Geld abheben in Japan


Gebührenfrei Geld abheben in JapanJapan gilt als eine aufstrebende Wirtschaftsnation und eins der fortschrittlichsten Ländern der Welt im Bereich Technik und Forschung. Das macht Japan zum Ziel vieler Leute, die aus beruflichen Gründen reisen. Aber auch für Menschen, die sich für die fernöstliche Kultur begeistern, kommt Japan als Reiseziel in Frage. In kaum einem anderen Land treffen Tradition und Moderne so aufeinander wie in Japan.Hier finden sich kulturelle und soziale Gegensätze auf engstem Raum. Kleine Holzhütten überleben zwischen hochmodernen Wolkenkratzern, grelle Leuchtreklamen reflektieren ihr Licht in den Steinen antiker Tempel, eine Reise nach Japan lässt bei keinem Reisenden – auch nicht während der eintönigsten Dienstreise – Langeweile aufkommen.

Neben dem gültigen Reisepass sollte vor der Reise auch die Frage der Bargeldversorgung in Japan geklärt werden. Da aus Sicherheitsgründen für kein Reiseland empfohlen wird, das gesamte Reisebudget als Bargeld mitzunehmen, ist es auch für eine Japanreise erforderlich, sich rechtzeitig um geeignete Zahlungsmittel zu kümmern, um sich während des Aufenthaltes mit dem benötigten Bargeld in Landeswährung versorgen zu können. Informationen dazu und vieles mehr rund ums Thema Geld abheben mit EC- oder Kreditkarte, Akzeptanz von Geldkarten, Umtausch von Euro in Landeswährung, bargeldlose Zahlung, sowie einige Hinweise zum sicheren Umgang mit Geldkarten in Japan ist in folgenden Abschnitten zusammengefasst.

 

Die Landeswährung Japans – der Yen (JPY / ¥)

Als Landeswährung und somit offizielles Zahlungsmittel fungiert in Japan der Yen, welcher in 100 Sen unterteilt ist. Aufgrund der niedrigen Kaufkraft des Japanischen Yen wird man Sen-Münzen wohl eher selten bis gar nicht zu Gesicht bekommen. Gängige Stückelungen der Landeswährung lassen sich der Tabelle entnehmen.

Japanische Münzen: 1, 5, 10, 50, 100 und 500 Yen
Japanische Scheine: 1.000, 2.000, 5.000 und 10.000 Yen

Die aktuellen Umrechnungskurse von Euro in Yen lassen sich dem unten aufgeführten Währungsrechner entnehmen.

 

Euro in Yen wechseln – Wechselkurse

Ein Geldumtausch von Euro in Yen bereits vor der Reise ist nicht zu empfehlen, da man von den Banken hierzulande meist einen bedeutend schlechteren Wechselkurs erhält, als bei einer Wechselstube oder Bank in Japan. Bereits bei der Ankunft an einem der internationalen Flughäfen findet man Bankschalter und Wechselstuben, an denen sich die ersten Yen eintauschen lassen. Wer größere Beträge tauschen möchte, sollte damit bis zur nächstgelegenen Stadt oder dem Reiseziel warten, denn dort erhält man in der Regel den günstigsten Wechselkurs. Geld in Landeswährung umtauschen kann man in größeren Hotels, Banken und Wechselstuben. Gleichzeitig kann man in größeren in einigen kleineren Wechselstuben auch Tickets und Fahrscheine erwerben. Dort wird allerdings meistens nur japanisch gesprochen. Beim Wechseln bei Beträgen über 500 Euro kann es allerdings zu Problemen kommen, der Wechsel von großen Beträgen kann nur vorgenommen werden wenn man ein Konto bei der betreffenden Bank führt.

Die Einfuhr von Währungen nach Japan ist nicht begrenzt. Lediglich ab Beträgen, die einen Gegenwert von 1.000.000 Yen übersteigen, muss dies bei der Einreise am Zoll angegeben werden. Zu dieser Summe gehören auch Schecks und Wertpapiere.

 

Reiseschecks einlösen in Japan

Wer sich in der Heimat Reiseschecks ausstellen lassen hat, kann diese in Banken, Wechselstuben und auch Postämtern unter Vorlage des Reisepasses in Yen wechseln lassen. Auch größere Hotels bieten teilweise das Einlösen dieser Schecks gegen eine Service-Gebühr an.

 

Geldautomaten in Japan

Auch wenn es in einem hochtechnisierten Staat wie Japan grotesk erscheint, befindet sich der Reisende in Japan im Land der Barzahlung. Die herkömmliche Bezahlung von Rechnungen in Bargeld in Landeswährung ist besonders in kleineren Geschäften die einzige Zahlungsmöglichkeit. Größere Hotels und Geschäfte hingegen akzeptieren dem internationalen Standard entsprechend ausländische Kreditkarten zur bargeldlosen Zahlung.

