Bargeldloses Bezahlen mit der Girocard (EC-Karte)


Bargeldlose Bezahlung mit der Girocard EC-Karte gehört in den meisten Ländern zum StandardBargeldloses Bezahlen mit der Girocard wird immer beliebter und ist heutzutage eher die Regel als die Ausnahme. Über 100 Millionen Exemplare der Girocard (EC-Karte) waren 2018 in Deutschland im Umlauf. Trotzdem ist Bargeld für die meisten Menschen immer noch das wichtigste Zahlungsmittel.

Langsam aber sicher wird Bargeld durch das sogenannte „Plastikgeld“ wie Girocard (EC-Karte) und Kreditkarte ersetzt. Im Jahr 2017 wurden bundesweit knapp 56 Billionen Euro durch unbare Zahlungen umgesetzt. Nach dem Vereinigten Königreich war die Bundesrepublik mit dieser Summe innerhalb der EU das Land mit dem zweithöchsten Umsatz im bargeldlosen Zahlungsverkehr. Moderne Zahlsysteme wie NFC sind im Vormarsch, kontaktloses Zahlen ist inzwischen auch mithilfe der Girocard (EC-Karte) möglich.

Bargeldloses Bezahlen hat zweifelsohne mehr Vor- als Nachteile. Aber bekanntlicherweise ist nicht alles Gold, was glänzt. So gibt es auch bei der bargeldlosen Zahlung Risiken und es lauern Gebühren, z. B. bei der Verwendung der Girocard (EC-Karte) im nichteuropäischen Ausland. In den folgenden Abschnitten beleuchten wir die verschiedenen Möglichkeiten des bargeldlosen Bezahlens mit der Girocard (EC-Karte), die Vor- und Nachteile, mögliche Gebührenfallen sowie das Thema Sicherheit.

Allgemeine Informationen über die Girocard (EC-Karte)

Die Girocard, früher und auch heute noch umgangssprachlich EC-Karte genannt, ist definitionsgemäß ein gemeinsamer Rahmen für das deutsche Debitzahlungssystem und das deutsche Geldautomatensystem.

Der Name und das Logo Girocard wurde 2007 vom Zentralen Kreditausschuss (ZKA) durch Umbenennung der vormaligen EC-Karte eingeführt. Während der Name EC -Karte äußerst bekannt ist, hat sich die Kenntnis, dass die Karte umbenannt wurde und Girocard das Nachfolgesystem darstellt, bei der Mehrheit der Bevölkerung noch nicht durchgesetzt.

Die Girocard (EC-Karte) wird von Banken und Kreditinstituten ausgegeben, üblicherweise in Verbindung mit einem Girokonto.

Mit einer Girocard (EC-Karte) kann der Kunde überall in Deutschland und innerhalb der Europäischen Währungsunion bargeldlos bezahlen und an Geldautomaten Geld abheben. Anders als bei einer Kreditkarte werden die gezahlten Beträge dabei sofort vom Konto abgebucht.

Ähnliche Debitkartensysteme sind Maestro und V-Pay. In vielen Fällen werden auch Girocards (EC-Karten) von den ausgebenden Banken zusätzlich mit Maestro- oder V-Pay-Funktionalität ausgestattet. Erkennbar sind diese kombinierten Karten am zusätzlichen Maestro- bzw. V-Pay-Logo auf der Karte.

 

Um den Kunden eine bargeldlose Bezahlung und die Bargeldabhebung am Automaten zu ermöglichen, rüsten Banken ihre Girocards mit einem Bezahlsystem aus. Die Ausstattung der von den deutschen Kreditinstituten herausgegebenen Girocards (EC-Karten) ist im Prinzip identisch, die Unterscheidung liegt ausschließlich bei dem Branding für den internationalen Einsatz. Es gibt in diesem Zusammenhang zwei Zahlungssysteme: Maestro und V-Pay.

 

Unterschiedliche Akzeptanz

Beide Debitkartensysteme für den Einsatz der Girocard im Ausland unterscheiden sich vor allem in der Akzeptanz. Da Maestro zu MasterCard Worldwide gehört, stehen Karteninhabern weltweit ca. 15 Millionen Akzeptanzstellen zur Verfügung. So kann die Maestro Girocard auch über die europäischen Grenzen hinaus zum Einsatz kommen.

Die Akzeptanz von V-Pay (ein Bezahlsystem von Visa Europe) ist auf europäische Länder sowie teilweise Türkei und Israel beschränkt.

