Geld abheben in Peru


Währung, Geld und Zahlungsmittel in PeruAnmutig und imposant erhebt sich die Inka-Stadt Machu Picchu vor jedem abenteuerlustigen Reisenden, der den Weg zu der im Nebel versteckt liegenden Stadt nicht scheut. Der bis dahin zurückgelegte Inka Trail führt durch eine Mischung von kulturellen Bauten, Hochland und Dschungel und lässt den Mythos rund um die Inkas erahnen. Der Eintritt nach Machu Picchu durch das Sonnentor ist das Highlight einer jeden Reise nach Peru, der den Touristen in eine völlig andere Welt eintauchen lässt, denn die Zeit scheint hier vollkommen stehen geblieben zu sein. Aber nicht nur hier ist die alte Hochkultur gegenwärtig, die Spuren der Inkas sind überall in Peru spürbar.

Neben den typischen Touristenhighlights, darunter auch der weltweit höchst gelegene See seiner Größe – der Titicacasee – oder die Stadt Cuzco sowie Lima zählen, kann man den Urlaub mit Sandboarding in den Dünen, Trekking oder sogar Vulkanbesteigungen beliebig abwechslungsreich gestalten. Peru ist so kontrastreich, dass man es kaum vollständig während eines Aufenthaltes in all seinen Facetten erkunden kann.

Um auch nur einen Teil der Vielfalt Perus erleben zu können, ist es unabdingbar, stets die nötige Menge Bargeld in Landeswährung bzw. alternative Zahlungsmittel mitzuführen. Wo und wie man in Peru Geld in Landeswährung abheben kann, welche Zahlungsmittel sich dafür eignen, sowie relevante Informationen zum Thema Landeswährung, bargeldlose Zahlung, günstige Kreditkartenvarianten, Gebühren und deren Einsparung, aber auch einige wichtige Sicherheitstipps kann man im nachfolgenden Beitrag nachlesen.

 

Nuevo Sol (PEN)- die Landeswährung Perus

Peruanische Münzen: 1, 5, 10 ,20 ,50 Céntimos sowie 1, 2, 5 Nuevo Soles
Peruanische Scheine: 10, 20, 50, 100, 200 Nuevo Soles

1, 5 und 20 Céntimos Münzen sind kaum im Umlauf, ebenso die 200 Nuevo Soles Banknote. Die Ein- und Ausfuhr von Barmitteln ist nicht beschränkt. Erst bei einem Betrag über 10.000 US-Dollar oder dem entsprechenden Gegenwert müssen diese deklariert werden.

Die Mitnahme von Geldbeträgen über 30.000 US-Dollar oder dem entsprechenden Gegenwert sind in Peru gesetzlich verboten und müssen über die Aufsichtsbehörde für Banken, Versicherungen und Pensionsfonds zu einem befugten Finanzunternehmen ordnungsgemäß weitergeleitet werden.

 

Geld wechseln in Peru

Einem vorherigen Geldwechsel in Landeswährung ist vor einer Reise nach Peru, wie in den meisten Reiseländern, abzuraten. Man erhält vor Ort meist einen besseren Kurs als bei der Hausbank. Empfehlenswert ist allerdings, bei Reisebeginn ein paar US-Dollar in kleiner Stückelung mitzunehmen. US-Dollar wird vielerorts neben dem Nuevo Sol auch als Zahlungsmittel akzeptiert. Euro kann man hauptsächlich in den Städten Lima, Cusco, Arequipa und Puno in den dortigen Wechselstuben umtauschen. Für einen eventuellen Rücktausch ist es erforderlich, die Umtauschbelege konsequent aufzubewahren.

Geld umtauschen sollte man ausschließlich in autorisierten Wechselstuben, den Casas de cambios. Aber nicht nur ein Umtausch in einer Casa de cambio ist möglich, sondern auch Banken und Hotels. Die Öffnungszeiten der Banken in Peru sind in der Regel von montags bis freitags von 9:00 bis 17:00 Uhr und samstags von 9:00 bis 13:00 Uhr.