Vorsicht: Japan verfügt zwar über ein gut ausgebautes Netz an Geldautomaten und Banken, das Geld abheben mithilfe ausländischer Karten ist aber ausschließlich an den Filialen der japanischen Post möglich. Die Menüführung an den japanischen Geldautomaten ist beim Einschub der Karte auf Englisch wählbar. Die Postfilialen sind in Japan weit verbreitet, zumindest in den größeren Städten. An den Geldautomaten der japanischen Post funktionieren alle gängigen Kreditkarten von VISA, MasterCard, Diners Club und American Express sowie EC-Karten von Maestro. Eine zweite Kreditkarte in der Reisekasse wird aber nicht nur aus Akzeptanzgründen sondern auch aus Gründen der Sicherheit empfohlen. Durch die geringe Akzeptanz der bargeldlosen Zahlung in Japan ist man genötigt, eventuell größere Mengen Bargeld in Landeswährung mitführen zu müssen. Dies ist aber aufgrund der geringen Kriminalitätsrate in Japan nicht sehr gefährlich.

Das Geldabheben im Ausland mit der Kreditkarte lassen sich die zuständigen Banken gut bezahlen. So werden in der Regel von den Hausbanken für jede Abhebung, die an einem Geldautomaten außerhalb Deutschlands per EC-Karte getätigt wird, Gebühren in Höhe von 5 bis 10 Euro berechnet. Deklariert wird diese Gebühr auf dem Kontoauszug als Auslandseinsatzentgelt oder Gebühr für den Auslandseinsatz der Karte. Bei mehrfachen Abhebungen in der Karibik können sich diese Beträge, die bei jeder Abhebung erneut fällig werden, zu einer stattlichen Summe addieren, die man während des Urlaubs in schönere Dinge investieren könnte.

Im Verlaufs des Berichts wird unter anderem eine Möglichkeit aufgezeigt, diese Gebühren durch Verwendung einer kostenlosen Reisekreditkarte einzusparen Es können damit die Auslandseinsatzgebühren eingespart werden, die beim Geld abheben in Japan von den Deutschen Banken auferlegt werden. Die Menüführung an den japanischen Geldautomaten ist beim Einschub der Karte auf Englisch wählbar.

 

Geld abheben in Japan per EC-Karte

Wie anfangs bereits erwähnt ist Japan ein Land der Bargeldzahlung. Wer keinen großen Summen an Bargeld aus der Heimat mit nach Japan importieren möchte, wovon aus Sicherheitsgründen abgeraten wird, ist währen des Aufenthaltes in Japan mehrfach genötigt sein, einen entsprechenden Automaten der Postbank aufzusuchen, um sich mit ausreichend Landeswährung einzudecken. Bei jeder Verwendung der EC-Karte zum Zweck des Geldabhebens im Ausland wird eine Gebühr für den Auslandseinsatz der Karte berechnet. Dieses sogenannte Auslandseinsatzentgelt wird von den Hausbanken erhoben und liegt zwischen 5 und 10 Euro pro Abhebung. Am Ende der Reise kann sich daraus eine belastende Summe entwickeln.

Da die Gebühren, die beim Geld abheben in Japan per EC-Karte pro Abhebung und nicht prozentual vom Abhebungsbetrag berechnet werden, empfiehlt es sich daher, immer den höchsten wählbaren Betrag anzufordern, um möglichst wenig gebührenpflichtige Transaktionen tätigen zu müssen. Es geht aber auch unkomplizierter und billiger: Speziell für längere Aufenthalte in Japan und den damit verbunden häufigeren Auslandsabhebungen empfiehlt sich der Erwerb einer Reisekreditkarte, mit der diese Gebühr umgangen werden kann, da von diesen Anbietern keine Gebühr für den Auslandseinsatz der Karte berechnet wird, in Japan, aber auch weltweit und sogar an inländischen Fremdbanken. Diese Kreditkarten bieten eine Reihe weitere Vorteile, auch außerhalb Japans, und stellen eine intelligente Ergänzung für jeden Geldbeutel im Alltag dar. Nähere Informationen dazu im nächsten Abschnitt.