 

Unterschiede in der Sicherheit

Maestro und V-Pay Girokarten sind mit dem EMV-Chip (Europay MasterCard Visa) ausgerüstet. Im Klartext bedeutet dies, beide Zahlsysteme basieren auf dem Chip-PIN-Verfahren. Dieser Standard bietet einen hohen Schutz vor Missbrauch der Karte durch das sogenannte Skimming, d.h. dem Ausspähen von den Kartendaten.

Zusätzlich besitzt die Maestro-Karte – im Gegensatz zum V-Pay – neben dem EMV-Chip auch einen Magnetstreifen, über diesen können ebenfalls die zur Abwicklung und Autorisation von Zahlungen notwendigen Angaben abgerufen werden. Der Magnetstreifen hat auch den Vorteil, dass die Karte auch in Ländern außerhalb Europas eingesetzt werden kann. Allerdings sind Karten mit Magnetstreifen weniger sicher in Bezug auf Skimming.

 

Übersicht der Eigenschaften von V-Pay und Maestro

V-Pay

Maestro

Gehört zu Visa EuropeGehört zu Mastercard Worldwide
Ca. 9,5 Mio. AkzeptanzstellenCa. 15 Mio. Akzeptanzstellen
Einsetzbar in der EU, teilweise Türkei und IsraelWeltweit einsetzbar
NFC möglich mit PayWaveNFC möglich mit PayPass

 

Bargeldloses Bezahlen mit der Girocard (EC-Karte) im Inland

Wo kann ich bargeldlos bezahlen?

Bargeldlos bezahlen mit der Girocard (EC-Karte) ist in der heutigen Zeit fast überall möglich: In Kaufhäusern, beim Lebensmitteldiscounter, in Apotheken, Taxizentralen, am Fahrkartenautomaten der DB, in Drogeriemärkten, beim Optiker etc.

In einigen Fällen ist aber eine Mindestsumme erforderlich, um mit der Karte bargeldlos bezahlen zu können, so ist beispielsweise in vielen Apotheken eine Kaufsumme von 10 Euro erforderlich, um bargeldlos bezahlen zu können. Grund hierfür ist die Tatsache, dass die bargeldlose Bezahlung für den Kunden kostenlos ist, die entstehenden Bearbeitungsgebühren übernimmt alleine der Händler.

Trotzdem hat das Bargeld noch lange nicht ausgedient. In kleineren Geschäften, z. B. dem klassischen Tante-Emma-Laden, auf Wochenmärkten oder an kleineren Kiosken kann es immer noch passieren, dass die bargeldlose Bezahlung mit der Girocard (EC-Karte) abgelehnt wird.
 

Kostet das bargeldlose Bezahlen mit der Girocard im Inland Gebühren?

Nein! Das Bezahlen mit der Karte ist für den Kunden in der gesamten Eurozone kostenlos. Gebühren entstehen lediglich für den Händler. Einige Geschäfte akzeptieren deshalb Kartenzahlung erst ab einem gewissen Mindestbetrag.

Hintergrund für die Gebührenfreiheit beim bargeldlosen Bezahlen mit der Girocard (EC-Karte) ist ein Gesetz, welches am 13. Januar 2017 durch den Bundestag beschlossen wurde. Seit diesem Zeitpunkt dürfen Händler und Dienstleister keine zusätzlichen Gebühren verlangen, wenn Kunden mit Kreditkarte, Girocard, Überweisung oder Lastschrift bezahlen– dieses Verbot gilt für den Online-Handel ebenso wie für den stationären Handel.

Vorsicht: Es gibt immer noch viele Händler, die dieses Gesetz ignorieren und Gebühren erheben! Im Fokus dieser Vorwürfe steht neben der Reisebranche auch die Taxibranche. In mehreren Städten verlangen Taxifahrer weiterhin Gebühren bei Kartenzahlungen. In solchen Fällen ist es wichtig, die Belege aufzubewahren, dann besteht die Möglichkeit, die illegal erhobenen Gebühren gerichtlich zurückzufordern. Die Verbraucherzentralen haben schnell reagiert: So ist beispielsweise eine Beschwerdestelle unter www.wettbewerbszentrale.de eingerichtet, hier können Kunden Verstöße durch rechtswidrig erhobene Gebühren melden.
 

Bargeldlose Bezahlung: PIN oder Unterschrift?

Jeder, der beim Einkaufen häufig bargeldlos mit der Girocard (EC-Karte) zahlt, kennt die Situation: Manchmal muss beim Kauf die PIN eingegeben werden, in anderen Fällen verlangt der Verkäufer an der Kasse eine Unterschrift.

