Schwankungen im Vergleich zur Ausgangswährung unterworfen. Änderungen des Wechselkurses haben nicht nur signifikante Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eines Landes, sondern auch ganz individuell auf die Urlaubskasse. Werden Währungen aufgewertet, so steigt ihr Preis auf dem Devisenmarkt. Werden sie abgewertet, so sinkt auch ihr Preis. Deshalb ist es wichtig, sich schon vor der Reise mit den Kursschwankungen der jeweiligen Landeswährung des Reiselandes zu beschäftigen.

Währungsrechner geben im Internet Auskunft über den tagesaktuellen Wechselkurs der gewünschten Landeswährung. Schon vor der Reise lohnt es sich, die Kursschwankungen zu beobachten, z. B. hinsichtlich des Zeitpunktes der Reisebuchung.

Spezielle Währungs-Apps ermöglichen dem Reisenden, jederzeit mobil den aktuellen Wechselkurs der Landeswährung im Vergleich zum Euro abrufen zu können. Viele seriöse Devisenkurs-Apps sind inzwischen für Smartphones verfügbar.

Wer im Reiseland Geld wechselt, sollte vorab die Kurse verschiedener Wechselstuben vergleichen. Diese unterscheiden sich mitunter sehr stark voneinander, der Zeitaufwand lohnt sich!

Bei starken Kursschwankungen, die schlecht vorhersehbar sind, ist es sinnvoll, eher kleinere Beträge zu wechseln und abzuwarten, wie sich der Kurs entwickelt. Mitunter ist es eine Gratwanderung, die Risiken gegeneinander abzuwägen, aber es lohnt sich!

Wann ist Geld wechseln vor der Abreise sinnvoll?

Noch vor einigen Jahren galt die Regel, dass es bei starken Währungen günstiger ist, vor der Reise im Heimatland Geld zu wechseln, bei schwachen Währungen lohnt sich der Geldwechsel im Urlaubsland. Diese Zeiten sind längst vorbei. Durch die Internationalisierung der Finanzmärkte erhält man fast immer vor Ort den günstigeren oder zumindest einen vergleichbaren Kurs. Für Banken in Deutschland – dies gilt besonders für kleine Filialen – ist es risikoreich, größere Mengen ausländische Währung zu kaufen und vorrätig zu haben.

Seit dem Siegeszug der Kreditkarten und der Möglichkeit, im Ausland Bargeld in Landeswährung zum tagesaktuellen Kurs an entsprechenden Kartenterminals zu erhalten, ist der Bedarf des Geldwechselns vor der Reise stark gesunken, somit auch die Vorräte der Banken an Fremdwährung.

Vorab an deutschen Instituten Geld zu wechseln macht dann Sinn, wenn eine berechtigte Sorge besteht, vor Ort nach der Ankunft kein Wechselbüro oder ein Kartenterminal vorfinden zu können.

In der Regel ist es ausreichend, nur geringe Mengen an Bargeld vor der Reise zu wechseln, sodass man bei der Ankunft im Reiseland für den ersten Tag liquide ist.

Zu bedenken ist außerdem, dass es teilweise einige Tage dauern kann, bis das heimische Geldinstitut das Bargeld in ausländischer Währung liefern kann. So ist es wichtig, beim Geldwechsel vor der Abreise einen Zeitpuffer bis zum Reisestart einzuplanen. Denn nur die ganz großen Filialen verfügen ohne Zeitversatz über einen Vorrat gängiger Währungen.

Tipp für Profis: In sehr seltenen Fällen macht es Sinn, größere Mengen Bargeld vor der Abreise zu wechseln, selbst wenn der Umtausch in Deutschland mit hohen Gebühren und einem schlechten Kurs einhergeht. Gibt es beispielsweise Indizien dafür, dass der Wechselkurs der jeweiligen Landeswährung bis zum Urlaubsantritt signifikant fällt, kann sich der Bargeldtausch in Deutschland lohnen! In diesem Fall ist es intelligent, den Kurs des Reiselandes über einen längeren Zeitraum hinweg mit dem Kurs der heimischen Bank zu vergleichen – zuzüglich der anfallenden Gebühren. Ist der errechnete Unterschied kleiner als die erwartete Kursschwankung, nur dann lohnt der vorzeitige Bargeldumtausch.

