Geld abheben in Russland


Gebührenfrei Geld abheben in RusslandRussland ist das flächenmäßig größte Land der Erde. Wer dieses riesige Land noch nicht selbst bereist hat, besitzt nur eine vage Vorstellung der Realität. Russland ist an sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und klimatischen Kontrasten kaum zu überbieten. Russland, ein Land der tödlichen Winter, aber auch unendlicher grüner Landschaften, durch die sich ursprüngliche, wilde Flüsse ihren Weg bahnen. Der riesige Staat, der fast 100 Völkergruppen beherbergt, erscheint wie ein Puzzle, zusammengesetzt aus der ruhmreichen Zarenzeit und den Relikten der von Kriegen und wirtschaftlicher Karussellfahrt geprägter Neuzeit.

Mit der Entfaltung der freien Marktwirtschaft nach dem Wegfall staatlicher Kontrollen geht leider auch eine steigende Kriminalitätsrate einher. Unzählige Kulturschätze und Bauwerke haben den Widrigkeiten der letzten Jahrhunderte getrotzt und bieten jedem neugierigen Reisenden ein unermessliches Angebot an Aktivitäten währen eines Aufenthaltes in Russland.

Vor einer Reise in dieses spannende, unbekannte Land ist aber nicht nur die Recherche über Land, Leute und Kultur interessant und wichtig. Um eine Reise dieses Ausmaßes konsequent zu planen, ist eine gründliche Organisation der Geldversorgung vor Ort und der rechtzeitigen Organisation adäquater Zahlungsmittel unabdingbar.

Wissenswertes zum Thema Zahlungsmittel, Reisekreditkarten, Landeswährung, Umtauschmöglichkeiten, Geld abheben in Russland und vieles mehr ist in den folgenden Abschnitten in kompakter Form zusammengefasst.

 

Die Landeswährung Russlands – Der Rubel (RUB)

Als offizielles Zahlungsmittel Russlands gilt der russische Rubel, welcher in 100 Kopeken unterteilt wird. Der russische Rubel befindet sich in den folgenden Münzen und Banknoten im Umlauf:

Russische Münzen: 1, 5, 10 und 50 Kopeken / 1, 2, 5 und 10 Rubel
Russische Scheine: 5, 10, 50, 100, 500, 1.000 und 5.000 Rubel

Die aktuellen Umrechnungskurse von Euro in Rubel lassen sich dem unten aufgeführten Währungsrechner entnehmen.

 

Geld einwechseln in Russland

Um einen möglichst guten Umrechnungskurs von Euro in Rubel zu erhalten, sollte mit dem Einwechseln bis zur Ankunft in Russland gewartet werden. Denn deutschen Banken bieten einen deutlich schlechteren Wechselkurs an als die russischen Banken oder Wechselstuben. Bereits bei der Einreise über einen der internationalen Flughäfen lassen sich die ersten Bankschalter und Wechselstuben finden, an denen sich die gängigen Währungen in Rubel einwechseln lassen. Auch in den Städten ist das Einwechseln kein Problem, da ausreichend Banken und Wechselstuben vorhanden sind.

Wichtiger Hinweis: Besonders vor dem Eintauschen größerer Summen ist es lohnenswert, verschiedene Banken und Wechselstuben hinsichtlich ihrer Umrechnungskurse zu vergleichen. In Russland sollte man besonders darauf achten dass sich die einzutauschenden Banknoten in einem guten Zustand befinden. Scheine, die eingerissen oder stark verschmutzt sind, können abgelehnt werden.

Einfuhr von Währungen: Währungen, die einen Gegenwert von 10.000 US-Dollar überschreiten, unterliegen der Deklarationspflicht und müssen bei der Einreise am Zoll angemeldet werden. Dazu gehören auch Reiseschecks, Wertpapiere oder Edelmetalle.

Reiseschecks lassen sich unter der Vorlage des Reisepasses bei den meisten Banken und Wechselstuben einlösen. Bei der Einwechslung wird allerdings sehr oft eine Service-Gebühr erhoben, weshalb Reiseschecks eher eine Notlösung darstellen, um sich in Russland mit dem nötigen Bargeld einzudecken. Als sicheres Zahlungsmittel eignet sich, wie in den meisten Reiseländern, die Kreditkarte. Reisescheck können aber als ergänzendes Zahlungsmittel trotzdem einen wichtigen Platz in der Reisekasse einnehmen, als Sicherheit im Falle eines Verlustes oder Diebstahls der Geldkarte, was immer mit einer temporären Sperrung der betroffenen Karte verbunden ist.