Bei der Zahlung mit PIN wird das Kundenkonto des Käufers sofort belastet, sobald dieser die gültige Geheimnummer eingibt. Dieses Prozedere ist aus Sicht des Händlers sicherer, weil der Betrag unmittelbar vom Konto abgezogen wird. Hierfür muss der Händler aber 0,2 Prozent des Kaufpreises an die Banken zahlen.

Wer seine Rechnung per Unterschrift auf dem Kassenbon verifiziert, gibt dem Händler quasi eine Einzugsermächtigung. Das Konto des Käufers wird nicht sofort belastet. Das bedeutet, es bleibt ein Risiko für den Händler, z. B. wenn das Konto des Käufers nicht gedeckt ist.

In vielen Fällen erfolgt die Frage nach PIN oder Unterschrift nach einem zufälligen System. Es existiert aber auch ein System, welches die Entscheidung über PIN-Eingabe oder Unterschrift nach „augenfälliger“ Zahlungsfähigkeit der Kunden bestimmt: Im Klartext: Die Verkäufer können über die Frage nach PIN oder Unterschrift entscheiden.

Bargeldloses Bezahlen in Europa

In welchen Ländern kann man mit der Girocard (EC-Karte) bargeldlos bezahlen?

Die Girocard (EC-Karte) ist europaweit für bargeldlose Bezahlung einsetzbar. Trägt die Bankkarte ein Maestro- oder V-Pay-Logo, so kann der Kartenbesitzer innerhalb der Europäischen Union und in einigen weiteren Ländern Europas mit der Karte bargeldlos bezahlen. Hat die Karte weder das V-Pay noch das Maestro-Emblem (z. B. Schülerkonten), ist nur eine Verwendung innerhalb Deutschlands möglich.

Der EU-Bereich umfasst folgende Staaten: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich von Großbritannien (nicht mehr lange!), Nordirland und Zypern. Auch im erweiterten Eurowirtschaftsraum in den Ländern Liechtenstein, Island und Norwegen ist die Girocard als bargeldloses Zahlungsmittel einsetzbar.

Innerhalb der Eurozone ist die bargeldlose Transaktion auch mit der Girocard (EC-Karte) per Gesetz gebührenfrei.

Durch die massive Zunahme an Fällen von Kreditkartenbetrug haben einige Banken und Kreditkartenemittenten ihre Konsequenzen gezogen und sperren neu ausgegebene Karten für die Anwendung im Ausland. Möchte man mithilfe der Girocard (EC-Karte) bargeldlos im Ausland bezahlen, muss deshalb in den meisten Fällen vor der Reise bei der jeweils kontoführenden Bank eine manuelle Freischaltung der Karte beantragt werden.
 

Kostet das bargeldlose Bezahlen in Europa Gebühren?

Auf Reisen innerhalb der Europäischen Währungsunion (Eurozone) ist es möglich, bargeldlos mit der Girocard (EC-Karte) zu bezahlen. Es werden keine Gebühren berechnet. Auch in Island, Liechtenstein und Norwegen kann man seit 2017 mit der EC-/Girocard gebührenfrei bargeldlos bezahlen.

In einigen EU-Ländern – den Staaten außerhalb der Eurozone – muss der Kunde beim bargeldlosen Bezahlen mit der Girocard (EC-Karte) mit Gebühren rechnen. Sobald eine andere Währung ins Spiel kommt, beispielsweise britische Pfund oder dänische Kronen, werden für bargeldlose Zahlungen Gebühren berechnet – eine Provision für die Währungsumrechnung.

Die Höhe dieser Gebühr hängt von den Konditionen der Hausbank ab. In vielen Fällen wird ein prozentualer Anteil von 1 bis 4 % der bezahlten Summe berechnet, wobei meistens ein Mindestbetrag von ca. 3,50 Euro gezahlt werden muss.
 

Exkurs: Europa ist nicht gleich Europa

Europäische Union (politisches Bündnis): Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich von Großbritannien

EWR (Europäischer Wirtschaftsraum, wirtschaftliches Bündnis): Alle o. g. EU Staaten, zusätzlich Island, Liechtenstein und Norwegen.

Eurozone (Landeswährung EURO): Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Portugal, die Slowakei, Slowenien, Spanien und die Republik Zypern.

 

Bargeldloses Bezahlen mit der Girocard im nichteuropäischen Ausland

Die Girocard (EC-Karte) wird zum Zweck des bargeldlosen Bezahlens mittlerweile in vielen Staaten außerhalb Europas akzeptiert. Voraussetzung ist das Maestro-Logo.