Gebühren beim Geld wechseln in Fremdwährung

Wechselgebühren

Beim Geldwechsel im In- und Ausland verlangen Banken oder Wechselstuben zum Teil hohe Gebühren und wechseln zu einem ungünstigeren Kurs, als es Banken untereinander tun. Auch beim Geldabheben oder Bezahlen in Fremdwährung mithilfe von Geldkarten (Kreditkarten oder Girocard) fallen Gebühren an und verschlechtern auf diese Weise den eigentlichen Umrechnungskurs. Seriöse Währungsrechner bieten Angaben eines prozentualen Zu- oder Abschlags zum Basiswechselkurs, um Wechselgebühren berücksichtigen zu können.

 

Auslandseinsatzentgelt

Zusätzlich zum Kursunterschied wird eine sogenannte Auslandseinsatzgebühr fällig – ein Entgelt, welches Wechselstuben oder Banken entweder prozentual auf den Umtauschwert oder auch pauschal pro erfolgtem Umtausch verlangen. Prozentual zum umgetauschten Betrag bewegt sich die Höhe des Auslandeinsatzentgeltes zwischen 1 und 4 % der umgetauschten Summe. Pauschalbeträge sind von Land zu Land sehr unterschiedlich. Die Gebühren beim Geld wechseln setzen sich also zusammen aus Wechselgebühren (Bearbeitungsgebühren) und einer Fremdwährungsprovision in Form von Auslandseinsatzentgelt.

Tipp: nicht nur Wechselkurse, auch die Höhe der Gebühren unterscheiden sich zwischen verschiedenen Wechselstuben teilweise sehr stark. So lohnt es sich, die Gebühren verschiedener Wechselstellen zu erfragen und miteinander zu vergleichen.

Alternativen zum Wechsel vom Bargeld

Bargeldloses Bezahlen

Bargeldloses Bezahlen per Kreditkarte oder Girocard (EC-Karte) ist eine immer häufiger genutzte Alternative zum manuellen Geldwechsel in Landeswährung. Vor allem haben Kreditkarten in den letzten Jahren als Zahlungsmittel an Attraktivität gewonnen. Kreditkarten, aber vielerorts auch Girocards werden in den meisten Restaurants, Hotels, Tankstellen und Geschäften in fast allen Reiseländern akzeptiert. Mietwagen müssen inzwischen sogar in der Regel mit Kreditkarte bezahlt werden, eine Barzahlung ist hier nur noch bei den wenigsten Anbietern möglich.

 

Gebühren bei der bargeldlosen Zahlung

Bei der bargeldlosen Zahlung wird der tagesaktuelle Wechselkurs berechnet. Aber auch hier fallen Auslandseinsatzgebühren an. Ausnahme: Innerhalb der Europäischen Währungsunion fallen seit 2017 keine Gebühren mehr an bei der bargeldlosen Bezahlung mit der Kreditkarte oder Girocard (EC-Karte). Bei der Kartenzahlung im nichteuropäischen Ausland muss man mit Gebühren rechnen. Diese werden prozentual vom bezahlten Betrag berechnet und liegen in der Regel bei 1 – 4 Prozent der bargeldlos bezahlten Summe. Bei der bargeldlosen Bezahlung per Girocard kommt in den meisten Fällen eine Mindestgebühr von derzeit 3,50 Euro pro Bezahlung hinzu.

 

Geld abheben an Kartenterminals

Eine sinnvolle Alternative zum „manuellen Geldwechsel“ ist die Abhebung von Bargeld in Landeswährung an autorisierten Geldautomaten und Kartenterminals. Dies ist mit Kreditkarten nahezu in allen Ländern weltweit möglich. Diese Alternative hat Vorteile: In einigen Fällen ist eine bargeldlose Bezahlung nicht möglich, beispielsweise in ländlichen Regionen oder abgelegenen Gegenden kleinerer Staaten. Für diese Fälle hat der Reisende die Möglichkeit, vorab am Kartenterminal Geld in Landeswährung abzuheben und anschließend bar zu bezahlen.
Beim Geld abheben an Automaten wird – ebenso wie beim Geldwechsel an seriösen Wechselstuben – der tagesaktuelle Wechselkurs zugrunde gelegt.