 

Bargeldlose Bezahlung in Russland

In Russland ist in den Hotels der gehobenen Klasse, Restaurants, Supermärkten und teilweise an Tankstellen bargeldlose Zahlung möglich. Kreditkartenzahlungen mit VISA, Mastercard, American Express oder Diners Club sind an den oben genannten Stellen möglich. Vermehrt werden auch EC-Karten von Maestro zur bargeldlosen Zahlung akzeptiert. Hierbei sollten allerdings die Gebühren der eigenen Hausbank beachtet werden, welche für das Bezahlen im Ausland per EC-Karte in der Regel ein Auslandseinsatzentgelt erhebt.

Die bargeldlose Zahlung ist einerseits bequem und sicher, hat aber einen entscheidenden Nachteil: Die deutschen Hausbanken erheben, bis auf wenige Ausnahmen, für jede Transaktion mithilfe einer Geldkarte eine Gebühr für den Auslandseinsatz der betreffenden Karte. Diese Gebühren belaufen sich auf ca. 1 bis 4 Prozent des zu zahlenden Betrages.
Deshalb ist es oft sinnvoll, auf die bargeldlose Zahlung zu verzichten und die Karte zum Zweck des Geldabhebens für die anschließende Barzahlung zu verwenden. Vor einem Ausflug in ländliche Regionen sollte man sich generell in Russland mit ausreichend Rubel eindecken, da die bargeldlose Bezahlung dort nicht zum Standard gehört.

 

Geld abheben in Russland per Kreditkarte und EC-Karte

In den russischen Metropolen wie Moskau oder Sankt Petersburg lassen sich problemlos Geldautomaten in ausreichender Anzahl finden, an denen sich mit den gängigen Kreditkarten von VISA oder Mastercard sowie mit EC-Karten von Maestro Bargeld in der Landeswährung abheben lässt. Zu erkennen sind geeignete Geldautomaten an den daran angebrachten Logos der Kartenbetreiber. Die Menüführung lässt sich bei allen Automaten, welche diese Kartenformate akzeptieren, in der Regel auch auf Englisch anwählen.

Beim Abheben von Bargeld an einem russischen Geldautomaten mithilfe gängiger Kreditkarten oder EC-Karten wird von den meisten deutschen Banken eine Gebühr für den Fremdeinsatz der Karte berechnet. Die Höhe dieser Gebühren richtet sich nach den Vorgaben der betreuenden Bank. In der Regel werden pro Abhebung in Russland zwischen 5 und 10 Euro berechnet. Dabei handelt es sich um einen Fixbetrag, der unabhängig von der Höhe des abgehobenen Betrages ist. Bei jedem Transaktionsvorgang wird dieser Betrag erneut erhoben, daher ist es sinnvoll, immer den Maximalbetrag abzuheben. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Verfügungslimit, welches von der Hausbank zur Verfügung gestellt wird oft von dem Betrag abweicht der über das Limit des russischen Geldautomaten vorgegeben wird.Über die Höhe des verfügbaren Betrages sowie über die exakte Höhe der Gebühr sollte man sich bei der zuständigen Hausbank bzw. dem Karteninstitut informieren, um bei der Endabrechnung der Reise keine bösen Überraschungen zu erleben. Dies gilt aber nicht für alle Kreditkarten. Bei der Verwendung einer gebührenfreien Reisekreditkarte entfällt diese Gebühr komplett.

Es gibt einige Online-Anbieter, die für ihre sogenannte Reisekreditkarte weltweit keine Gebühr für den Auslandseinsatz erheben. Da diese Karten auch im Erwerb kostenlos sind, eignen sie sich auch als Zweitkarte für Reisende, welche schon im Besitz einer Kreditkarte sind, da für jede Reise aus Sicherheitsgründen sowieso die Mitnahme von mindestens zwei Geldkarten empfohlen wird. Mit diesen, im Erwerb kostenlosen Kreditkarten kann die Auslandseinsatzgebühr komplett eingespart werden. Dies gilt nicht nur in Russland, überall rund um den Globus ist kostenfreies Geldabheben in der jeweiligen Landeswährung möglich. Auch an deutschen Fremdbanken entfallen die Gebühren für die Fremdnutzung, dadurch eignet sich eine Reisekreditkarte auch nach der Reise als dauerhaft kostensparendes Zahlungsmittel. Auch nach der Reise erhöht diese Karte die Flexibilität beim Geldabheben im Inland. Denn auch in deutschen Fremdbanken kann im Alltag gebührenfrei Geld abgehoben werden.