V-Pay wird nur innerhalb der Europäischen Union sowie in einigen anderen Staaten Europas akzeptiert. Im nichteuropäischen Ausland, z. B. in den USA funktionieren diese Karten nicht, da sie von den dortigen Automaten und Geräten nicht gelesen werden können. Girocards mit dem Maestro-Logo funktioniert weltweit. Maestro ist nicht ohne Grund der „Gegenspieler“ von V-Pay, denn hierbei handelt es um einen Zweig der Mastercard.

Beim bargeldlosen Bezahlen mit der Girocard (EC-Karte) im nichteuropäischen Ausland – und in Staaten Europas außerhalb der Eurozone – fallen Gebühren an.

Vor dem Reiseantritt in ein außereuropäisches Ausland empfiehlt sich eine Absprache mit der zuständigen Bank. Die meisten Kreditinstitute sperren die Girocard aus Sicherheitsgründen für den Einsatz außerhalb Europas, oder sie schränken die Bargeldverfügung auf ein bestimmtes Limit ein. Der Kunde kann aber im Vorfeld mit der Bank vereinbaren, dass diese Regulierungen für den Zeitraum der Reise aufgehoben werden.

Unser Tipp: Um Gebühren für das bargeldlose Bezahlen im Ausland zu sparen, bietet sich eine kostenlose Reisekreditkarte an. Mit dieser Karte ist es möglich, weltweit an Geldautomaten gebührenfrei Bargeld in Landeswährung abzuheben, um anschießend die Rechnung in bar zu bezahlen. Ein Umweg, der sich in vielen Fällen lohnt und die Reisekasse entlastet!
 

 

Onlinezahlung per Girocard (EC-Karte)

SEPA-Überweisung: Wer Onlineshopping betreibt, kann dies problemlos mithilfe der Girocard (EC-Karte) tun. Im Gegensatz zur Kreditkartenzahlung hat die Zahlungsart mit der EC-Karte das Format einer SEPA-Überweisung. Im Onlineshop muss der Kunde seine Bankdaten angeben (IBAN / BIC), die Rechnung wird dann in Form einer SEPA-Überweisung kostenlos abgebucht.

Bei einer Lastschrift wird die Rechnungssumme vom Bankkonto des Kunden abgebucht. Dafür muss er dem Händler eine Einzugsermächtigung erteilen. In diesem Fall wird das Bankkonto des Kunden erst beim Versand der Ware belastet. Für die Nutzung des Lastschriftverfahrens muss der Kunde seine Bankdaten an den Händler übermitteln.

SEPA-Überweisungen sind gebührenfrei!
 

Exkurs: Rechtlicher Hintergrund

Der Bundestag hat in seiner Sitzung vom 1. Juni 2017 ein Gesetz für gebührenfreies bargeldloses Bezahlen beschlossen. Rechtlicher Hintergrund dieses Gesetzes ist die zweite Zahlungsdiensterichtlinie der EU (Richtlinie (EU) 2015/2366 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2015), die bis zum 13. Januar 2018 von den Mitgliedstaaten in nationales Recht umzusetzen ist. Dieses Gesetz gilt auch fürs Onlineshopping.

Dies bedeutet im Klartext: Händler dürfen keine gesonderten Gebühren mehr für Kartenzahlungen, Überweisungen und Lastschriften verlangen. Auch kostendeckende Aufschläge dürfen nicht mehr erhoben werden. Dies gilt im gesamten europäischen Währungsraum auch für bargeldlose Zahlungen und Überweisungen mit der Girocard (EC-Karte).

 

NFC Zahlungen mit der Girocard (EC-Karte)

Neue Girocards verfügen die Möglichkeit der kontaktlosen Bezahlungen per NFC NahfunkNFC – “Near Field Communication” (auf Deutsch: Nahfeldkommunikation) macht die kontaktlose Übertragung von Daten über Strecken von wenigen Zentimetern möglich und ist heute schon in vielen Bereichen Alltag. Mit vielen Zahlungskarten kann man bereits mit NFC zahlen, also ohne die Karte in einen Kartenleser stecken zu müssen. Auch neuere Smartphones eignen sich zum Bezahlen und unterstützen die NFC-Technik.

Wenn die Kasse des Händlers mit diesem Funkstandard ausgestattet ist, so braucht man als Kunde zum Bezahlen über NFC die Girocard einfach an das Kassenterminal halten. Man muss die Karte weder aus der Hand geben noch in ein Lesegerät einstecken, oftmals ist nicht einmal mehr die Eingabe der PIN notwendig. So lässt sich bequemer und schneller zahlen als mit Bargeld.