 

Gebühren beim Geldabheben

Bei gängigen Kreditkarten fällt beim Abheben von Bargeld in Landeswährung auch zusätzlich das Auslandseinsatzentgelt an – meistens in Höhe von 1 bis 4 Prozent des abgehobenen Betrages. Dieser Betrag wird bei jeder Abhebung erneut fällig – ähnlich wie beim manuellen Geld wechseln. Das bedeutet, diese Variante lohnt sich im Vergleich zu den Wechselstuben nur, wenn der Reisende gebührenfrei Geld abheben kann.

 

Geld abheben mit kostenlosen Reisekreditkarten

Mit diesem Kartenformat einiger Banken ist weltweites Geldabheben an entsprechenden Kartenterminals gebührenfrei möglich – die Auslandseinsatzgebühr entfällt komplett. Somit sind diese Reisekarten gegenüber dem Geldumtausch in Wechselstuben, Hotels oder Banken deutlich im Vorteil. Da sie auch in der Anschaffung kostenlos sind und keine Jahresgebühr fällig wird, lohnt sich eine gebührenfreie Reisekreditkarte auch als Zweitkarte und Ersatzzahlungsmittel für jede Reisekasse.

Sicherheit beim Geld wechseln

Seriöse Wechselstellen aussuchen

Beim Geldwechsel im Ausland sollte man unbedingt auf Seriosität der gewählten Wechselstube achten. Besonders in Touristenhochburgen mischen sich nicht selten kleine, private Geldwechsler unter die offiziellen Wechselstellen. Hier ist Abstand geboten! Natürlich ist die Seriosität nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Auf Internetseiten des Reiseziels oder in diversen Reiseforen ist es möglich, Auskunft in Form von Bewertungen, Rezensionen oder fundierten Recherchen zu erhalten.

 

Kein Geldwechsel bei Privatpersonen

Finger weg vom Geldwechsel bei Privatpersonen! Zu groß ist die Gefahr, Opfer eines Betrügers oder Geldfälschers zu werden. Nicht alle Reiseziele haben eine niedrige Kriminalitätsrate, so ist auch das Risiko eines Raubüberfalls mancherorts nicht gering. Auch wenn die Angebote an der Straßenecke verlockend sind – das Risiko ist zu hoch! Der Besitz von Falschgeld ist strafbar, außerdem ist bei einem Umtausch bei Privatpersonen die Nachvollziehbarkeit nicht gegeben.

 

Keine zu großen Beträge wechseln

Aus Sicherheitsgründen sollte man nur so viel Geld umtauschen oder in Landeswährung abheben, wie unbedingt notwendig ist. Im Falle eines Diebstahls oder Verlustes der Geldbörse kann die Kreditkarte gesperrt und ersetzt werden, Bargeld nicht!

 

Sichere Aufbewahrung von Bargeld

Wird z. B. aufgrund eines aktuell günstigen Wechselkurses ein höherer Betrag umgetauscht, so ist es wichtig, das Bargeld sicher aufzubewahren. Bargeld, welches nicht aktuell benötigt wird, sollte an einem sicheren Ort wie z. B. dem Hotelsafe aufbewahrt werden. Wer Bargeld bei sich trägt, sollte dies am besten nah am Körper aufbewahren, z. B. im Brustbeutel oder Bauchgürtel, keinesfalls in der Umhängetasche oder gar im Rucksack.

 

Sichere Orte wählen für den Geldwechsel

Auch bei der Wahl der Wechselstube oder des Kartenterminals kann der Reisende auf Sicherheit achten. Wechselstellen bzw. Geldautomaten in dunklen Gassen oder an wenig belebten Orten sollten gemieden werden. Dort ist das Risiko höher, Opfer eines Diebstahls oder gar eines Überfalls zu werden. Seriöse Wechselstuben stehen in der Regel an belebten Plätzen und hellen Straßen.

 

Vorsicht Falschgeld!

Wer bar bezahlt, bekommt Bargeld zurück. Wenn man kleine Summen mit großen Scheinen bezahlt, bekommt man viel Rückgeld. Besonders bei exotischen Währungen sind falsche Scheine nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Deshalb sollte man darauf achten, so zu bezahlen, dass möglichst wenig Rückgeld übrig bleibt, um den Schaden im Notfall so gering als möglich zu halten. Der Besitz von Falschgeld ist kein Kavaliersdelikt und wird in manchen Staaten sehr hart bestraft!!

 
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