Geldwechsel auf der Straße, im Geschäft oder Restaurant gehört in Peru zur Normalität, es wird aber dringend davon abgeraten. Das Risiko, Falschgeld zu erhalten ist in Peru viel zu hoch, besonders wenn die Schwarzhändler mit günstigen Kursen locken. Eine Alternative zum Geld wechseln in Peru bietet die Bargeldabhebung an entsprechenden Automaten mithilfe einer geeigneten Kredit- oder EC-Karte. Die aktuellen Umrechnungskurse lassen sich dem unten angeführten Währungsrechner entnehmen .

 

Reiseschecks einlösen in Peru

Reiseschecks können in Peru nur eingeschränkt umgetauscht werden. In Banken oder Hotels kann man Reiseschecks einlösen, erhält dafür aber einen schlechteren Wechselkurs als bei einem Bargeldumtausch oder einer Geldabhebung mit EC- oder Kreditkarte. Reiseschecks eignen sich daher allenfalls als ergänzendes Zahlungsmittel, die Mitnahme mindestens einer Geldkarte ist aber auf einer Reise nach Peru unabdingbar.

 

Kleines Sprachlexikon Deutsch – Spanisch

Geld abheben Sacar dinero
Geldautomat Cajero automático
Wo ist der nächste Geldautomat? Dónde está el cajero automático más cercano?
Wo ist die nächste Bank? Dónde está el banco más próximo?

 

Geld abheben in Peru per EC-Karte

Mit EC-Karten, welche das Maestro- oder Cirrus-Zeichen tragen, ist es problemlos möglich, Geld abheben in Peru. EC-Karten mit V-Pay-Logo werden von den Geldautomaten in Peru nicht akzeptiert. Nach Eingabe der PIN kann man an manchen Automaten wahlweise Nuevo Sol oder auch US-Dollar abheben. Die tägliche Abhebegrenze liegt meistens bei nur 200 US-Dollar. Mehrfache Abhebungen lassen sich somit nicht vermeiden. Da jeder Gang zum Geldautomaten mit einer EC-Karte in Peru mit einer Auslandsersatzgebühr belegt wird, sollte man sich, um diese zu umgehen, eine Kreditkarte zulegen, welche gebührenfreies Abheben von Bargeld im Ausland zulässt.

Die Hausbank berechnet für Abhebungen in Peru im Regelfall eine Auslandseinsatzgebühr. Die Gebühr für den Auslandseinsatz liegt dabei zwischen 5 und 10 Euro pro Abhebung. Peruanische Banken erheben keine gesonderte Gebühr für die Automatennutzung, außer die Geldautomaten der Banken Interbank, Globalnet und BBVA Continental Bank. Hier kommt zu dem Auslandseinsatzentgelt der Hausbank noch eine Servicegebühr von ca. 2 Euro der peruanischen Bank hinzu. Darauf ist bei der Wahl des Geldautomaten unbedingt zu achten.

 

Geld abheben in Peru per Kreditkarte

In Peru ist Geld abheben mit den gängigen Kreditkarten wie Visa oder Mastercard überall problemlos möglich. Benötigen wird lediglich die gültige PIN. An manchen Geldautomaten erhält man nicht nur die Landeswährung, Nuevo Sol, sondern auch US-Dollar, wobei das Tageslimit oft auf 200 US-Dollar pro Abhebung beschränkt ist.

Die gängigen Kreditinstitute berechnen für die Geldabhebung eine Auslandseinsatzgebühr, die in der Regel zwischen 1 und 4 Prozent des abgehobenen Betrages liegt. Um die genaue Höhe für die Gebühr des Auslandseinsatzes zu erfahren, wendet man sich an das zuständige Kreditkarteninstitut oder recherchiert im Kleingedruckten der AGBs. Eine Extragebühr in Höhe von ca. 2 Euro durch die peruanischen Banken wird nur bei der Nutzung der Geldautomaten von Interbank, Globalnet sowie BBVA Continental Bank fällig. Sowohl diese Gebühr, als auch das Auslandseinsatzentgelt des Kreditkarteninstituts sind nicht zwangsläufig notwendig. Durch Vermeidung der gebührenpflichtigen Geldautomaten und durch die Verwendung einer gebührenfreien Reisekreditkarte kann man in Peru vollkommen gebührenfrei Bargeld beziehen.

