Geld abheben in Ungarn


Gebührenfrei Geld abheben in UngarnUngarn hat sich in den letzten Jahrzehnten als eines der beliebtesten Urlaubsländer Osteuropas entwickelt. Es ist nicht mehr das Billigreiseland von einst, doch seine langjährige Erfahrung mit dem Tourismusgeschäft und die Tatsache, dass sehr oft deutsch gesprochen wird, machen es für viele nach wie vor zum attraktivsten Urlaubsziel im Osten Europas. Der Plattensee übt dabei die größte Anziehungskraft aus, das Land bietet aber noch viel mehr: weltberühmte Weinanbaugebiete, entspannende Heilbäder, barocke Städte und kleine Dörfer, die Naturschutzgebiete und Vogelparadiese der Puszta im östlichen Ungarn – und nicht zuletzt das malerische Budapest mit einer lebendigen Kunst-, Musik- und Kneipenszene.

Immer mehr Deutsche, Österreicher und Schweizer schätzen Ungarn als Urlaubsland auch aufgrund des aktuell sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses. Um auch nur einen Teil der Vielfalt Ungarns erleben zu können, ist es unabdingbar, stets die nötige Menge Bargeld in Landeswährung bzw. alternative Zahlungsmittel mitzuführen. Wo und wie man in Ungarn Geld in Landeswährung abheben kann, welche Zahlungsmittel sich dafür eignen, sowie relevante Informationen zum Thema Landeswährung, bargeldlose Zahlung, günstige Kreditkartenvarianten, Gebühren und deren Einsparung, aber auch einige wichtige Sicherheitstipps kann man im nachfolgenden Beitrag nachlesen.

 

Die Landeswährung in Ungarn – Der Forint (HUF)

Trotz Ungarns Beitritt zur Europäischen Union im Jahre 2004 gilt dort noch immer die ursprüngliche Landeswährung Forint, welcher in 100 Fillér unterteilt ist, als offizielles Zahlungsmittel. Eine komplette Umstellung auf die Einheitswährung Euro wird aus technischen Gründen wohl noch etwas auf sich warten lassen. Derzeit ist die Einführung des Euro als gesetzliches Zahlungsmittel auf das Jahr 2020 geplant. Aufgrund der Währungs-Schwäche wurden Fillér-Münzen 1999 eingezogen. Aktuell ist der ungarische Forint in den folgenden Münzen und Geldscheinen in Umlauf:

Ungarische Münzen: 5, 10, 20, 50, 100 und 200 Forint
Ungarische Scheine: 10, 20, 50, 100, 500, 1.000, 5.000, 10.000 und 20.000 Forint

Die aktuellen Umrechnungskurse von Euro in Forint lassen sich dem unten angeführten Währungsrechner entnehmen.

 

Euro in Forint wechseln – Umrechnungskurse

Manche Urlauber legen Wert darauf, bereits vor Beginn der Reise Geld bei der Hausbank in die jeweilige Landeswährung einwechseln zu lassen. Hiervon muss aufgrund der schlechteren Umrechnungskurse bei deutschen Banken abgeraten werden. Die Wechselstuben und Banken in Ungarn bieten in der Regel einen wesentlich günstigeren Umrechnungskurs an als die deutschen Banken.

Sinnvoll ist es, mit dem Einwechseln von Geld zu warten, bis man sich am Reiseziel befindet. An den Flughäfen werden oft ungünstigere Kurse angeboten. Alternativ lässt sich auch mit den gängigen EC-Karten oder Kreditkarten Geld an den ungarischen Geldautomaten abheben. Hierbei sollten allerdings die Gebühren beachtet werden, die von den deutschen Hausbanken beim Geld abheben in Ungarn berechnet werden. Mehr dazu, und eine Option, diese Gebühren zu umgehen, wird in den nächsten Abschnitten erläutert.

 

Bargeldlose Bezahlung in Ungarn – Kreditkarte und Co.

In größeren Geschäften, Restaurants oder Hotels lässt sich die Rechnung auch bequem bargeldlos begleichen. Akzeptiert werden neben den oben genannten gängigen Kreditkarten auch die EC-Karten von Maestro oder Cirrus. Auch bei der bargeldlosen Zahlung sollte wiederum auf die Gebühren geachtet werden, die von der deutschen Hausbank für die Kartennutzung im Ausland erhoben werden.

Ein gängiger Standard für diese Transaktionsgebühren bei der Kartenzahlung im Ausland sind 1 – 4 % des getätigten Umsatzes. Aus diesem Grund ist es oft günstiger, mit einer Reise-Kreditkarte gebührenfrei Geld abzuheben und anschließend bar zu bezahlen.

 

Geld abheben in Ungarn per EC-Karte und Kreditkarte

Ungarn verfügt über ein flächendeckendes Netz an Geldautomaten. Speziell in den touristisch erschlossenen Gegenden findet man zahlreiche Geldautomaten, an denen sich mit den gängigen EC-Karten von Maestro oder Cirrus sowie mit Kreditkarten von VISA, Mastercard, American Express oder Diners Club Geld in Landeswährung abheben lässt. Es ist ratsam, sich vor Reisebeginn bei der eigenen Bank über die sogenannten Auslandseinsatzgebühren zu informieren, die beim Geld abheben mit EC-Karten oder gängigen Kreditkarten in Ungarn berechnet werden.