Im Kartenvertrag impliziert ist ein kostenloses Konto, das nicht nur in der Kontoführung kostenlos ist, für das außerdem keinerlei monatlicher Zahlungseingang gefordert wird. Ob als Zweitkarte für den Geschäftsreisenden, als Zahlungsmittel für Globetrotter, oder als Kosteneinsparung für Familien im Alltag, diese Karte macht in jeder Geldbörse einen Sinn.

 

 

Ein weiterer Pluspunkt dieser Reisekreditkarten ist ihre kostenfreie und einfache Beantragung. Der Antrag ist online in wenigen Minuten ausgefüllt. Für das Identifizierung muss der Antrag danach ausgedruckt und identifiziert werden. Dies geschieht in der Regel mit dem Post-Iden-Verfahren und kann in einem Gang mit dem Absenden des Antrags an der nächstgelegenen Postfiliale unter der Vorlage eines gültigen Personalausweises erfolgen.Nach einer Bearbeitungszeit von maximal 10 Tagen wird die Karte nach erfolgreicher Bonitätsprüfung zugesendet. Diese Zeitspanne sollte man bei der Reiseplanung berücksichtigen und den Antrag rechtzeitig ausfüllen, um die Vorzüge der Reisekreditkarte auch von Reisebeginn nach Russland an nutzen zu können.

 

Sicherheit beim Umgang mit Geld in Russland

Russland gehört wie anfangs erwähnt leider zu den Reiseländern mit einer eher hohen Kriminalitätsrate. Es gibt eine Reihe sozialer Brennpunkte, dementsprechend sind Überfälle und Diebstähle in manchen Gegenden leider an der Tagesordnung. Es ist deshalb während eines Aufenthaltes in Russland besonders wichtig, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen immer und konsequent einzuhalten. Schmuck und Wertgegenstände sollten sich wenn möglich außerhalb der Sichtweite Anderer befinden, Dokumente sowie nicht benötigtes Bargeld sollte man im Hotelsafe oder in der jeweiligen Unterkunft deponieren.

Im Umgang mir Geldkarten gelten in Russland ebenfalls die üblichen prophylaktischen Maßnahmen: Die PIN sollte immer verdeckt eingegeben und – wenn schriftlich notiert – getrennt von der zugehörigen Karte aufbewahrt werden. Geld abheben an Automaten in dunklen Gassen oder entlegenen Vierteln sollte vermieden werden. Man sich nicht dabei nicht beobachten lassen, und das abgehobene Bargeld sofort an einem sicheren Ort verstauen, idealerweise direkt am Körper. Kommt es dennoch zum Verlust oder gar Diebstahl der Karte, gibt es einen internationalen Sperr-Notruf, der zu jeder Tages- und Nachtzeit erreicht werden kann. Durch einen Anruf wird die Karte umgehend gesperrt und größere finanzielle Schäden können eventuell verhindert werden, denn auch eine kostenlose Reisekreditkarte ist nicht geschützt vor Diebstahl oder vor dem Leichtsinn ihres Besitzers. Zur Nummer des Sperr-Notrufs gelangt man über den untenstehenden Link.

Auch in Russland ist das Delikt der Geldkartenmanipulation auf dem Vormarsch. Es sind vermehrt Fälle des sogenannten Skimming vorgekommen, bei dem Betrüger den Geldautomat mit einem eigenen Kartenlesegerät versehen, um an die Daten der Opfer zu gelangen. Man sollte sich deshalb vor Eingabe der Geldkarte unbedingt den Geldautomaten und besonders das Karteneingabefach genau ansehen, bevor die Karte eingesteckt wird. Entdeckt man auch nur die geringsten Hinweise auf eine eventuelle Manipulation des Gerätes, zum Beispiel in Form eines nachträglich angebrachten Aufsatzes am Eingabegerät, sollte man keine Mühen und Wege scheuen, einen anderen Automaten aufzusuchen und den Verdacht der betreffenden Bank mitzuteilen.

Weitere Hinweise zum Thema Sicherheit in Russland findet man auch auf der Seite des Auswärtigen Amtes. Mit diesen wenigen, aber hilfreichen Informationen zur Sicherheit und einer Kombination geeigneter Zahlungsmitteln im Gepäck ist man für einen Urlaub, einer Dienstreise, oder einer Studienfahrt nach Russland bestens vorbereitet.

 

 
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