Einige Online- und Direktbanken bieten eine kostenlose Reisekreditkarte an, mit der man in Peru gebührenfrei Geld abheben kann. Diese Anbieter bieten diesen Service weltweit an, auch an inländischen Fremdbanken werden keine Gebühren für den Fremdeinsatz der Karte berechnet, was diese Reisekreditkarten auch für den Alltag zu einem kostensparenden Begleiter qualifizieren. Über den nachfolgenden Link gelangt man zu den Anbietern, die diesen kostenfreien Service anbieten.
 

 
Der Antrag auf eine Reise-Kreditkarte ist online in wenigen Minuten ausgefüllt. Nach einer Bearbeitungszeit von maximal 10 Tagen wird die Karte nach erfolgreicher Bonitätsprüfung zugesendet. Diese Zeitspanne sollte man bei der Reiseplanung berücksichtigen und den Antrag rechtzeitig ausfüllen, um die Vorzüge der Reisekreditkarte auch von Urlaubsbeginn an nutzen zu können. Die meisten Anbieter dieser Reisekreditkarten bieten gleichzeitig ein ebenfalls kostenloses Konto an. Da die Karten plus Konto nicht nur kostenlos erhältlich, sondern von den gelisteten Banken keinerlei monatlicher Zahlungseingang erfordert wird, lässt sich das im Kartenvertrag implizierte Konto ideal auch als Zweit- oder Reisekonto nutzen.

 

Bargeldlose Bezahlung in Peru

Die EC-Karte wird in Peru für die bargeldlose Zahlung nirgendwo akzeptiert. Mit den gängigen Kreditkarten wie Visa oder Mastercard ist in Peru eine Barzahlung möglich.Vor allem Visa ist ein gerne akzeptiertes Zahlungsmittel in Peru. Die meisten Kreditkarteninstitute berechnen aber pro Nutzung der Kreditkarte zum Zweck der bargeldlosen Zahlung ein Auslandseinsatzentgelt, dass zwischen 1 und 4 Prozent des verfügten Betrages liegt. Die genaue Höhe der Auslandseinsatzgebühr kann man direkt beim betreuenden Kreditkarteninstitut erfragen oder in den AGBs nachlesen.

Bei bargeldlosen Zahlungen per Kreditkarte berechnen Geschäfte, Hotels, Restaurants und andere Akzeptanzstellen eine Gebühr in Höhe von 7 Prozent. Es kommt Sie in jedem Fall günstiger, in Peru mit Bargeld bezahlen, anstatt die Kreditkarte zu nutzen. Bei einem Ausflug nach Machu Picchu sollte man ausreichend Bargeld mitführen, denn hier ist nirgendwo Barzahlung möglich.

 

Sicherheit beim Geld abheben in Peru

Die Kriminalitätsrate ist in Peru leider ziemlich hoch. Zur eigenen Sicherheit sollte man vermeiden, öffentlich mit großen Scheinen zu hantieren und die Geldbörse auch in Hotels oder Restaurants offen liegen zu lassen, da dies schnell gefährliche Aufmerksamkeit erregen kann. Beim Besuch traditioneller Märkte oder bei Ausflügen ins Landesinnere sollte man immer darauf achten, Bargeld in kleinen Stückelungen bei sich zu haben. Weitere Sicherheitshinweise zu reisen nach Peru lassen sich auch auf der Seite des Auswärtigen Amtes finden. Dort lassen sich immer die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise in Erfahrung bringen.

Über den nachfolgenden Link gelangt man direkt zur Sperr-Notrufnummer, die jederzeit an sieben Tagen in der Woche erreichbar ist. Man sollte keinesfalls den Anruf hinauszögern, denn nur durch das sofortige Handeln kann ein größerer finanzieller Schaden vermieden werden. Die Karte wird dann unmittelbar gesperrt und dem Zugriff Fremder entzogen. Durch Beachtung der wenigen Hinweise zur Sicherheit kann man sich großen Ärger ersparen, und mit der richtigen Entscheidung bei der Zusammenstellung der Reisekasse ist es in Peru sogar machbar, gebührenfrei Geld abzuheben bzw. bargeldlos zu bezahlen, so kann man die gesparten Kosten, nicht nur in Peru – in schönere Dinge investieren.

 

 
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