Ob die eigene Girocard (EC-Karte) NFC-fähig ist, erkennt man an einem Funksymbol, welches an das WLAN-Symbol erinnert. Banken und Sparkassen statten inzwischen ihre Girocards beim regulären Austausch standardmäßig mit der NFC-Technik aus. Neue Girocards sind grundsätzlich mit NFC ausgestattet.

Sicherheit: Falls die Karte gestohlen wird, können Dritte damit nur kleine Summen ausgeben (in der Regel bis 25 Euro), bis die Karte gesperrt ist, da nur bei kleinen Summen weder PIN noch Unterschrift notwendig ist.

 

Vorteile – Bargeldloses Bezahlen mit der Girocard

Ein großer Vorteil der bargeldlosen Zahlung mithilfe der Girocard (EC-Karte) ist die Sicherheit. Wenn Karte und PIN getrennt voneinander aufbewahrt werden, kann ein Dieb mit der Karte wenig anfangen.

Wird die Girocard trotzdem gestohlen, schützt eine sofortige Kartensperrung vor finanziellen Verlusten. Wird die Karte unmittelbar nach dem Raub gesperrt, ist sie für Kriminelle wertlos.

Wer bargeldlos bezahlt, ist vor Falschgeld sicher. In vielen Reiseländern sind besonders in der Urlaubszeit gefälschte Banknoten als Rückgeld von Barzahlungen unterwegs. Als Laie kann man die heutzutage hergestellten falschen Banknoten von den echten Geldscheinen oftmals nicht unterscheiden. Mit der Bezahlung mittels Karte ist der Karteninhaber vor Falschgeld geschützt.

Durch die Möglichkeit des bargeldlosen Bezahlens ist man nicht ständig auf der Suche nach einem Geldautomaten, sondern kann bequem vor Ort in Geschäften, Tankstellen, Hotels etc., aber auch online bezahlen.

Übersicht der Ausgaben: Wer bargeldlos mit der Girocard (EC-Karte) bezahlt, hat regelmäßig eine Übersicht über das ausgegebene Geld in Form von Kontoauszügen. Befindet sich das Geld bar im Geldbeutel, ist nicht immer lückenlos nachvollziehbar, wie viel Geld man wann und für was ausgegeben hat. Die Belege für die bargeldlosen Zahlungen dienen einerseits zur Selbstkontrolle, andererseits aber auch als Nachweis für getätigte Zahlungen, als Quittung sozusagen.

 

Risiken – Bargeldloses Bezahlen mit der Girocard (EC-Karte)

Das Bild des „gläsernen Menschen“ ist gerade auch im Kontext der bargeldlosen oder der kontaktlosen Zahlung sehr gegenwärtig. Konkret besteht die Gefahr, dass alle gesammelten Informationen einander zugeordnet und auf dieser Grundlage Personenprofile erstellt werden können. Die neuen Datenschutzverordnungen bieten zwar Schutz gegen potenziellen Datenklau, aber aktuelle Schlagzeilen bestätigen immer wieder, dass es auch hier Lücken gibt und man sich niemals zu 100 % schützen kann.

Eine Gefahr bei Kartenzahlung besteht auch darin, dass der Karteninhaber die ausgegebenen Summen aus den Augen verliert und mehr Geld ausgibt, als das Guthaben seines Bankkontos hergibt. Die Folge ist die Zahlung von Überziehungszinsen. Hier hilft nur Selbstdisziplin.

Bei Verlust einer Karte, die mit NFC-Technologie ausgestattet ist, besteht die Gefahr einer Zahlung durch unbefugte Dritte, allerdings nur bis zu einer Summe von 25 Euro. Deshalb ist es wichtig, die Karte im Falle eines Diebstahls oder im Verlustfall sofort sperren zu lassen. Die internationale Kartensperr-Notrufnummer lautet +49 116 116.

Bargeldloses Bezahlen mit der Girocard im Ausland ist nicht kostenfrei und man muss mit Gebühren rechnen. Diese fallen bei jeder Zahlung an und können die Reisekasse empfindlich schwächen. In diesem Fall lohnt sich die Barzahlung. Das Geld in Landeswährung, welches hierfür notwendig ist, kann mit einer gebührenfreien Reisekreditkarte kostenlos an Geldautomaten weltweit abgehoben werden.

 
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