Je nach Bank liegt das Auslandseinsatzentgelt zwischen 5 und 10 Euro, die bei jeder Abhebung erneut erhoben werden. Gerade bei längeren Urlauben können diese unnötigen Extragebühren merkbar auf die Reisekasse drücken.

Eine gute und zugleich kostenfreie Alternative zu den herkömmlichen EC- und Kreditkarten stellen sogenannte Reise-Kreditkarten dar, die mittlerweile von einigen deutschen Banken ohne jegliche Gebühren bereitgestellt werden. Mit diesen Karten lässt sich weltweit ohne Gebühr Bargeld an jedem Geldautomat abheben, welcher das entsprechende Karten-Logo (VISA / Mastercard) trägt. Auf diese Weise lassen sich die hohen Gebühren beim Geld abheben in Ungarn vermeiden und es bleibt mehr Geld für schönere Dinge im Urlaub. Zu einer Übersicht der Banken, die Reise-Kreditkarten kostenfrei anbieten, gelangt man über den folgenden Button.
 

 
Die Kreditkarten sind in der Anschaffung kostenfrei, so dass auch dadurch keine versteckten Zusatzkosten entstehen. Der Antrag auf eine Reise-Kreditkarte ist online schnell ausgefüllt. Nach einer Bearbeitungszeit von ca. 10 Tagen wird die Karte nach erfolgreicher Bonitätsprüfung zugesendet. Dieses Zeitfenster sollte man bei der Reiseplanung einhalten und den Antrag rechtzeitig ausfüllen, um die Vorzüge der Reisekreditkarte auch von Urlaubsbeginn an nutzen zu können.

Diese Variante der Kreditkarte bietet über das kostenlose Geld abheben hinaus eine Reihe von Vorzügen: Sie sind nicht nur in der Beantragung kostenlos, die Auslandseinsatzgebühr entfällt nicht nur weltweit auf Reisen, sondern auch an inländischen Fremdbanken berechnen diese Anbieter keine Gebühr für den Einsatz der Kreditkarten. Ein weiterer Nutzen ist, dass diese Karte immer dann als Zahlungsmittel eingesetzt werden kann, wenn die EC-Karte an ihre Akzeptanzgrenze stößt. Eine Kreditkarte erweist sich als clevere Entscheidung – nicht nur als kostensparende Ergänzung für die Reisekasse in Ungarn, sondern auch als Zahlungsmittel für den Alltag oder weltweit auf Reisen. Die neu eingeführten V-PAY Geldkarten können auch in Ungarn zum Geld abheben genutzt werden, da man sich innerhalb der EU befindet.

 

Sicherheit beim Umgang mit Geld in Ungarn

In Ungarn ist die Kriminalitätsrate in den touristischen Zentren recht hoch. Wie in den meisten Reiseländern sind besonders während der Urlaubssaison Taschendiebe und Kleinkriminelle unterwegs. Beim Geld abheben in Ungarn gelten die üblichen Regeln wie überall: Auf verdeckte PIN Eingabe sowie getrennte Aufbewahrung von PIN und zugehöriger Karte muss grundsätzlich geachtet werden, das abgehobene Geld sollte sofort verstaut und nicht für andere sichtbar herum getragen werden. Dokumente sowie nicht benötigtes Bargeld kann man im Hotelsafe oder in der jeweiligen Unterkunft deponieren. Die Seite des Auswärtigen Amtes hält immer aktuelle Reise- und Sicherheitsinformationen bereit.

Regelmäßige Kontrollen der Kreditkartenabrechnung oder auch Kontoauszüge können eventuelle Missbräuche sofort aufdecken. Im Falle eines Verlustes oder Diebstahls sollte umgehend der Kartensperrnotruf kontaktiert werden. Zur Nummer gelangt man über den nachfolgenden Link. Durch den Anruf wird die betroffene Karte sofort gesperrt und man kann größere finanzielle Schäden verhindern. Mit diesen wenigen, aber hilfreichen Informationen zur Sicherheit und einer Kombination geeigneter Zahlungsmitteln im Gepäck ist man für einen Urlaub, Studienfahrt oder eine Dienstreise nach Ungarn bestens vorbereitet.

Ein Hinweis noch, der für alle Kreditkartenbesitzer im Urlaub wichtig ist: Vor jeder Auslandsreise sollte der Kreditkartenanbieter unbedingt über den geplanten Auslandseinsatz der Karte informiert werden, da es sonst vorkommen kann, dass die Karte wegen Verdacht auf Kartenmissbrauch seitens des Anbieters aus Sicherheitsgründen gesperrt wird. Abschließend bleibt festzuhalten, dass der Aufwand einer sorgfältigen Liquiditätsplanung für den Auslandsaufenthalt ein geringer ist, verglichen mit dem Ärger und den Kosten, die so verhindert werden können.

 

 
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