 

Wichtiges Update des Auswärtigen Amtes:

„Derzeit sind Abhebungen per Maestro-Karte in Japan nicht möglich.“

 

Geld abheben in Japan per Kreditkarte

Bei Verwendung gängiger Kreditkarten fallen in Japan beim Geld abheben in Landeswährung die oben genannten Gebühren für den Auslandseinsatz an, bei jeder Abhebung erneut. Die weltweit nutzbare gebührenfreie Variante der Reisekreditkarten bieten nur wenige Online-Anbieter und Direktbanken an. Sie sind auch in der Antragstellung kostenfrei. Diese Anbieter sind über den folgenden Link gelistet. In Traveller-Kreisen erfreuen sich diese Kreditkarten zunehmender Beliebtheit, da weltweit auf jeder Reise eine nicht zu verachtende Summe Gebühren gespart werden kann. Auch wenn der Name der Reisekreditkarte es nicht vermuten lässt, diese Karten sparen auch im Alltag Kosten, beispielsweise wenn es sich nicht vermeiden lässt, in Inland an Fremdbanken Geld abzuheben. Durch diese enorme Breitbandigkeit stellen diese Art von Kreditkarten derzeit die effektivste und günstigste Möglichkeit dar, weltweit gebührenfrei Geld abzuheben.
 

 
Das im Kartenvertrag implizierte Konto ist ebenfalls kostenlos. Für diese Konten werden weder eine Kontoführungsgebühr noch eine Bereitstellungsgebühr für die Geldkarte berechnet wird. Da die Konten der gelisteten Anbietern keinen monatlichen Zahlungseingang erfordern, eignen sie sich ideal als Zweitkonto oder Reisekonto. Der einfach gestaltete Antrag kann online ausgefüllt und danach ausgedruckt werden. Die Bank hat dann verschiedene Möglichkeiten, den Identifizierungsvorgang des Antrags abzuschließen. Dabei ist das Post-Identverfahren die wohl bekannteste und auch einfachste Methode.

Mit dem ausgedruckten Antrag und einem gültigen Reisepass oder Personalausweis kann man diesen Vorgang bei der nächsten Postfiliale gemeinsam mit der Absendung des Antrags erledigen. Verläuft die Bonitätsprüfung der Bank positiv, erhält man in der Regel nach knapp zwei Wochen die neue Kreditkarte nach Hause geschickt. Diese Zeit sollte man mindestens einplanen. Deswegen empfiehlt es sich seinen Antrag nicht zu kurzfristig vor Reisebeginn zu stellen, so dass man vom ersten Urlaubstag an Geld abheben kann, ohne sich bei jedem Gang zum Geldautomaten über lästige Gebühren ärgern zu müssen.

 

Bargeldlose Bezahlung in Japan – Kreditkarte und Co.

Obwohl Japan als eines der fortschrittlichsten Länder gilt, was Technik und Fortschritt betrifft, sind die Möglichkeiten der bargeldlosen Zahlung doch etwas begrenzt. Während in Hotels, Restaurants der gehobenen Klasse sowie an Tankstellen und großen Shopping-Malls mit der Karte bezahlt werden kann, zählt im alltäglichen Leben der Japaner noch immer Bargeld in Landeswährung als das gängigste Zahlungsmittel. Wer Ausflüge in die ländlichen Gegenden Japans macht oder auf dem Markt etwas einkaufen möchte, sollte darauf achten, genügend Bargeld in Landeswährung bei sich zu haben.

 

Sicherheit beim Umgang mit Geld

Durch die geringe Akzeptanz der bargeldlosen Zahlung in Japan ist man genötigt, eventuell größere Mengen Bargeld in Landeswährung mitführen zu müssen. Dies ist aber aufgrund der geringen Kriminalitätsrate in Japan üblich und nicht sehr gefährlich. Trotzdem sollte man auch in Japan sollte man beim Umgang mit Geld sowie beim Geld abheben immer ein gewisses Maß an Vorsicht walten lassen. Verdeckte PIN-Eingabe und getrennte Aufbewahrung von PIN und Karte sind auch in Japan Pflichtprogramm. Hilfreich ist auch, einen genaueren Blick auf das Karteneingabegerät zu werfen, um Hinweise auf eventuelle Manipulationen zu entdecken.

Obwohl Japan als sicheres Reiseland gilt, gibt es in den Städten einige soziale Brennpunkte. Manche Viertel in den größeren Städten werden von Banden beherrscht. Obwohl sich diese Krawalle nicht vorsätzlich gegen die Touristen richten, sollte man diese Viertel man als Ausländer – besonders nach Einbruch der Dunkelheit – meiden. Das Hotelpersonal erteilt gerne Auskunft über die Sicherheit des jeweiligen Stadtteils.

Diese einfachen Maßnahmen tragen zu einem sicheren Aufenthalt in Japan bei. Rüstet man sich bzw. die Reisekasse nach gründlicher Recherche mit den nötigen und günstigen Zahlungsmitteln aus, kann man den Aufenthalt – hoffentlich nicht nur in Geldangelegenheiten – entspannter genießen. Weitere Hinweise zur Sicherheit erhält man auch auf der Seite des Auswärtigen Amtes.

 

 
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